TSV 2000 Rothenburg II – TSV Roßtal II 36:29 (18:14)

Saisonauftakt missglückt – Mit zwei Niederlagen startet die Zwädde in die BOL-Saison. Die gute und schlechte Nachricht: In beiden Spielen war mehr drin.

Kleiner Nachtrag zum Saisonauftakt in heimischer Halle gegen den Tuspo Nürnberg: In einem umkämpften Spiel gegen den altbekannten Mitaufsteiger hielt man die meiste Zeit mehr als nur mit, führte über weite Strecken des Spiels, konnte sich aber nie absetzen. Zum Schluss bestraften die Nürnberger dieses Versäumnis eiskalt. Roßtal hatte in der Schlussphase nicht mehr die nötige Sicherheit. Der Tuspo dagegen zeigte die Souveränität, die sie auch schon im letzten Jahr zur Meisterschaft geführt hatte und dominierte das Spiel in den Schlussminuten (Endergebnis: 24:26). Immerhin konnte Niclas Zapf mit überzeugender Leistung am Zapfhahn seinem Namen alle Ehre machen und so dem Publikum etwas Besonderes bieten. Freut euch auf weitere spektakuläre Aktionen am Heimspieltagen. Sonntag ist Zwädde-Tag!

In Rothenburg zeigte sich ein anderes und doch im Ergebnis ähnliches Bild. Die roßtaler Zwädde begann, wie sie das erste Saisonspiel beendet hatte: Unsicher, fehlerbehaftet und wackelig in der Abwehr. Der TSV Rothenburg II wusste das souverän auszunutzen und legte deutlich vor. Etwa zur Hälfte der Hälfte stand es bereits 13:5. Nur mit viel Engagement und Kampfgeist schaffte es die Zwädde Stück für Stück aufzuholen. Rothenburg ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und brachte eine 18:14 Führung in die Halbzeitpause.

Nach der Pause folgte die stärkste Phase der roßtaler Zwädden. Vor allem die (teilweise) jungen, wilden aus unserer Erschden (Basti, Elo, Luki, Timo x3) setzen die Rothenburger durch einen offensiv ausgelegten Abwehrverbund stetig unter Druck und zwangen die Heimmannschaft zu Ballverlusten. Durch konsequente erste und zweite Welle arbeitete sich die Zwädde so auf ein 22:20 in der 42. Minute heran.

Doch nun folgte eine bittere BOL-Lehre:  15 Minuten Kampf reichen in dieser Liga nicht aus, um ein Spiel zu gewinnen -egal wie sehr man sich das Kinn aufreißt. Ähnlich wie bereits gegen den Tuspo Nürnberg, nahm in der letzten Viertelstunde der Zwädde-Gegner das Spiel in die Hand. Durch kleine taktische Anpassungen gelang es den Rothenburgern die offensive Abwehr immer häufiger und ohne große Mühe zu durchbrechen. Hinten ließen sie wenig anbrennen und vorne zeigten sie sich abgebrüht. Trotz guter Leistung des roßtaler Keepers Lenni R., konnte der TSV Rothenburg II das Spiel letztendlich deutlich für sich entscheiden.

Das Positive aus Sicht der Zwädden: Vielleicht wäre es auch ohne den missglückten Start schwierig geworden, aber obwohl die Zwädde deutlich unter ihren Möglichkeiten blieb, konnte man sich zweimal herankämpfen. Bisher fühlt man sich also nicht chancenlos in der höheren Klasse. Allerdings gilt es, sich möglichst schnell zu steigern und das auf die Platte zu bekommen, was man sich in der Vorbereitung vorgenommen hat. Dann muss sich die Zwädde am kommenden (Samy’s-Schnittchen-) Sonntag auch nicht vor dem starken HBC Nürnberg II verstecken.