Kategorie: 1. Mannschaft

TV Roßtal – TV Helmbrechts 32:37

Klaus Jahn sieht Schritt auch als Mahnung – TVR erneut sieglos

ROSSTAL – Der TV Roßtal muss sich einen neuen Trainer für seine Landesliga-Handballer suchen. Der bisherige Coach Klaus Jahn ist nach der 32:37-Niederlage gegen den TV Helmbrechts am Samstagabend überraschend zurückgetreten.

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Jahn, der schon vor Wochen wegen. einer ernsthaften Erkrankung bei zwei Spielen seines Teams nicht auf der Bank sitzen konnte, gab als Grund für die Entscheidung unter anderem seine angeschlagene Gesundheit an. „Ich muss jetzt kürzer treten, um wieder richtig fit zu werden“, sagte der 64-Jährige. Doch auch sportliche Gründe nannte Jahn, der vor seinem Engagement in Roßtal den SV 08 Auerbach zum Aufstieg von der Bayernliga in die 3. Liga geführt hatte. So habe er seine Mannschaft nach den jüngsten herben Niederlagen nicht mehr erreichen können. Die Roßtaler rangieren in der Tabelle der Landesliga Nord auf dem drittletzten Platz und schweben in akuter Abstiegsgefahr.
Die Handball-Verantwortlichen des TVR reagierten nach eigenen Worten geschockt. „Es ist sehr schade, dass er aufhört“, sagte der stellvertretende Abteilungsleiter Jochen Sichermann. Er hoffe nur, dass die Mannschaft dieses Signal verstehe und alles gebe, um den hinteren Tabellenbereich wieder zu verlassen. Auch Jahn betonte, er wolle mit seinem Rücktritt ein Ausrufezeichen setzen. „Ich hoffe, dass sich die Mannschaft dadurch wieder in die Pflicht genommen fühlt, denn sie hat die Fähigkeiten, den Klassenerhalt zu erreichen.“ Die Abteilungsleitung wollte noch am Sonntagabend darüber beraten, wie es weitergehen soll.
Die Partie gegen den TV Helmbrechts war für die Roßtaler das fünfte sieglose Spiel in Folge. Einmal mehr verschenkte der TVR selbst einen möglichen Erfolg. Zu viele technische Fehler auf Seiten der Roßtaler machten es den Gästen leicht, die zwei Punkte aus Roßtal zu entführen. Vor allem über die Außenpositionen gelangen dem TV Helmbrechts etliche Treffer. „Damit war die Niederlage programmiert“, sagte Jahn. Eine 18:15-Führung zur Halbzeit bauten die Gäste im Verlauf des zweiten Durchgangs bis auf 29:22 (41. Spielminute) aus. Damit war die Partie praktisch entschieden.
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TVR: Kurrer, Butze; Franke 7/2, Wild, Matthias 1, R. Gerbing, Brandscher 1, Schmitt 6, Gruber 3, Nepf 3, Stockfleth 5, Wick 6.

ASV 1863 Cham – TV Roßtal 30:20

10. November 2012           das Spiel der ersten Männer in Cham endete     31:21. –
09. März 2013                      das Spiel der ersten Männer in Roßtal endete    34:24. –
23. November 2013,         das Spiel der ersten Männer in Cham endete      30:20. –
 
Anscheinend ist dies eine Paarung in der ein 10-Tore Unterschied vorprogrammiert ist.
Die Roßtaler fuhren zum diesjährigen Hinspiel ersatzgeschwächt nach Cham. Vor allem mit Didi Mathias fehlte der Angriffsführer. Zusätzlich muss festgestellt werden, dass wohl eine der jüngsten Roßtaler Männermannschaft antrat. Die routinierten Chamer zeigten den Gästen sehr schnell, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten oder mußten. Der momentane Tabellenstand passt nicht zu den Möglichkeiten dieser Mannschaft.
Unsere Mannschaft war mental wohl noch in der Kabine. Zu viel überhastete und schlecht vobereitete Würfe und Aktionen gaben den Hausherren die Möglichkeit zu leichten Toren zu kommen. So kam es zu einem frühzeitigen vier Tore Vorsprung für die Chamer Mannschaft.
Wir kamen weiterhin nicht in die richtige Spur. Das Spiel blieb ungeordnet, mit zu wenig Druck. Jeder schob den Ball und die Verantwortung weiter. Auch Überzahlsituationen wurden fast kläglich vergeben. In der Abwehr wurde auf eine 5:0 + 1 umgestellt. Tahovsky wurde in Mannndeckung genommen. Fabian Graßl zog die Fäden und  war nicht in den Griff zu bekommen. Elf Fehlwürfe und acht Ballverluste durch Technik- und Passfehler in der ersten Halbzeit zeigen auch auf warum Cham zur Halbzeit mit 14:8 führte.
In der Pause wurden die Mängel angesprochen und darauf hingewiesen, dass man einen 6-Tore Vorsprung aufholen kann. Post SV hat es im letzten Spiel bei uns aufgezeigt.
Beide Mannschaften starteten schlecht in die zweite Halbzeit. Bis zur 40. Minute stand es nach zerfahrenen Aktionen 19:12. In den folgenden zehn Minuten verbesserte sich die Erfolgsbilanz auf beiden Seiten. Die Abwehr wurde auf eine 4:0+2 umgestellt, Graßl wurde auch in Manndeckung genommen. Dies machte der Heimmannschaft kurzzeitig Probleme, wobei es unserer Mannschaft gelang ein wenig, bis zum 24:19, aufzuholen.
Was dann aber in den letzten zehn Minuten ablief läßt sich nur schwer erklären. Ein komplettes (mentales?) Versagen. Der Faden war gerissen. Fünf weitere Fehlwürfe und drei gravierende Technik- und Abspielfehler waren Grund dafür, dass es zu diesem 10-Tore Vorsprung für die Gastgeber kam.
Kurrer, Butze; Franke (3), Wild, Fröschel, Stockfleth (1), Gerbing R., Potjans (3), Wick 6/1, Schmitt (1), Heldauer, Gruber, Brandscher (2), Nepf (4)

TV Roßtal – Post SV Nbg 35:35

Mit acht Toren lag der TV Roßtal im Derby der Handball-Landesliga Nord gegen den Post SV Nürnberg schon vorne, doch am Ende reichte es nur für ein 35:35. Eine Punkteteilung, die sich für die Roßtaler wie eine Niederlage anfühlt.

Eigentlich hatten die Roßtaler ganze zwei Wochen Zeit, um sich auf die Partie gegen den Aufsteiger aus Nürnberg vorzubereiten. Doch das Team des wieder genesenen Trainers Klaus Jahn, der die beiden vergangenen Spiele aus gesundheitlichen Gründen verpasst hatte, zeigte in den beiden Wochen nur begrenzten Trainingseifer. Immer wieder fehlten Spieler, vor allem auch die Torhüter, was eine optimale Vorbereitung erschwerte. „So etwas muss sich ja auf das Spiel auswirken“, sagte Jahn nach dem Remis gegen den Post SV.
Dabei hatten seine Spieler den Gegner über weite Strecken gut im Griff: Nach ausgeglichenem Beginn (8:7, 10. Spielminute) und einer zwischenzeitlichen 11:8-Führung der Gäste zeigten sich die Roßtaler von ihrer guten Seite, standen solide in der Defensive und verwerteten vorne ihre Möglichkeiten konsequent. Die Folge war eine 20:15-Führung zur Halbzeit. Etwa bei fünf Toren spricht man im Handball schon von einem komfortablen Vorsprung. Und weil die Roßtaler es dabei im zweiten Durchgang nicht beließen, sondern weiter mächtig Gas gaben und die Partie diktierten, stand es bald schon 27:18. Da waren nur noch 20 Minuten zu spielen. Doch der TVR verfiel in der Folgezeit in eine merkwürdige Lethargie. Von „unserem schon fast obligatorischen Aussetzer“ sprach Trainer Jahn hinterher. Vor allen Dingen im Angriff schluderten die Roßtaler fortan. Mehrere sehr gute Chancen blieben ungenutzt, dazu kamen in der Schlussphase noch zwei verworfene Siebenmeter. Die Gäste nutzten den Durchhänger der Gastgeber und kamen zunächst bis auf 32:28 heran. Dann nahm Jahn eine Auszeit. Doch im Gegensatz zum ersten Durchgang, als eine solche Maßnahme beim Zwischenstand von 8:11 noch gefruchtet hatte, verfehlte sie nun ihre Wirkung. Die Nürnberger holten weiter auf, kurz vor dem Ende hieß es 34:34.

Packendes Finish

In der packenden Schlussminute sahen die Roßtaler dann einmal mehr wie der sichere Sieger aus, nachdem sie 15 Sekunden vor dem Spielende durch einen artistischen Kempa-Trick, bei dem ein Spieler den Ball während des Sprunges fängt und direkt aufs Tor wirft, das 35:34 erzielt hatten. Allerdings gestatteten sie im Anschluss den Nürnbergern zur großen Enttäuschung der Heim-Fans doch noch den Ausgleich. „Wir brauchen jetzt nicht zu jammern, denn diesen Punktverlust haben wir uns selbst zuzuschreiben“, fand Jahn deutliche Worte, um dann noch einmal den Schwenk zur schwachen Vorbereitung zu machen: „Wie man trainiert, so spielt man. Ich hoffe, dass meine Spieler das jetzt auch verstanden haben.“
 

TVR: Butze, Kurrer; Franke 6, Wild, Mathias 8/3, Stockfleth 3, R. Gerbing, Brandscher 1, Wick 9, Gruber, Nepf 5, Schmitt 3

 
Rie/FN

TV Roßtal – TSV Allach 30:30

Nach einem 30:30-Remis gegen den TSV Allach bleiben die Landesliga-Handballer des TV Roßtal weiterhin im hinteren Mittelfeld der Tabelle. Das Ergebnis ging absolut in Ordnung.[Bilder]
Die letzten Minuten waren reine Nervensache. 30:29 führten die Gäste aus Allach und hatten, nachdem die Roßtaler ihrerseits den Ausgleich vergeben hatten, die Chance, mit ihrem 31. Treffer alles klar zu machen. Doch sie vergaben ihre Möglichkeit und Roßtal kam wieder an den Ball und war im Angriff.
Was dann folgte, nennt man im Handball Kempa-Trick. Eigentlich wird diese Variante gespielt, wenn eine deutlich in Führung liegende Mannschaft ihre Überlegenheit beweisen will. Ein Spieler passt zu seinem Mitspieler, der nach dem Absprung in der Luft stehend fängt und gleich wieder wirft. Das Risiko dabei ist hoch, doch der TVR spielte den Kempa-Trick bei einem Ein-Tore-Rückstand Sekunden vor Spielende. Die Freude über den so erzielten Ausgleich war entsprechend groß.
Es war das zweite Spiel in Folge, bei dem der Roßtaler Trainer Klaus Jahn krankheitsbedingt nicht an der Seitenlinie stehen konnte, doch diesmal zeigte sich seine Mannschaft gegenüber der vergangenen Woche, als es eine herbe 30:37-Niederlage gegen den TV Münchberg setzte, stark verbessert. Zwar ließen die Roßtaler noch immer zu viele Ballverluste zu, standen aber vor allen Dingen in der Abwehr deutlich besser als noch vor Wochenfrist.
Über die gesamte Spieldauer konnte sich keine Mannschaft entscheidend und über einen längeren Zeitraum absetzen. Zwar führten die Gäste aus dem Münchner Stadtteil während der ersten Halbzeit zwischenzeitlich mit 14:10, doch der TVR glich beim 15:15 wieder aus und auch zur Halbzeitpause war beim Stand von 17:16 für Roßtal alles ausgeglichen.
Auch nach dem Seitenwechsel lag zu keinem Zeitpunkt eine der beiden Mannschaften mit mehr als zwei Toren in Führung, und so lief alles auf eine spannende Schlussphase hinaus. Beim Stand von 27:26 wurde es immer turbulenter – mit dem bekannten Ausgang. „Wir haben uns einen wichtigen Punkt ergattert“, sagte der Roßtaler Spieler René Gerbing, der die Mannschaft erneut als Vertreter für Trainer Klaus Jahn betreute.
An den kommenden beiden Wochenenden ist der TVR spielfrei, ehe am 16. November der Aufsteiger vom Post SV Nürnberg zum Derby in der Roßtaler Mittelschulsporthalle antreten muss – ein Team, das in der Tabelle auf Augenhöhe mit den Roßtalern rangiert. TVR: Kurrer, Butze; Franke 3, Wild, Mathias 2, R. Gerbing, N. Gerbing 3, Brandscher 11/3, Gruber 5, Nepf 4, Stockfleth 2, Wick, Hirschsteiner 1, Potjans 1.
Riedel