Post SV Nürnberg – TV Roßtal II 30:22 (16:13)

Und täglich grüßt das Murmeltier! Wie bereits in den vergangenen Spielen gelang es der Landesliga-Reserve des TV Roßtal lediglich bis zur 50. Spielminute dagegenzuhalten, ehe man in der Schlussphase völlig einbrach. Das Endergebnis beim Post SV fiel daher unterm Strich um ein paar Treffer zu hoch aus.
Der Start in die Sonntagnachmittag-Partie ging gehörig in die Hose. Nachdem die Escher-Sieben zu viele Fehler im Spielaufbau produzierte, lagen die Gastgaber schnell mit 6:2 in Front. Der TVR konnte sich jedoch nach einer Auszeit stabilisieren und glich beim 8:8 erstmals aus. Es war nun ein offener Schlagabtausch geworden, bei dem die Gäste die sich bietenden Lücken im offensiven Abwehrverband des Post SV immer wieder schön zu nutzen wussten. Einziger Wermutstropfen: Rückraumspieler Niklas Gerbing verletzte sich nach etwa 20 Minuten und konnte in die Partie nicht mehr eingreifen. Bis zum 12:12 hielten die Roßtaler ein Unentschieden, gaben dieses aber wie so oft in der Schlussphase aus der Hand. Die Aktionen im Angriff waren nun zum Teil überhastet, was die Nürnberger eiskalt ausnutzten. Beim Stand von 16:13 wurden die Seiten gewechselt.
Nach der Pause das gleiche Bild: Bis zum 22:19 blieb es ein offener Schlagabtausch und die Mannschaft von Dirk Escher auf Schlagdistanz, bis die Konzentration in der Schlussphase wieder nachließ. Noch früher als im ersten Durchgang schwanden bei den Gästen die Kräfte, und als die Hausherren mit vier Treffern in Folge auf 26:19 erhöhten, war die Messe endgültig gelesen. Der Post SV hatte inzwischen auf eine defensive 6:0-Abwehr umgestellt, womit der TVR nun deutlich mehr Probleme hatte. Erneut hatte man sich unter Wert verkauft, obwohl mit der Rückkehr der Langzeitverletzten Sebastian Wick und Marco Prenzel die Hoffnung auf den ersten Sieg in den kommenden Spielen steigt.
Freilich kommt da mit dem Klassenprimus aus Stadeln am Samstag ein denkbar ungünstiger Gegner, doch mit etwas Glück und einer weiteren Leistungssteigerung ist selbst in diesem Spiel eine Überraschung möglich.
TVR: Oliver Brandscher, Thomas Zäller, Armin Hermes – Harald Heindel 1, Patrick Wild, Michael Auerochs 6, Niklas Gerbing 2/1, Thomas Köhler 1, Manuel Erben 1, Fabian Eggen 5/3, Torsten Schmidt 2, Stefan Hofer, Marco Prenzel 1, Sebastian Wick

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