{"id":16354,"date":"2026-03-31T20:35:31","date_gmt":"2026-03-31T18:35:31","guid":{"rendered":"https:\/\/tsv-rosstal.de\/handball\/?p=16354"},"modified":"2026-03-31T20:40:42","modified_gmt":"2026-03-31T18:40:42","slug":"tsv-weissenburg-tsv-rosstal-ii-2728-1014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tsv-rosstal.de\/handball\/2026\/03\/31\/tsv-weissenburg-tsv-rosstal-ii-2728-1014\/","title":{"rendered":"TSV Wei\u00dfenburg &#8211; TSV Ro\u00dftal II 27:28 (10:14)"},"content":{"rendered":"<p><u>Unglaublich \u2013 Unfassbar \u2013 Unbegreiflich \u2013 Unbezwingbar (fast)<\/u><\/p>\n<p><em>In einem an Dramatik nicht zu \u00fcberbietenden Spiel gewinnt die zweite Herrenmannschaft des TSV Ro\u00dftal gegen die Mannschaft aus Wei\u00dfenburg. Mit noch 4 Sekunden auf der Uhr erzielt Ur-Ro\u00dftaler-(Legende) Lukas Franke den entscheidenden Treffer. Das eine Tor Abstand macht -nach 2 Jahren Bezirksliga- den Aufstieg sicher. Der Jubel kennt sowohl am Spielfeld als auch auf der Trib\u00fcne keine Grenzen mehr. Doch erstmal der Reihe nach\u2026<\/em><\/p>\n<p>Die Ausgangslage war klar: Die ro\u00dftaler Zw\u00e4dde musste gewinnen. Nachdem Feuchtwangen nicht in M\u00f6geldorf antrat, befand man sich 2 Punkte hinter den Nachbarn aus N\u00fcrnberg. Da Ro\u00dftal den direkten Vergleich vor ein paar Wochen jedoch f\u00fcr sich entscheiden konnte, musste man \u201enur\u201c selbst die 2 Punkte einfahren und w\u00fcrde aufsteigen. Im Lager der Ro\u00dftaler war man guter Dinge. Zwar verlor man das Hinspiel ungl\u00fccklich gegen Wei\u00dfenburg, doch eine gute und rege Trainingsbeteiligung und ein sehr intensives Abschlusstraining lie\u00dfen Trainer und Mannschaft optimistisch ins sonnige Altm\u00fchlfranken fahren. Man hatte fast alle Mannen an Bord und war gewillt, den Sack zuzumachen und eine grandiose Saison mit dem -vielleicht auch etwas \u00fcberraschenden- Aufstieg zu vergolden. Golden ist auch <em>seine<\/em> M\u00e4hne: Lukas Franke schn\u00fcrte wieder einmal seine Schuhe und half bei den jungen Wilden auf der K\u00f6nigsposition aus. Wenn man etwas braucht bei einem so wichtigen Spiel, dann ist es Erfahrung \u2013 und die liegt mittlerweile in seiner DNA.<\/p>\n<p>Coach Hitzler stellte seine M\u00e4nner gezielt auf die Gegner ein. Aus einer sicheren Abwehr heraus, wollte man mit einem schnellen Ball einfache Tore erzielen und die Moral der Gegner zumindest etwas dr\u00fccken. Man habe alle Matchb\u00e4lle auf seiner Seite und was kann man sich mehr w\u00fcnschen als dieses alles entscheidende Spiel. Also auf geht\u00b4s.<\/p>\n<p>Die Umsetzung des Matchplans gelang in der Anfangsphase ziemlich gut. Hagen hielt und schickte Hennersdorf oder Brockschmidt auf die Reise. So zog man Tor um Tor davon. Nach 7 Minuten stand es 2:5 f\u00fcr die G\u00e4ste aus Mittelfranken. Die Abwehr stand, im Angriff schloss man hochprozentig ab. Es h\u00e4tte ein einfaches Spiel werden k\u00f6nnen. Aber man w\u00e4re nicht die Zw\u00e4dde, wenn man den Gegner nicht stark machen w\u00fcrde. Leichte Ballverluste und unn\u00f6tige Fehler luden die Heimmannschaft zu Toren ein und so konnte man sich die ganze erste H\u00e4lfte nie vern\u00fcnftig absetzen. Zwar f\u00fchrte man konstant mit 3-4 Toren, aber es gelang nicht, wirklich davonziehen. So ging es zwar mit einem passablen Vorsprung von 10:14 in die Halbzeitpause, aber von einer Vorentscheidung konnte noch keine Rede sein.<\/p>\n<p>Coach Hitzler war zufrieden, mehr aber auch nicht. Alle waren sich einig, dass man sich selbst das Leben noch zu schwer machte. Auch wusste man, dass die Heimmannschaft bis zum Ende k\u00e4mpfen und sich anst\u00e4ndig von ihren Fans verabschieden wollen w\u00fcrde. Man war gewarnt und wollte weiter Gas geben. Doch Spoiler: Die Mannschaft dr\u00fcckte stattdessen aufs Bremspedal.<\/p>\n<p>Die Zw\u00e4dde startete denkbar ungl\u00fccklich in den zweiten Spielabschnitt. In 5 Minuten beging man mehrere technische Fehler &amp; Fehlw\u00fcrfe. Zwar stand zu diesem Zeitpunkt die Abwehr noch einigerma\u00dfen solide, doch im Angriff gelang immer weniger. Die Wei\u00dfenburger sp\u00fcrten das und versuchten ihr Gl\u00fcck oft \u00fcber den Kreis oder \u00fcber gut einstudierte Durchbr\u00fcche. So zogen sie insgesamt 11 Strafw\u00fcrfe. Die Abwehr der Ro\u00dftaler stand zu passiv und kam oft den ber\u00fchmten Schritt zu sp\u00e4t. So gestaltete sich das Spiel immer enger. Den Ausgleichstreffer sollte man zwar (noch) nicht kassieren, die Anspannung auf der Bank und am Spielfeld nahm jedoch sp\u00fcrbar zu. Die Heimfans waren nun voll da und trommelten ihre Mannschaft unabl\u00e4ssig nach vorne. Und dann war es so weit: Der TSV Ro\u00dftal lag das ganze Spiel nie im Hintertreffen und war seit der 10. Minute konsequent in F\u00fchrung, aber dann kam die letzte und wohl verr\u00fcckteste Minute der Saison.<\/p>\n<p>Ro\u00dftal ging mit einem sch\u00f6nen Durchbruch von Brockschmidt mit 27:25 in F\u00fchrung, noch 3,5 Minuten auf der Uhr. Danach wollte jedoch nichts mehr gelingen. Man kassierte ein weiteres Siebenmetertor: 27:26. Die gesamte Mannschaft war nun sichtbar nerv\u00f6s. 90 Sekunden vor Schluss: Ein technischer Fehler. Der vermutlich letzte Angriff des Spiels wurde von den Ro\u00dftalern mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen verteidigt. Normalerweise ist das Fu\u00dfspiel nicht gestattet, doch handelte es sich um Goalie Schatz, der in bester Heinevetter-Manier durch das Tor flog und den Sieg in den H\u00e4nden hielt. \u201eSie glauben diese Geschichte ist wahr? Falsch, sie ist frei erfunden. Ihr Jonathan Frakes\u201c.<\/p>\n<p>Spielstand: 27:26. Wei\u00dfenburg stellt auf eine sehr offensive Deckung um und will einen Ballverlust, im besten Fall ohne Foul, erzwingen. Franke bringt den Ball nach vorne, will seine jungen Kollegen in die richtigen Positionen dirigieren, vergisst aber seinen eigenen Gegenspieler. Dieser klaut ihm den Ball in bester Jose Alvarado Manier, l\u00e4uft allein auf Schatz zu\u2026 und trifft zum Ausgleich: 27:27. Mit diesem Ergebnis w\u00fcrde man nicht aufsteigen. Noch 29 Sekunden auf der Uhr, kein Time-Out mehr zur Verf\u00fcgung. Hitzler und Gerbing m\u00fcssen hilflos mit ansehen, wie der Ball hektisch nach vorne getrieben wird. Sollte die ganze Saison wegen eines einzigen Tores f\u00fcr die Katz gewesen sein?<\/p>\n<p>Beinahe St\u00fcrmerfoul. Freiwurf. Die Zeit wird angehalten. Noch 6 Sekunden auf der Uhr. Was dann passierte, ist schwer zu beschreiben: Pfiff &#8211; Pass auf den Ungl\u00fccksknaben Franke, 3 m\u00e4chtige Schritte, cleverer Abschluss flach an der Mauer vorbei, durch die Beine des Keepers\u2026 Tor! Sieg! Aufstieg! Gebr\u00fcll! Jubel! Tr\u00e4nen! Fassungslosigkeit! All das in der letzten Minute der Saison.<\/p>\n<p>Welche Emotionen und Gef\u00fchle durch den K\u00f6rper von Franke gingen, wei\u00df nur er. Sieg und Niederlage lagen noch nie n\u00e4her zusammen und vor allem nicht in seinen eigenen H\u00e4nden. Fast die Saison hergeschenkt und dann in heroischer Art und Weise alles wiedergewonnen. Und das in 30 Sekunden. Danke Luke! \u2665<\/p>\n<p>Aber den Erfolg nur an Franke auszumachen, w\u00e4re viel zu kurzsichtig und nicht richtig. Der Kern aus Abwehrriegel Ahner, Spielmacher Brockschmidt, Torkanone Hennersdorf, Slim-Reaper Wiedemann und Sch\u00f6ner (am sch\u00f6nsten, Samuel), brachten die Mannschaft in diese hervorragende Ausgangslage! Handball ist und bleibt ein Mannschaftssport und \u00fcber die Saison hinweg konnten sich die verschiedensten Spieler mit starken individuellen Leistungen auszeichnen. Daher beendet die Zw\u00e4dde die Saison auf dem zweiten Platz, mit dem besten Torverh\u00e4ltnis und steigt verdient in die Bezirksoberliga auf!<\/p>\n<p>Das bedeutet: Erstmal genie\u00dfen und dann, eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter, ran an die Arbeit! Vor allem k\u00f6rperlich und handballerisch muss eine weitere Schippe draufgepackt werden. Die BOL Mittelfranken wird n\u00e4chste Saison nicht leicht. Aus der Oberliga Nord steigen Stadeln und Lauf\/Heroldsberg ab und auch sonst wird es viele interessante, schwierige Derbys geben. Aber der Diamant in Ro\u00dftal ist roh, also ran an den Schleifstein und Hau weg!<\/p>\n<p>Wir danken allen mitgereisten Fans! Unser Verein ist etwas Besonderes!<\/p>\n<p>HAGW<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unglaublich \u2013 Unfassbar \u2013 Unbegreiflich \u2013 Unbezwingbar (fast) In einem an Dramatik nicht zu \u00fcberbietenden Spiel gewinnt die zweite Herrenmannschaft des TSV Ro\u00dftal gegen die Mannschaft aus Wei\u00dfenburg. Mit noch 4 Sekunden auf der Uhr erzielt Ur-Ro\u00dftaler-(Legende) Lukas Franke den entscheidenden Treffer. Das eine Tor Abstand macht -nach 2 Jahren Bezirksliga- den Aufstieg sicher. 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