TSV Roßtal II – Tuspo Nürnberg 33:34 (19:14)

Nach so einem Spiel braucht es erstmal Erholung. Mit etwas Abstand der Bericht zum (fast) Spitzenspiel.

TSV Roßtal II gegen Tuspo Nürnberg. Ein Gradmesser, insbesondere für unsere Zwädde. Sind die Aufstiegsambitionen nach einer relativ soliden Hin- und einer bisher perfekten Rückrunde gerechtfertigt? Kann der Tabellenplatz 3 mit dem lange ungeschlagenen Tabellenplatz 1 mithalten? Darüber hinaus leitet das Spiel die entscheidende Phase der Saison ein. Wer hier Punkten kann, geht/bleibt an die/der Spitze der Tabelle und schafft sich damit eine sehr gute Ausgangslage für die letzten 5 Spiele der Saison. Nochmal zur Erinnerung: Die ersten beiden Plätze steigen auf.

Mit diesen Gedanken und mit dem äußerst spannenden Unentschieden aus dem Hinspiel im Hinterkopf startete die Zwädde motiviert und konzentriert wie nie in die Partie. Eine engagierte Abwehr und ungewohnt treffsichere Schützen (vom Rückraum Hennersdorf bis hin zum Außen Ortner) bildeten die Grundlage für eine frühzeitige Führung zum 8:3 in der 9. Spielminute. Wie erwartet ließ sich die routinierte Mannschaft des Tuspo Nürnberg jedoch nicht so leicht abschütteln und glich in der 21. Minute zum 11:11 aus. Aber die Zwädde lies nicht locker. Die gesamte Mannschaft zeigte, was sie kann und fast jeder trug sich in die Scorer-liste ein. Auch die Abwehr arbeitete, stetig abgesichert vom soliden Torhüter-Duo Brandscher/Schatz. Dieses Zusammenspiel führte zur -zumindest von Außen- komfortablen Halbzeitführung von 19:14.

In die zweite Halbzeit startete die Zwädde wie ausgewechselt. Kaum Durchschlagskraft, geringe Trefferquote -Auch dank der Leistungssteigerung unseres geliebten Beppo zwischen den gegnerischen Pfosten-, löchrige Abwehr. Das darf dir gegen eine so solide Mannschaft, wie den Tuspo Nürnberg, nicht passieren. Mit der Erfahrung und Ruhe des ersten Tabellenplatzes holten die Nürnberger schnell auf und spielten sich ihrerseits einen Vorsprung heraus (27:31, 52. Minute und 30:34, 57.Minute). Nur durch viel Kampf in den letzten Minuten gelang es der Zwädden noch einmal ranzukommen, aber auch hier zeigten sich einige technische Fehler und die gewohnte Abschlussschwäche, sodass man das Spiel nicht mehr drehen konnte. So leuchtete auf der Anzeigentafel das bittere, aber beidseitig verdiente, Endergebnis: 33:34.

Das Positive: Die Zuschauer auf den roßtaler Rängen sahen ein sehr gutes und faires Spiel. Die Zwädde konnte in der ersten Halbzeit zeigen, dass sie oben mindestens mithalten kann und die Aufstiegsambitionen gerechtfertigt sind. Das Problem für die Roschdler: Mit dieser Niederlage hat man den Aufstieg nicht mehr in eigener Hand. Die SpV Mögeldorf muss mindestens ein Spiel verlieren und die Zwädde alles gewinnen. Nur dann hat man Chancen auf Tabellenplatz 2. Nichtsdestotrotz ist bei verbleibenden 5 Spielen alles möglich. So oder so möchten Spieler und Trainer alles daransetzen, eine gute Saison zu einem noch besseren Abschluss zu führen. Es bleibt sich also nur zu freuen auf die nächsten, mit Sicherheit intensiven, Spiele unserer Zwädden!