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TSV Ismaning – TSV Roßtal 32:31 (17:14)

Es ist zum Mäusemelken

Nach der bitteren Niederlage in der Vorwoche gegen den Tabellenführer aus Anzing, gegen den man buchstäblich in letzter Sekunde unglücklich verlor, ging es am 04.02.23 nach Ismaning. Die Münchner sollten unbedingt geschlagen werden, um den Anschluss an die ersten beiden Plätze nicht zu verlieren. Die Vorzeichen waren (wieder einmal) nicht die besten. Spielmacher Ehrmann verweilte auf einer Skipiste im schönen Österreich und Schmidt meldete sich am Spieltag selbst krankheitsbedingt ab. So fuhr man sehr in seinen Wechselmöglichkeiten begrenzt zur Isarena. Doch nun der Reihe nach…

Nach langer Zeit ließ sich in der Trainingswoche Alex Brandscher wieder einmal im Training blicken. Die Fußverletzung, welche nach dem letzten Heimspiel der letztjährigen Playdowns operiert werden musste, hatte eine langen Heilungsprozess zur Folge. Das feine linke Händchen war immer noch da, doch ganz rund lief es noch nicht. So wurde nichts aus einem Comeback. Altmeister und Roßtaler Legende Lukas Franke musste in die Bresche springen und viele Minuten abreißen. Die Knie hielten es zum Glück aus! 3-mal auf Holz geklopft…

Trotz der nicht gerade idealen Ausgangslage war man guter Dinge, dass der heutige Gegner schlagbar war. Man war auf das schnelle Spiel vorbereitet und wusste um deren Schwächen und Lücken in der Abwehr.

Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe und es ging hin und her. Man ging durch Krach in Führung, gab diese schnell wieder her und glich dann immer wieder aus. So ging es bis zur 23. Minute. Man agierte in den meisten Fällen ruhig im Angriff, spielte diese aus und bekam immer wieder seine Kreisläufer in gute Wurfpositionen (insgesamt 15 Tore durch die Gebrüder Nepf). Leider war die Abwehr nicht so sattelfest wie gewohnt. Ab Minute 25 konnten die Münchener das schnelle Spiel immer mehr forcieren und den Mittelfranken ging die Luft etwas aus. So musste man einen 3 Tore Rückstand zur Halbzeit aufholen (17:14). Eigentlich ist auf die Roßtaler Keeper stets Verlass, doch in den ersten 50 Minuten bekam man leider viel zu selten eine Hand an den Ball. Das tat immer wieder weh, wenn man drauf und dran war, das Spiel zu drehen. Zitat Coach Schmidt: „Ohne Keeper ist es schwer zu gewinnen!“

Halbzeit 2 begann mit einem Tor von Capitano Nepf, wurde aber gleich wieder durch den pfeilschnellen Notz gekontert. Ismaning war nun stetig mit 3-5 Toren in Front. Eigentlich möchte man die Schiedsrichter immer außen vorlassen, aber manchmal hatte man den Eindruck, dass unter dem schwarzen Trikot ein weiteres gelbes steckte. Um diese These zu belegen: Ismaning bekam bis auf deren Trainer nicht mal eine gelbe Karte. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit im Handball. Aber die Schuld an der Niederlage lag trotzdem klar an der Chancenverwertung und fehlender Cleverness. In Minute 47 stand es 28:22 für Ismaning. Timeout Roßtal. Es wurde appelliert, sich endlich zusammenzureißen. Der glücklose Hagen wurde gegen Bühler ausgetauscht und dieser mutierte dann zu Wolf, nicht Hagen, sondern dem Andi…

In Minute 54 erzielten die Münchner den letzten Treffer. Bühler hielt jetzt alles. Und so kam man immer näher heran. Auf einmal war wieder alles möglich. So erzielte Roßtal 5 Tore in Folge und kam auf ein Tor heran. 90 Sekunden waren noch zu spielen. Einen Angriff wird man noch bekommen, wenn man den nun erfolgreich abwehrt. Déjà-vu? Ja, auch in der Vorwoche hatte man eine ähnliche Ausgangslage – und die Nerven sollten wieder versagen. Abwehrass Cissé spekulierte, klaute den Ball und lief in seiner unnachahmlichen Manier allein Richtung Torwart und und…. verwarf. Und so verlor man wieder denkwürdig knapp und unnötig.

Man war durchaus in der Lage, selbst mit dieser Besetzung, das Spiel zu gewinnen. Mehr als ärgerlich. Nun steht man mit 0:6 Punkten am Ende der Tabelle. Aber es sind noch genügend Spiele. Ab jetzt wird gewonnen! Mark our words!!!!

Am Wochenende kommt Haunstetten zu Gast. Ein bekannter Gegner aus der letzten Saison. Jede Mannschaft konnte ihr Heimspiel gewinnen. Es wird nun Zeit, dass Roßtal siegt. Dafür wird die überragende Unterstützung der Halle benötigt!

#Roßtalunited.

Eure Erschde

HAGW

HG Zirndorf 2 – TSV Roßtal 1 29:24 (12:8)

Eine Schweigeminute bitte. Eine Schweigeminute für ein weiteres Spiel, das uns den Klassenerhalt erschwert. Ein weiteres Spiel, in dem uns unsere taktischen Fehler den Sieg gekostet haben. Und ein weiteres Spiel, das wir in den letzten 10 Minuten gewonnen haben – in den 50 Minuten davor aber nicht. Trotz allem war es aber auch ein weiteres Spiel, in dem wir zeigen konnten was in uns steckt. Ein Spiel, in dem wir uns trotz unvollständigem Kader durchgekämpft haben und zeigten, das wir durchaus mithalten können – nur reicht mithalten in letzter Zeit einfach nicht, wenn wir daraus nicht ein „das Spiel in die Hand nehmen“ machen können. Aber von vorn:

Um 15:45 Uhr ging es für uns Richtung Zirndorf. Ein Gegner, der uns in der Hinrunde in der eigenen Halle mit einem unglücklichen 17:26 schon 2 Punkte genommen hatte. Der Plan war nun natürlich den Spieß umzudrehen und den Zirndorferinnen in ihrer Halle 2 Punkte zu entwenden. Ohnehin wurde die Luft langsam dünn und der Druck ein Spiel gewinnen zu müssen immer größer. Große Worte gab es nicht zu sagen, denn jede einzelne wusste um die Bedeutung dieses Spiels und um die so oft besprochenen Vorsätze Bescheid. Also starteten wir mit einer Schweigeminute in der Kabine, um uns selbst nocheinmal zu konzentrieren und die letzten wichtigen Gedanken durchzugehen.

Um 17 Uhr dann der Anpfiff. Im Rückraum waren wir etwas geschwächt, da uns Meike und Ricci aus Arbeits- und Krankheitsgründen leider nicht auf dem Feld unterstützen konnten. Dadurch war Coach Uli gezwungen etwas umzustellen und holte unsere beiden Außenspielerinnen Simmi und Marion immer wieder mit auf die Halb-Positionen.

Die erste Halbzeit war ein ziemlich ausgeglichenes Kopf-an-Kopf Rennen. Mit teilweise Gleichstand, oder nur höchstens 2 Toren Unterschied boten wir unseren Gegnerinnen die Stirn. Durch Würfe aus dem Rückraum und schöne 1:1 Aktionen kamen wir immer wieder erfolgreich zum Abschluss und steigerten diese Quote im Verglich zu den letzten Spielen. Dennoch ließen wir in den letzten 5 Minuten, zudem geschwächt durch 2 aufeinander folgende 2-Minuten-Strafen, etwas nach, was es den Zirndorferinnen ermöglichte ihren 9:8 Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf einen Spielstand von 12:8 auszubauen.

Die Ansprache in der 10-minütigen Pause war leider dieselbe wie in den letzten Wochen auch. „Es ist noch alles drin.“ Fehler minimieren, dem Gegner nicht in die Hände spielen und selbst den Abschluss suchen.

So schön es auch war mit einem Tor in die zweite Halbzeit zu starten, so ungelegen kam dann auch gleich die nächste 2-Minuten-Strafe, die uns wieder in Unterzahl beförderte. Wir lagen im Durchschnitt die nächsten 15 Minuten mit 5 Toren hinten. Ein bekanntes Spiel, denn wie immer begannen nun die letzten 10 bis 15 Minuten, in denen wir das Spiel gewonnen hätten – wenn eben nur diese Minuten zählen würden. Ab der 50. Minute kassierten wir noch 5 Tore, warfen jedoch selbst 7, wodurch ein Endergebnis von 29:24 Zustande kam.

Wie immer sehr schade, doch letztendlich haben die Kräfte nicht für mehr gereicht. Wir werden sehen, wo die Reise hingeht doch Aufgeben wird für uns niemals zur Wahl stehen! Wir machen das Beste aus den Spielen, die noch auf uns zukommen und hoffen, dass wir die Stärke auf`s Spielfeld bringen können, die uns den Aufstieg ermöglicht hat.

Am 11.02. um 17 Uhr steht das nächste Heimspiel gegen den TV Marktsteft an. Im Hinspiel konnten wir ihnen ein Unentschieden bieten, geben wir unser Bestes für ein ähnliches Ergebnis im Rückspiel!

TSV Roßtal – SV Anzing 29:30 (13:14)

Der Löwe und die kleine Maus – Eine Fabel aus dem Markt Roßtal

Die Rollen der beiden Mannschaften waren eigentlich klar verteilt. Die Löwen aus Anzing verspeisten die Brucker beim ersten Spiel der Playdowns locker zum Frühstück und die Lohrer spielten Katz und Maus mit den Roschdlern und gewannen am Ende verdient. Die Vorzeichen hätten nicht schlechter stehen können. Auch die Trainingsbeteiligung war bescheiden. Krankheit und Verletzungen kursierten im Lager der Mittelfranken. Doch der Name „die Macht um halb 8“ kommt nicht von irgendwo her. Man spielte nicht nur mit, man war vor allem in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft und hätte zumindest einen Punkt verdient gegen die Mannschaft aus München. Anders als in der Fabel, in der der Löwe die Maus verschont, warfen die Gäste den letzten Wurf 3 Sekunden vor Schluss zum Siegtreffer ins Tor um den starken Keeper Bühler ein. Doch nun der Reihe nach…

In Lohr ging man am Ende gnadenlos unter – vor allem eine unterirdische Leistung im Angriff war das große Problem. Die großgewachsene Abwehr der Gegner machte es den Mannen schwer, vernünftige und gute Torchancen zu erarbeiten. Die Abwehr der Anzinger sollte den Mannen um das Trainergespann Gerbing/Schmidt deutlich besser liegen. Ähnlich wie die Roßtaler bevorzugt auch die Mannschaft aus Anzing eine aggressive und offene Deckung. Dementsprechend wurde das Angriffsspiel aber auch die Abwehr trainiert. Man wusste um viele Kreisanspiele und ein schnelles Tempospiel. Trotz mittelmäßiger Trainingsbeteiligung war man top eingestellt und machte es den Gegner sehr schwer, welche auch sichtlich überrascht von der Leistungssteigerung der Roschdler waren.

Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe und keine Mannschaft schaffte es sich ein Polster zu erarbeiten. In der ersten Halbzeit gelang es keiner Mannschaft sich mit mehr als einem Tor abzusetzen. Mal führten die Gäste, dann wieder die Gastgeber. Es wurde beherzt Abwehr und größtenteils fair gespielt. Trotz der Mahnung, dass viel über den Kreis gespielt werden würde, gelang es den Anzingern immer wieder ihren Kreisläufer anzuspielen, welcher hochprozentig abschloss. Immer wenn man mal die Chance hatte sich auf 2 Tore abzusetzen, wurde ein Fehlwurf oder ein Fehlpass miteingestreut. Dann wäre fast das Spiel auf die andere Seite gekippt, aber dann war es an der Abwehr der Roßtaler Stärke zu zeigen und es gelang. Am Ende ging man knapp mit 13:14 in die Kabine.

Dort wurden die richtigen Worte gefunden und man legte los wie die Feuerwehr. Schmidt erzielte nach 40 Sekunden mit einem seiner 6 Strafwürfen den Ausgleich. In Minute 35 stand es dann plötzlich 18:14 für die Heimmannschaft. Bühler vernagelte die Kiste wie ein guter Handwerker. Er hielt freie Würfe, Rückraumwürfe aber auch Nachwürfe. Die Halle, stimmungsvoll wie immer, brodelte! Man hatte nicht nur eine Chance, sondern war eigentlich die bessere Mannschaft. ABER: es gibt ein Damoklesschwert im Roßtaler Spiel. An die Aufmerksamen unter euch, die die Mannschaft etwas verfolgen, wissen, dass man mit 4 Tore-Führungen nicht gut umgehen kann. Die Gäste kamen durch eigene Fehler wieder ran auf 2 Tore (18:16). Doch man konnte das Blatt noch einmal wenden und konzentrierte sich wieder und zog erneut mit 4 Toren in Führung (24:20) – da waren 46 Minuten gespielt. Der Gegner nahm das Timeout, stellte auf Manndeckung gegen Ehrmann und versuchte so den Spielfluss der Heimmannschaft zu stören. Da dies in der Saison nicht das erste mal war, stellte Trainerfuchs Schmidt auf 7 Feldspieler. Dies funktionierte am Anfang noch recht gut und man konnte den Vorsprung halten. Doch nun schlich sich immer mehr der Fehlerteufel ein – die beschränkten Wechselmöglichkeiten forderten ab Minute 50 ihren Preis. Man verwarf klare und freie Würfe, bekam hinten wenig Zugriff und der Vorsprung schmolz wie Eis an warmen Sonnentagen. Innerhalb von 10 Minuten lag man auf einmal mit 28:29 im Hintertreffen. Timeout Roßtal. Ausgleichstreffer durch den angeschlagenen Cissé (29:29). Noch 90 Sekunden zu Spielen. Einen Angriff wird man schon noch bekommen – und so war es. Nepf Nico eroberte den Ball und schickte Gruber mit noch 60 Sekunden zu spielen auf die Reise. Er lief allein auf den starken Keeper zu und der sonst so treffsichere Gruber verwarf. Kopf hoch, das passiert den Besten!

Mit hoher Wahrscheinlichkeit sollten nun die Gäste den letzten Angriff haben. Doch zu wenig Druck ließ die Hand der Schiedsrichter in die Höhe gehen. Jedoch spielten es die Gäste sehr clever aus und brauchten viel Zeit um 4! Pässe zu spielen. Mit nur noch einem Pass und 3 Sekunden auf der Uhr übrig schweißte Limbrunner den Ball über die ausgestreckten Hände der Abwehr in die Maschen. Spiel aus – Roßtal 0, Anzing 2 Punkte. Bitter, doch so nah können Sieg und Niederlage beieinander liegen.

Natürlich hingen die Köpfe erst mal, aber die gezeigte Leistung war um Welten besser als in der Vorwoche. Daran gilt es anzuknüpfen, wenn man diesen Samstag nach Ismaning reist. Dort gilt es die ersten Punkte der Playdowns einzufahren! Wir kämpfen bis zum Schluss. Danke für die lautstarke und zahlreiche Unterstützung! Eure Erschde!

HAGW