Start – Ziel – Sieg
Dass Pflichtaufgaben nicht immer leicht zu erledigen sind, weiß wohl jeder. Es kann nerven, aber sie müssen gemacht werden. Und wenn man es versaut, ist es doppel-ärgerlich und eigentlich ist es aus Roßtaler Sicht verboten zu verlieren. Aber das ist nur ein worst case szenario, das abgebildet wurde. Praktisch hat man seine Hausaufgaben – zur Freude aller – mehr als erfolgreich gestaltet. Ein nie gefährdeter Start-Ziel-Sieg stand am Ende in den Büchern. Man hat viel für seine Tordifferenz getan, alle haben viel gespielt und man ist nun im sicheren Mittelfeld der Liga. Wobei das Wort „sicher“ mit Vorsicht genossen werden muss. Doch wie gewohnt erstmal der Reihe nach…
Man gewann in der Vorwoche gegen Konkurrent Rödental/Neustadt mehr oder weniger souverän und diesen Aufwind galt es in das nächste vermeintlich „leichte“ Auswärtsspiel mitzunehmen. Man schaute Video, versuchte bei der zweiten Garde von Waldbüttelbrunn eine Spielidee zu entdecken und kam zu dem Schluss mit einer defensiven 5:1 Deckung und einem schnellen Tempospiel zum Erfolg zu kommen! Der Innenblock um die Gebrüder Nepf wurde darauf geimpft sehr passiv zu agieren und sich nicht durch die wahrscheinlich langen Angriffe aus der Reserve locken zu lassen. Beim Kreis bleiben und geduldig sein. Der Rest wird schon folgen…
Im heutigen Spiel trat das Team aus Roßtal in einer beeindruckenden Form auf und ließ dem Gegner keine Chance. Schon zu Beginn der Partie war klar, dass Roßtal heute nicht nur die Punkte holen wollte, sondern mit einer konstanten Leistung überzeugen wollte. Die Mannschaft machte von Anfang an einen konzentrierten Eindruck und spielte mit einer hohen Intensität.
In der Abwehr stand Roßtal in einem aggressiven, aber geduldigen 5:1-System, das die gegnerische Offensive immer wieder vor Probleme stellte. Besonders hervorzuheben war die Leistung von Speerspitze Haltrich, der mit seiner Präsenz und seinem Einsatz in der Defensive die gegnerischen Angriffe effektiv neutralisierte.
In der Offensive zeigte sich Roßtal extrem flexibel, sowohl in der ersten als auch in der zweiten Welle. Immer wieder fielen schnelle Tempogegenstöße und Tore aus der ersten sowie der zweiten Welle, die den Gegner überforderten. Trotz des klaren Vorsprungs gab es kurz zu Beginn der zweiten Halbzeit einen kleinen Durchhänger. Technische Fehler und fehlende Konzentration ermöglichten dem Gegner einige einfache Tore, doch Roßtal ließ sich nicht beirren.
Ein wichtiger Wendepunkt war der starke Auftritt von Torwart Bühler, der mit einigen parierten Bällen nicht nur das Team im Spiel hielt, sondern auch der Mannschaft neuen Schwung gab. Mit mehr Fokus und der gewohnten Defensivstärke setzte sich Roßtal wieder ab und baute den Vorsprung kontinuierlich aus.
Am Ende stand ein klarer 44:21-Sieg zu Buche – ein verdienter Erfolg, der nie in Gefahr geriet. Roßtal zeigte sich in allen Belangen überlegen und setzte sich mit einer überragenden Leistung durch.
Nun hat man eine Wochen Zeit etwas zu regenerieren bevor es zum heißen Derby gegen den Mitabsteiger aus der Regionalliga Lauf/Heroldsberg geht. Beide Mannschaften spielen nicht die Rolle in der Liga, welche sie gerne inne hätten und spielen um den Klassenerhalt. Das Hinspiel gewann man. Es war aber gewohnt hitzig und ein 7-Meter Festival. Man wird an Stellschrauben drehen und alles dran setzen auch das dritte Spiel in Folge erfolgreich zu gestalten. Wenn das gelingt, steht man im gesicherten Mittelfeld.
HAGW
