Erschde gibt Führung aus der Hand – bittere Niederlage in Cham
Die Erschde musste sich am Samstagabend beim ASV 1863 Cham nach großem Kampf denkbar knapp mit 31:32 geschlagen geben. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung fehlten am Ende ersatzgeschwächt die Kräfte, um der starken Heimmannschaft bis zum Schluss Paroli bieten zu können. Eine Niederlage, die sich angesichts des Spielverlaufs besonders bitter und unnötig anfühlt.
Starke erste Halbzeit – Roßtal übernimmt das Kommando
Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Nach dem frühen Rückstand fand die Erschde schnell ins Spiel und hielt die Begegnung bis zum 9:9 offen. Anschließend übernahmen die Roßtaler zunehmend die Kontrolle. Vor allem Dominik Schmidt und Christian Krach sorgten mit ihren Treffern dafür, dass sich der TSV absetzen konnte.
In der Abwehr wurde um jeden Ball gekämpft und im Angriff wurden die Chancen konsequent genutzt. So erspielte sich Roßtal bis zur Halbzeit eine verdiente 19:14-Führung. Die Ausgangslage für die zweite Hälfte war damit vielversprechend.
Cham kommt zurück – die Kräfte schwinden
Nach dem Seitenwechsel kam die Heimmannschaft deutlich besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand Schritt für Schritt. Die Erschde hielt zunächst dagegen und konnte den Vorsprung immer wieder behaupten. Doch mit zunehmender Spieldauer machte sich die personell angespannte Situation bemerkbar.
Auch die Torhüter des TSV Roßtal fanden an diesem Abend leider nie wirklich ins Spiel und konnten der Mannschaft nicht den nötigen Rückhalt geben. In der 42. Minute gelang Cham schließlich der Ausgleich zum 23:23.
In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften um jeden Treffer kämpften. Christoph Nepf übernahm in dieser Phase Verantwortung und sorgte mit wichtigen Treffern dafür, dass Roßtal im Spiel blieb. Auch von der Siebenmeterlinie zeigte sich die Erschde sicher.
Zeitstrafe bringt Roßtal aus dem Rhythmus
In der 52. Minute musste die Erschde bei einer Zwei-Tore-Führung eine Zeitstrafe hinnehmen. Cham nutzte die Überzahl, um den Rückstand aufzuholen und die Partie wieder auszugleichen. Wenig später gingen die Gastgeber sogar in Führung.
Die Erschde ließ sich davon jedoch nicht unterkriegen. Christian Krach verwandelte in der 58. Minute einen Siebenmeter zum 31:30 und brachte Roßtal noch einmal in Führung. Doch Cham glich kurz darauf aus und erzielte nach einer Auszeit in den letzten Sekunden den entscheidenden Treffer zum 32:31-Endstand. In den letzten zehn Sekunden hatte die Erschde nochmal die Chance, in einer Überzahlsituation den Ausgleich zu erzielen. Die Situation wurde von den beiden Schiedsrichtern allerdings als Stürmerfoul gewertet, sodass der TSV mit leeren Händen da stand.
Hitzige Stimmung und großer Kampf
Die Atmosphäre in der voll besetzten Halle war über die gesamte Partie hinweg hitzig und emotional. Die Gastgeber wurden lautstark unterstützt und auch auf dem Feld ging es in der Schlussphase ordentlich zur Sache. Trotz der schwierigen Bedingungen kämpfte die Erschde bis zum Schluss und hätte sich für die gezeigte Leistung durchaus einen Punkt verdient gehabt. Dennoch muss auch in dieser Besetzung der Anspruch sein, es nicht auf die aller letzte Aktion ankommen zu lassen.
Am Ende steht eine unnötige Auswärtsniederlage, die angesichts der starken ersten Halbzeit besonders schmerzt. Nun gilt es, die Partie schnell abzuhaken und den Blick nach vorne zu richten.
Ein großes Dankeschön geht an alle mitgereisten Fans, die uns in Cham unterstützt und die Mannschaft lautstark angefeuert haben!
Ausblick: Heimspiel am Martinimarkt
Am kommenden Wochenende steht für die Erschde das nächste Heimspiel an. Im Rahmen des Roßtaler Martinimarkts empfängt der TSV die Mannschaft aus Helmbrechts/Münchberg. Vor heimischem Publikum will die Mannschaft wieder punkten und die nächsten zwei Punkte einfahren.
Wir freuen uns auf eure Unterstützung in der Halle!
Statistik
Torschützen TSV Roßtal: Dominik Schmidt (9/3), Christian Krach (8/3), Christoph Nepf (6), Dominik Bühler (4), Marcel Cisse (3), Simon Meßthaler (1), Alexander Brandscher, Kai Haltrich, Andre‘ Schramm, Bastian Meckl, Matthias Heckel, Emil Wilhelm, Ansgar Haubold.
Siebenmeter: 6/6.
Zeitstrafen: Christoph Nepf (2).
