TSV Roßtal – SG Helmbrechts/Münchberg 34:23 (19:9)

Sch(t)ramme Burschen setzen ein ! im Abstiegskampf

Es gibt Tage, da passt einfach alles zusammen – und dieser Samstag war einer dieser Tage für den TSV Roßtal. Gegen die SG Helmbrechts/Münchberg konnten die Fürther Vorortler in eigener Halle einen souveränen Sieg einfahren, der nicht nur die 2 Punkte sicherte, sondern auch ein weiteres wichtiges Zeichen im Abstiegskampf setzte. Und dieser Sieg ist der Heimmannschaft sicherlich nicht in den Schoß gefallen. Das Roßtaler Lazarett nimmt mittlerweile immer größere Ausmaße an. Mit D. Bühler, Cissé und den Langzeitverletzten Haubold und Waßmann musste man auf 4 wichtige Stützen verzichten. Dass sich dann auch noch Airman eine direkte rote Karte pünktlich zur Halbzeit abholte, sollte das Unterfangen nicht unbedingt leichter machen. Aber vielleicht machten genau diese Umstände diese Leistungsexplosion aus. Aber wie gewohnt – erstmal der Reihe nach…

Das Team von Trainer Johannes Heufelder wusste von Beginn an, dass man gegen die Gäste aus dem Frankenwald eine konzentrierte Leistung abrufen musste. Und genau das tat die Mannschaft. Die Zusammenarbeit mit einem wirklich hervorragenden Trainer macht sich immer mehr bemerkbar. Man spielt intelligenter, setzt auf seine Stärken und versucht das Spiel immer mehr zu verstehen. Diese Professionalität geht durch den ganzen Verein und dies macht sich auch in der Kaderplanung bemerkbar. Der Kader bleibt zusammen und hat ein Ziel – doch das soll an dieser Stelle noch nicht interessieren.

Schon zu Beginn der Partie zeigte sich, dass die Gastgeber entschlossen waren, den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Die Führung wuchs kontinuierlich, während die Gäste mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Vor allem die ungewohnte Handhabung des harzigen Balls machte den Gästen zu schaffen. Es ist nervig. In einigen Hallen darf das geliebte Haftmittel benutzt werden, in anderen nicht. Und es sind eben fast zwei unterschiedliche Sportarten, wenn der Ball klebt oder nicht. Auf der anderen Seite ist es genauso „blöd“, wenn man nur Harz gewohnt ist und dann ohne spielen muss. Aber so ist es eben in der Oberliga. Diese Vorteile werden gegenüber solchen Mannschaften immer gerne genutzt. 

Trotz des mentalen Ausfalls von Marco Ehrmann bewiesen die Roßtaler, dass sie auch ohne ihren Spielmacher weiter effektiv agieren konnten. Besonders in der ersten Halbzeit zeigte sich das Team von seiner besten Seite. Mitte der ersten Hälfte führte Roßtal bereits mit 9:5 und bis zur 30. Minute legte die Mannschaft noch eine Schippe drauf, so dass beim Pausenpfiff ein komfortabler Vorsprung von 19:9 auf der Anzeigetafel stand. Die Gäste aus Helmbrechts/Münchberg waren zu diesem Zeitpunkt völlig von der Rolle und fanden nicht ins Spiel.

Die zweite Halbzeit begann für die Roßtaler ungewohnt souverän. Man ließ eigentlich zu keinem Zeitpunkt des Spiels nach und baute den Vorsprung aus. Natürlich war die Intensität nicht mehr ganz so hoch, was dem hohen Vorsprung geschuldet war, aber man ließ die Gegner auch nicht mehr in irgendeiner Art und Weise an einen Sieg oder Punktmitnahme glauben. Respekt! Vor allem das Tempospiel wurde in beeindruckender Manier das ganze Spiel durchgezogen, sodass auch jeder Spieler Tore erzielen konnte. Jedes Tor, jeder Punkt und jedes erfolgreiche Spiel ist kriegsentscheidend. Ein entscheidender Faktor für den Sieg war dabei auch die wieder einmal starke Leistung von Goalie André Schramm, der insbesondere vor dem Seitenwechsel viele wichtige Paraden zeigte und dadurch viele potenzielle Treffer der Gäste vereitelte und ihnen auch den Wind aus den Segeln nahm. Er erinnerte oft an einen jungen Wolf(f). Ob Andreas oder Hagen wird an dieser Stelle nicht weiter erläutert. 

Am Ende stand ein hochverdienter 34:23 Sieg an der Anzeigetafel. Mit diesem Sieg konnte Roßtal seinen sechsten Platz weiter behaupten, das Punkte ausgeglichen gestalten, weiter an der Tordifferenz arbeiten und den Abstand auf die Verfolger gleichhalten. Doch es ist noch lange keine Zeit zum Durchatmen. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist nicht groß. Man muss jedes Spiel weiter erfolgreich gestalten, um alles in eigener Hand zu haben. 

Gleich am Wochenende kommt es zum nächsten heißen Tanz bei den Mannen aus Marktsteft. Diese liegen 2 Punkte hinter dem TSV und haben das Hinspiel erfolgreich in Roßtal gestalten können. Es geht also um weit mehr als nur 2 Punkte – es geht um viel mehr: den Nichtabstieg, den direkten Vergleich, Prestige & eine Revanche!

#roschdlunited #hagw