Und jährlich grüßt der Gömmel – äh – das Murmeltier
Jedes Jahr gibt es den Zeitpunkt, wo der eigentliche Trainer unpässlich, die Tabellensituation angespannt und der Druck hoch ist. Diese Momente liebt und braucht er – dann kommt seine Zeit: Ingo Gömmel schnürt wieder seine Trainerschuhe, begrüßt die Mannschaft „herzlich“, lässt inflationär viele Burpees zur allgemeinen Freude machen, holt die 2 Punkte am Wochenende, verschwindet von der Bildoberfläche und gibt, wenn es der Terminkalender erlaubt, bei Heimspielen seine Weisheiten wie Gandalf wider (ähnliches Alter). So auch dieses Mal. Man musste gegen die SG Rödental gewinnen und tat dies. „Vidit, venit, vicit. Er kam, er sah, er siegte.“ Doch erst mal der Reihe nach…
Nach der bitteren Pleite in der Vorwoche gegen die Jungwölfe aus Rimpar, musste man schnell wieder den Kopf frei bekommen und sich auf das immens wichtige Spiel gegen die SG Rödental/Neustadt vorbereiten. Rödental lag vor dem Spiel 2 Punkte vor den Roschdlern. Im Hinspiel wurden sich die Punkte geteilt. Das Bittere war: man verlor eindeutig diesen einen Punkt. Nach einer 6 Tore Führung Anfang der zweiten Hälfte, fing man sich kurz vor Schluss noch den letzten Gegentreffer ein und fuhr bedient nach Hause. Man hatte also noch eine Rechnung offen. Man bereitete sich gewohnt gewissenhaft vor: vor allem auf Andreas Wolf (Obacht: nur mit einem „f“), welcher die Liga seziert und über 11 Tore im Durchschnitt pro Spiel wirft, wurde sich intensiv vorbereitet. Und es funktionierte: man hielt ihn bei lediglich „7“ Treffern – und diese musste er sich hart erkämpfen und brauchte zudem auch viele Würfe.
Die Anfangsphase wurde geprägt von guten Abwehrreihen und noch besseren Torhütern. Nach 18 Minuten stand es gerade erst mal 4:4. Schramm hielt immer wieder wichtige Würfe. Das war in der Phase auch sehr wichtig, da man selbst immer wieder klarste Bälle liegen ließ. Es war nicht der schönste Angriffshandball, dafür war das Spiel von harten aber meist fairen Zweikämpfen geprägt. Doch dann nahm das Spiel auch noch etwas Fahrt auf. In den letzten 10 Minuten fielen 16 Tore und man ging mit einem leistungsgerechten 12:12 in die Halbzeitpause. Marcel Cissé erzielte 4 Sekunden vor dem Pausentee den umjubelten Ausgleich.
Die Kabinenansprache lässt sich schnell zusammenfassen: „Es war nicht alles gut, aber auch nicht alles schlecht.“
Man solle sich noch konsequenter an den Plan halten, mehr Tempo machen und mehr Konzentration im Abschluss. Also voran.
Man startete ungewohnt fokussiert und konzentriert in den zweiten Spielabschnitt. Man hielt sich an Sensei Gömmel seine Vorgaben und zog Tor für Tor davon. In der 45 Minute stellte Wirbelwind Gruber durch einen Doppelschlag auf ungewohnter Rechtsaußenposition auf 23:17. Vorentscheidung? Irgendwie schon. Man hielt die ganze Zeit den Vorsprung zwischen 5 und 7 Toren. Es hätte deutlicher ausfallen können, doch Fortuna war nicht immer auf der Seite der Heimmannschaft (stimmt´s Timo?)
So konnte ein Sieg umjubelter Sieg eingefahren werden, doch er hätte entspannter sein können. Doch man möchte nicht klagen. Man gewann den direkten Vergleich und zog somit an Rödental vorbei. Nun steht man im Mittelfeld der Liga und kann etwas, aber nur etwas durchatmen!
Dieser Sieg war sehr wichtig und eine Sache ist wohl nun wieder sicher wie das Amen in der Kirche und es wird auf seinem Grabstein in Roßtals Krypta stehen: der Gömmel auf seinem weißen Schimmel (Pleonasmus) wird´s schon richten. So war es und so wird es auch nochmal kommende Woche sein, wenn die vermeintliche „Pflichtaufgabe“ gegen das punktlose Schlusslicht aus Waldbüttelbrunn II ansteht. Man muss das Spiel gewinnen – und jeder weiß: das macht es umso schwieriger. Man wird sich gewohnt gewissenhaft auf die Gegner einstellen und hoffentlich einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Danke für die gewohnt überragende Kulisse! <3
HAGW
