TVR kann nicht mehr absteigen
Der vorletzte Spieltag brachte die Entscheidung: Ein 31:25 über den TV Gerolzhofen hat den Landesliga-Handballern des TV Roßtal den Klassenerhalt gesichert. Vor allem die beiden Torhüter überzeugten.
Die Freude der Roßtaler war umso größer, weil sie mächtig hatten kämpfen müssen. Denn der Tabellenletzte aus Gerolzhofen, der bereits als Absteiger feststeht, wehrte sich tapfer. Allerdings waren die Roßtaler gerade im ersten Durchgang nicht auf der Höhe ihres Schaffens. „Wir haben den Gegner unterschätzt“, gestand TVR-Trainer Klaus Jahn hinterher unumwunden ein. „Und das hat man dann auch auf dem Spielfeld gesehen.“
Im ersten Durchgang konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen, die Führungen wechselten. Zum Halbzeitpfiff hatten die Gastgeber dann jedoch einen Zweitore-Vorsprung herausgeworfen, was Jahn zu einer etwas intensiveren Kabinenpredigt zwang. Ich habe ihnen im Prinzip nur gesagt, dass sie den Gegner endlich ernst nehmen sollen“, so Jahn. Die Roßtaler folgten dieser Ansage im zweiten Durchgang, wenn auch mit Verspätung.
Bis zur 40. Minute blieb der Schlendrian noch im Spiel des TVR, aber ab dem Stand von 18:18 besserte sich das. Die Abwehr verhielt sich nun deutlich aktiver und aggressiver, spekulierte stets auf den Ballgewinn. Daraus resultierten wiederum einfache Tempogegenstöße, die dann auch meistens ihr Ziel fanden. Innerhalb einer Viertelstunde bauten die Roßtaler ihre Führung bis auf 29:23 (55.) aus, was gleichzeitig die Entscheidung bedeutete.
Am kommenden Wochenende steht noch eine Partie aus. Dann müssen die Roßtaler zum mittelfränkischen Derby nach Ansbach. Für beide Teams geht es dabei sportlich um nichts mehr, sondern lediglich ums Prestige. Wir können uns mit einem Sieg theoretisch noch um einen Platz nach vorne verbessern“, sagte Jahn mit Blick auf das nächste Spiel. Deshalb wollen wir da noch einmal ernsthaft an die Sache herangehen.“
Roßtal: Kurrer, Blaßneck – Franke 5, Schmidt 3, Matthias 6/2, Stockfleth 1, Brandscher 8/1, Wild, Roth, Hartmann 1, Schoberth 2, Nepf 1
Riedl/FN
Zum Bericht aus Gerolzhofen [klick]
Kategorie: 1. Mannschaft
TV Roßtal – HSG Fichtelgebirge 34:31 (16:15)
TVR kommt Ligaverbleib ein gutes Stück näher
Einen eminent wichtigen 34:31-Sieg haben die Handballer des TV Roßtal gegen die HSG Fichtelgebirge eingefahren. Im Abstiegskampf der Landesliga Nord bleibt aber weiterhin alles offen.[Bilder]
Weil seine Mannschaft bei einer Niederlage eine denkbar schlechte Ausgangslage gehabt hätte, war Klaus Jahn nach der Partie umso erleichterter. Klar ist uns ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte der Trainer des TV Roßtal. Aber trotzdem will ich mich gar nicht so sehr auf die Tabelle fixieren, sondern mich gleich auf das nächste Spiel konzentrieren.“ In der Tat verschaffte der Sieg dem TVR vor den letzten beiden Saisonspielen etwas Luft. Holen die Roßtaler aus den Partien gegen das Schlusslicht Gerolzhofen und den Tabellenvorletzten Ansbach die vollen Punktezahl von vier Zählern, dann haben sie weder mit dem Abstieg noch mit der Abstiegsrelegation etwas zu tun. Ein machbares Restprogramm, doch Jahn warnte davor, die beiden letzten Spiele auf die leichte Schulter zu nehmen: Wir dürfen uns jetzt nicht so präsentieren als ob wir dächten, das ist jetzt alles so leicht.“
Mit der nötigen Ernsthaftigkeit gingen die Roßtaler zumindest in die Partie gegen die HSG Fichtelgebirge, einer Spielgemeinschaft aus dem TVO Marktredwitz und dem VfL Wunsiedel. Mit von der Partie war auch Rückraumspieler Sebastian Schuh, der zuletzt wegen Knieproblemen pausiert hatte und diesmal voll durchspielte. Dafür fehlten Nico Roth und Andreas Schoberth.
Obwohl die Roßtaler im ersten Durchgang drei Siebenmeter und 13 weitere Abschlüsse ungenutzt liegen ließen, lagen sie zum Seitenwechsel mit 16:15 knapp vorne. Allerdings hatte der Vorsprung zwischenzeitlich schon einmal drei Tore betragen. Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass wir unseren Gegner eigentlich im Griff haben, aber an der Chancenverwertung noch arbeiten müssen“, sagte Jahn nach der Partie.
Sein Team startete in die zweite Hälfte noch unkonzentriert, und es blieb aufgrund von Abspielfehlern zunächst bei dem knappen Vorsprung. Jahn ließ dann den Mittelmann des Gegners in Manndeckung nehmen, so dass sich die Partie langsam zu Gunsten der Gastgeber wendete. Allerdings agierten die Gäste über fast die gesamte Spielzeit mit nur einem Auswechselspieler.
Roßtal zog in der Folge bis auf 30:24 davon, was sieben Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung bedeutete. Danach betrieben die Gäste noch ein wenig Ergebniskosmetik. Jahn blickte nach der Partie schon auf das Spiel in Gerolzhofen am kommenden Samstag. Dort müssen wir wieder alles auspacken“, sagte der Roßtaler Trainer, denn wenn wir dort gewinnen, dann dürfte die Sache für uns wahrscheinlich gelaufen sein.“
Roßtal: Neukirchen, Kurrer; Franke 6, Schmidt 5, Stockfleth 1, Wild, Schuh 4, Brandscher 5, Polster, Hartmann 1, Hirschsteiner 5/4, Nepf 7.
Riedl/FN
TSV Winkelhaid – TV Roßtal 32:27 (15:11)
Für den TVR wird es eng
Nach der 27:32-Niederlage beim TSV Winkelhaid stecken die Handballer des TVR weiter mitten im Abstiegskampf der Landesliga Nord. [Bilder]
Wieder einmal zogen sie sich achtbar aus der Affäre, und wieder einmal war der Gegner aus den oberen Gefilden der Tabelle am Ende schlicht zu stark für die Roßtaler. Winkelhaid agierte mit seinem überragenden Rückraum unglaublich konstant über die gesamte Spielzeit. Der TVR hingegen leistete sich einige Aussetzer und wurde dafür prompt bestraft.
Niemals lagen die Roßtaler in Führung. Einen schnellen 3:8-Rückstand konnten sie beim 9:9 egalisieren. Da hat man gesehen, dass die Mannschaft lebt“, sagte Trainer Klaus Jahn. Ein paar Mal gelang es den Roßtalern in der Folge noch, zu den Winkelhaidern aufzuschließen. Doch dann versagten in den wichtigen Momenten zu oft die Nerven.
Ich habe den Spielern in der Halbzeit gesagt, dass wir das noch umbiegen können“, verriet Jahn nach dem Spiel. Und in der Tat kam der TVR nach Wiederanpfiff beim Stand von 18:16 noch einmal bis auf zwei Treffer heran. Doch dann waren es Abspielfehler und Nachlässigkeiten im Abschluss, die den Gastgebern vier Treffer am Stück zum 22:16 ermöglichten. Damit war die Partie gelaufen. Alleine in den letzten 20 Minuten ließen die Roßtaler noch neun Würfe frei vor dem gegnerischen Torwart ungenutzt. Ein Wert, mit dem man in der Landesliga gerade gegen gute Teams nicht gewinnen kann.
Am kommenden Spieltag geht es zu Hause gegen die HSG Fichtelgebirge, die im Niemandsland der Tabelle auf Platz sechs steht, um eine gute Ausgangslage für die letzten beiden, entscheidenden Spieltage. Das ist ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen müssen“, sagt Jahn.
Roßtal: Neukirchen, Kurrer; Franke 6, Schmidt 5, Matthias, Roth, Wild, Brandscher 7/2, Polster 4/1, Hartmann 1, Schoberth 1, Nepf 2, Stockfleth 1
Riedl/FN
TV Helmbrechts – TV Roßtal 23:26 (11:12)
TVR beweist starke Nerven
Handball-Landesligist gewinnt sogenanntes Vier-Punkte-Spiel
Im Spiel beim zuvor punktgleichen TV Helmbrechts haben die Landesliga-Handballer des TV Roßtal zwei eminent wichtige Punkte im Abstiegskampf geholt. Am Ende hieß es 26:23 (11:12) für die Mannschaft von Trainer Klaus Jahn. [Bilder]
Trotzdem geht es im hinteren Mittelfeld der Tabelle weiter eng zu, und die Roßtaler stecken noch mittendrin im Kampf gegen den Abstieg. Den Tabellensiebten und den Zwölften trennen dabei nur sechs Pünktchen. Angesichts dieser Konstellation war der Sieg beim direkten Tabellennachbarn umso wichtiger, zumal auch die Helmbrechtser im Vorfeld der Partie auf ihrer Homepage von einem Vier-Punkte-Spiel“ gesprochen hatten. Diese virtuellen vier Punkte hat sich nun der TVR geholt.
Und das dank einer konzentrierten und geschlossenen Mannschaftsleistung, aus der Thorsten Neukirchen zwischen den Pfosten und Sören Hirschsteiner als Spielmacher im Angriff noch herausragten. Verzichten musste Jahn auf Rückraumspieler Sebastian Schuh, der nach seiner erneuten Knieverletzung noch nicht wieder fit ist, und auf Dietmar Matthias, der Rückenprobleme hat.
Im ersten Durchgang lief es noch ein wenig zäh, doch der TV fand über eine aggressiven und stets auf Ballhöhe agierende Defensive recht gut in die Partie. Vor allem das im Helbrechtser Spiel so beliebte Kreisanspiel wussten die Gäste immer wieder zu verhindern, sodass schon zum Seitenwechsel ein, wenn auch knapper Vorsprung für den TVR auf der Anzeigentafel stand.
Nach Wiederanpfiff gelang dem TVR dann ein Zwischensprint auf 20:16. Wir haben uns gut bewegt und das clever gemacht“, sagte Jahn. Damit war die Partie dann auch im Grunde entschieden, denn Roßtal verstand es. den Vorsprung geschickt zu verwalten.
Die Roßtaler sind nun zwei Wochenenden spielfrei. Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn wir direkt hätten weitermachen können“, meint Jahn. Nach der Pause wartet mit dem TSV Winkelhaid der Tabellendritte, bei dem aber offenbar der Wurm drin ist. Der TSV hat seine Zielsetzung, den Aufstieg, schon jetzt so gut wie verfehlt, auf der Vereinshomepage wurde zuletzt in einem Spielbericht harsche Kritik am Team geübt, dem einfach die Bayernliga-Reife abgeht“. Dementsprechend motiviert will Jahn nach Winkelhaid fahren. Ich sehe uns da keineswegs chancenlos“ , sagte der TVR-Coach.
TV Roßtal: Neukirchen, O. Brandscher -Franke 6, Schmidt 2, Wild, A. Brandscher 4/1, Polster 1, Hartmann 2, Schoberth, Erben, Hirschsteiner 10/3, Nepf 1.
Riedl/FN
TV Roßtal – ASV Cham 34:24 (22:12)
Mit einer Portion Adrenalin zum Sieg
Der TV Roßtal verkraftet sogar den Ausfall seines Torjägers
Mit einem in dieser Deutlichkeit überraschenden 34:24-Sieg gegen den ASV Cham hat sich der TV Roßtal in der Handball-Landesliga Nord eindrucksvoll zurückgemeldet. Allerdings überschattete die Verletzung von Rückraumwerfer Sebastian Schuh den Sieg. [Bilder]
Er stand gar nicht in der Startaufstellung, weil er in der Woche vor der Partie nicht trainieren konnte, und doch wurde Sebastian Schuh nach seiner Einwechslung schnell zu einer zentralen Figur im Spiel des TV Roßtal gegen den ASV Cham. Nach ein paar Angriffen verdrehte er sich in der 17. Spielminute genau jenes Knie, an dem er sich in der Vergangenheit bereits mehrfach verletzt hatte. Am Montag fiel die Diagnose dann aber weniger schlimm aus als befürchtet. Schuh konnte bereits wieder einigermaßen schmerzfrei laufen und wird eventuell sogar am Wochenende wieder spielen können. Der vor wenigen Wochen reaktivierte Linkshänder nimmt im Team auch eine wichtige taktische Funktion ein; ihn zu ersetzen, wäre auf Dauer sehr schwer.
Im Spiel gegen Cham zeigten sich die Roßtaler vom Ausfall des Torjägers einigermaßen unbeeindruckt, der Schock blieb aus. „Die Mannschaft hat nahtlos weitergespielt, die standen voll im Adrenalin“, sagt TVR-Trainer Klaus Jahn. In der Phase nach Schuhs Ausfall erhöhte der TVR sogar binnen fünf Minuten von 14:10 auf 18:11, um den Vorsprung dann in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte noch bis auf 22:12 hochzuschrauben. Damit war die Messe schon zur Halbzeitpause gelesen.
Vor allen Dingen die Roßtaler Defensive um den von Christoph Nepf, Tobias Hartmann und Lukas Franke gebildeten Mittelblock ragte gegen die Oberpfälzer heraus. Darüber hinaus kümmerte sich Sören Hirschsteiner mit einer stark mannbezogenen Verteidigung speziell um den gefährlichsten Chamer Werfer Petr Trahovski, dem zwar acht Treffer aus dem Feld und drei Siebenmetertore gelangen, der sich jedoch nicht wie gewohnt entfalten konnte. Eine diesmal sichere Chancenverwertung sorgte offensiv für den Rest.
Beim TV Helmbrechts wird Jahn am kommenden Wochenende in der Abwehr wieder defensiver agieren lassen, denn bei diesem Gegner handelt es sich um eine „kleine, wendige Mannschaft“, so der Trainer.
TV Roßtal: Neukirchen TW; Blaßneck TW; Franke (7), Schmidt (7), Stockfleth, Roth, Wild, Schuh (1), Brandscher (11/4), Polster (1 – 2 Min.), Hartmann (4), Schoberth, Nepf, Hirschsteiner (3). Trainer: Klaus Jahn.
ASV Cham: Gruber TW (1. – 17. Min,, 31. – 56. Min.); Schindler TW (17. – 30. Min.); Fritsch TW (ab 50. Min.); Sonnleitner, Tahovsky (11/3 – 2 Min.), Ch. Selmer (3 – 4 Min.), Neumeyer (2 – 6 Min.), J. Geißler (5), Knakal (2 – 2 Min.), Bornack, Wittmann, Lommer; Ellwanger (1 – 2 Min.). Trainer: Silvio Sack.
Siebenmeter: 5/4 – 4/3.
2-Minuten: 1:8 (alle in 2. Halbzeit)
Rote Karte: Neumeyer (ASV Cham, 56., 3 x 2 Min.).
Zuschauer: 300.
Schiedsrichter: Benjamin Mahler, Elisabeth Mahler (beide HSG Volkach).
Spielfilm: 1:1, 3:2, 6:3, 9:5, 11:6, 15:10, 18:11, 20:12, 22:12, (HZ), 22:15, 25:16, 17:17, 30:19, 32:20, 34:22, 34:23, 34:24.
Markus Riedl/FN
Hier der Bericht aus Cham [klick]
