Derbysieger, Derbysieger, Derbysieger – hey – hey
Vor einigen Wochen wurden Sonntagsspiele vom anonymen Reporter noch verflucht. Man war sich im Kollektiv einig, dass man an solchen Tagen zu solchen Zeiten keinen kompetitiven Sport ausüben sollte. Zu schlecht waren die Erinnerung an das letzte Spiel in Rimpar, wo man sang- und klanglos wie Daniel Küblböck unterging. (Darf er das?) Doch das Derby der beiden Absteiger aus der Regionalliga verlief erfolgreich, hitzig und voller Emotionen. Doch wie gewohnt: erstmal der Reihe nach…
Lauf-Heroldsberg vs. Roßtal. Ein Derby, fast so alt wie der Sport selbst. Man kennt sich, weiß um die Schwächen des Anderen und will unter keinen Umständen verlieren. Coach Wlady mahnte an das schnelle Umschaltspiel. Auch bereitete man sich intensiv auf eine Manndeckung vom Denker und Lenker Ehrmann vor. Und siehe da – es sollte funktionieren.
Vor dem Spiel waren die Ausgangssituationen der beiden Teams etwas unterschiedlich. Roßtal im unteren Drittel der Tabelle – Lauf im oberen Drittel. Es war also klar: ein Sieg MUSSTE her! Wilhelm bekam das grüne Licht zu werfen was der Arm hergibt! Und es sollte am Anfang alles nach Plan laufen. Wilhelm erzielte die umjubelte Führung zum 3:1. Seine Wurfgefahr öffnete Räume, die Bühler und Co. zu nutzen wussten. Tore vom Kreis, Durchbrüche oder fällige Strafwürfe fanden immer wieder ihr Ziel, sodass die Gäste aus der Marktgemeinde Tor um Tor davonzogen! Es hätte auch noch deutlicher ausfallen müssen? Klare Bälle ließ man liegen und in der Abwehr war man immer wieder einen Schritt zu spät, sodass die Paraden von Schramm wenig brachten, weil es immer wieder Siebenmeter gab. Ganze 9-mal ging Lauf an die Linie. 8-mal fand der Ball den Weg ins Tor. Schaffte man es fair zu verteidigen, fanden die Hausherren kaum ein Mittel Tore zu erzielen! So hätte man 3 Sekunden die Chance gehabt auf 6 Tore davonzuziehen, aber Haubold jagte das Runde knapp über das Tor. So ging man mit einem beruhigenden Zwischenstand von 15:10 in die Halbzeitpause – Teatime.
Wer glaubte, dass der berühmte Drops gelutscht sei, kennt die berühmten Schwächephasen des TSV Roßtal nicht. Coach Wlady wollte einen ruhigen Spielaufbau mit klaren Chancen sehen. Doch wie zu erwarten, bäumten sich die Tigerenten aus Lauf nochmal auf und sollten das Spiel nochmal spannend machen.
Aus einem 16:10 wurde nochmal ein 23:21. Man gab die Führung nie her, verwarf aber einige Bälle, bekam fragwürdige Zeitstrafen und verlor etwas den Zugriff in der Abwehr, sodass die Rückraumakteure der Heimmannschaft leichte Tore erzielen konnten. Doch als das Spiel zu kippen begann waren Schramm, Ehrmann, Haubold und Cissé zu Stelle, welche wichtige Paraden und Tore in Clutch-Momenten beisteuerten. Auch den direkten Ausschluss von Senior Schmidt steckte man gut weg. Er war am Ende erfolgreichster Werfer der Gäste mit 9 Toren und einer bärenstarken Quote vom Siebenmeter-Strich! (Das Training zahlt sich aus).
Am Ende ließ man sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und gewinnt verdient mit 31:27. Zwar konnte man nicht beide Halbzeiten gleich souverän gestalten, konnte aber unter Druck bestehen und ein enges Spiel wieder offener gestalten! Ein wichtiger Sieg für die Statistik und für die Moral der Mannschaft! So kann und wird es hoffentlich weitergehen!
Wieder einmal bedankt sich die Mannschaft bei den mitgereisten Fans für die lautstarke Unterstützung! Wir sehen uns wieder am 01.11.25 zur Primetime in der Mittelschulhalle, wenn es um die nächsten 2 Punkte gegen Marktsteft geht! Will man weiter ein Wörtchen mitreden, muss ein Sieg her.
Lupus ab austria
