TSV Roßtal – SG Auerbach/Pegnitz 24:30 (12:11)

Klima-Krise

Endlich wieder Handball. Nach einer langen Winterpause stand das erste Heimspiel und somit der Auftakt in die immens wichtige Rückrunde an! Nach 2 Siegen in Folge im Dezember konnte man wieder in unmittelbare Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen kommen. Mit Auerbach kam aber auch eine sehr gestandene Mannschaft ins sehr verschneite Mittelfranken. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleitung hätte man das Spiel erfolgreich gestalten und sich erfolgreich für die Hinspielniederlage revanchieren sollen. Wie man erkennen kann, ist der vorangegangene Satz im Konjunktiv geschrieben. Also wäre wäre Fahrradkette.

Aber wie gewohnt: erst einmal der Reihe nach…

Zu ungewohnter Uhrzeit – 20:30 Uhr – wurde das Spiel angepfiffen. Frau Holle ließ ordentlich die Kissen schütteln und das dadurch entstandene Schneechaos und Unfälle sorgten für einen verspäteten Spielbeginn. Das Wichtigste aber zuerst: mehr als Blech wurde nicht beschädigt!

Trotz dieser Widrigkeiten solle sich die Mannschaft fokussieren und die in der Woche besprochenen Punkte und Themen umsetzen! Aggressives, aber cleveres Verteidigen und einen schnellen, aber kontrollierten Angriff spielen! „Wenn wir die Pass- und Fangqualität hochhalten, werden wir die 2 Punkte in Roschdl behalten!“ so Coach Heufelder!

Der verspätete Spielbeginn war bei beiden Mannschaften zu spüren und sehen. Der berühmte Sand im Getriebe. Viele technische Fehler, ob eines glatten Balles wie die eisigen Straßen? In Butter gegriffen? Eher nein – das waren Unkonzentriertheiten. Aber eine aggressive Abwehr – angeführt von Veteran Schmidt – und ein gut aufgelegter Schramm hielten die Erschde im Spiel! Auch wenn der Angriffshandball schwierig anzuschauen war, war das Tempospiel gut! Viele einfache Tore waren das Resultat! Mit 2 guten Aktionen kurz vor dem Pausentee konnte man mit 12:11 in die Halbzeit gehen!

Der Coach war sowohl mit dem Angriff als auch der Abwehr nicht zufrieden!

Zu viele technische Fehler – zu viele Fehlwürfe – Videoanalyse aus der Vorwoche für die Katz? Diese Punkte wurden peripher angesprochen. Das gute an der ersten Halbzeit war: schlechter konnte man nicht Angriff spielen, oder?  Die Erschde bewies, dass es doch möglich war. K*rwa.

Bis zur 40 Spielminute konnte man seine Führung verteidigen. Es wäre aber so viel mehr möglich gewesen. Fast alle 50:50 Entscheidungen traf man falsch und so brachte man die Gäste aus der Oberpfalz wieder ins Spiel. Allen voran war David Klima für die Roßtaler Krise mit verantwortlich. Aus diversen Lagen traf der ehemalige Drittligaspieler und ließ in entscheidenden Momenten die Hoffnungen der Heimmannschaft platzen wie Seifenblasen. Insgesamt erzielte er 13! Tore. Und das aus Situationen, auf die man sich eigentlich vorbereitet hatte. Mehr als ärgerlich.

So stand es durch den Bullen Bühler in der 40 Minute 17:15. Doch durch eine zumindest fragwürdige 2 Minuten-Strafe gegen Capitän Nepf wendete sich das Blatt gegen die Gastgeber. Vorne wurde immer hektischer gespielt und man stand sich immer wieder auf den eigenen Füßen und bekam als Konsequenz nun selbst schnelle und einfache Gegentore. So schwammen die Felle langsam aber sicher davon. Auch die notwendige Auszeit fruchtete nicht. So bauten die Gäste das Spiel kontinuierlich aus und am Ende stand eine mehr als vermeidbare 24:30 Niederlage in den Büchern.

Puh. Schwierig. So war auch die Stimmung nach dem Spiel in der Kabine. Es war nicht alles schlecht. Aber vieles – und so kann man sich nicht in eigener Halle verkaufen, wenn man die Ambitionen hat NICHT abzusteigen. Nun heißt es die Woche hart an sich arbeiten und vor allem mit Köpfchen zu agieren, aber diesen auch frei zu bekommen. Am Wochenende gastiert man beim mehr als starken Aufsteiger HC Forchheim, welche aktuell den 3. Tabellenplatz belegen. Das Hinspiel wurde auch zu deutlich am Ende verloren. Eine schwere Aufgabe steht also bevor. Viele altgediente Drittligaspieler aus Erlangen-Bruck mit jeder Menge Erfahrung stehen im gegnerischen Kader. Man ist gewarnt und MUSS eine Reaktion zeigen, sonst wird die Luft dünn wie am Mount Everest.

HAGW