MTV Stadeln – TSV Roßtal 23:29 (10:13)

Ein Schritt in die richtige Richtung – mehr aber nicht

Eine turbulente Woche fand ihren Höhepunkt in einem umkämpften Sieg gegen den Lokalrivalen MTV Stadeln. Nachdem in der Woche ein Wechsel von (Ex)-Coach Makowiejew auf Interims-Trainer Johannes Heufelder erfolgte, hatte man nicht viel Zeit miteinander zu arbeiten. Roßtal musste unbedingt gewinnen, um nicht gänzlich die Kontrolle über den Saisonausgang abzugeben. Unter Druck entstehen Diamanten – er ist zwar noch nicht lupenrein, aber er wurde geformt? Aber wie gewohnt erstmal der Reihe nach…

Roßtal und der erste Schneefall – es ist eine immer wieder sich wiederholende Geschichte. Die Mannschaft spielte über den gesamten Saisonverlauf nicht ihr gesamtes Potenzial aus und findet sich im Tabellenkeller der Oberliga Nord wieder. Die Gefahr des Durchreichens in die Bezirksoberliga ist real und auch ein „worst case“ Szenario. Man musste reagieren und beruft den erfahrenen und doch jungen Heufelder interimsweise an die Seitenlinie des TSV Roßtal. Aber lange Zeit, um neue Abläufe oder ähnliches zu erarbeiten blieb nicht. Man wollte sich auf die absoluten Grundlagen fokussieren – einen schnellen Ball und „den Mann unter Buben“ Bühler anspielen – that´s it.

Man trifft auf den MTV Stadeln. Aufsteiger aus der BOL gegen Absteiger aus der Regionalliga. Eigentlich eine klare Sache. Aber das war die Saison schon öfter der Fall und daher steht man punktgleich mit dem Lokalrivalen im Tabellenkeller. Ein absolutes „do or die game“ – ein 4 Punkte Spiel – saisonentscheidend – Druck immens.

Und dieser Druck machte sich am Anfang bemerkbar. Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen und so war die Anfangsphase von Zweikämpfen und Nervosität geprägt. Durch eine starke Abwehr und einen gut aufgelegten Fabian Bühler konnte man Selbstvertrauen tanken. Der einfache Handball mit der Devise Dominik Bühler anzuspielen, funktionierte sehr gut. Man bekam insgesamt 9 Strafwürfe zugesprochen und erzielte auch viele Tore über den Kreis. So der Plan – und dieser ging auf. Aber auch die Hausherren aus Fürth gaben nie auf und gestalteten das Spiel eng. So ging man mit einer 3 Tore Führung in die Halbzeit!

Wichtig war, dass man den guten Spielfluss auch und vor allem am Anfang der zweiten Halbzeit beibehielt! Viele Spiele dieser Saison gingen in den ersten 10 Minuten der zweiten Hälfte verloren, weil man einfach den Faden verlor und zu oft kopflos agierte.

Dies sollte dieses Mal nicht der Fall sein. Man konnte sich relativ schnell auf 6 Tore absetzen, verlor aber dann doch etwas wieder die Kontrolle und ließ das Spiel eng werden. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Saisonspielen behielt man einen kühlen Kopf und konnte die Führung behaupten und am Ende einen verdienten, aber auch hart umkämpften Auswärtssieg sein eigen nennen.

Einmal durchatmen, ein verdientes Bier trinken und am Montag ein kurzes Siegerfussi. Mehr Zeit bleibt nicht. Der Jahresabschluss steht bevor – es geht gegen die Mannschaft aus Hochfranken, die mit einer ausgeglichenen Bilanz von 10:10 Punkten im gesicherten Mittelfeld steht – da will und muss man hin! Daher ist man weiterhin zum Siegen verdammt! Und man muss außerdem auch einfach mal wieder ein Heimspiel vor den besten Fans der Liga gewinnen! #wepromise

HAGW