Kategorie: 1. Mannschaft

HSV Hochfranken – TV Roßtal 29:28 (17:14)

Rückschlag für Roßtals Handballer
Der TV steht nach einer knappen Niederlage gegen die Selber im Abstiegskampf
Tiefschlag mitten in der Aufbruchsstimmung: Die Landesliga-Handballer des TV Roßtal haben nach ihrem Sieg gegen den TV Münchberg beim abstiegsbedrohten HSV Hochfranken in Selb mit 28:29 verloren und finden sich nun selbst mitten im Abstiegskampf wieder. [Bilder]
Klaus Jahn hatte sich vor Wochenfrist vorsichtig ausgedrückt. Von einer Trendwende wollte der Roßtaler Trainer nach dem Sieg gegen den Tabellendritten Münchberg explizit nicht sprechen, erst komme es darauf an, dass seine Mannschaft nachlegt.
Jahn wählte die Worte mit Bedacht, und er sollte mit seiner Zurückhaltung Recht behalten. Die knappe Niederlage in Selb bringt den TVR mit den Oberfranken auf Punktgleichheit. Unter diesen beiden Teams würde aktuell der Relegationsplatz ausgemacht. Weil im Handball aber die Zahl der Absteiger in einer Liga erst nach Saisonende feststeht, könnte es sich bei Tabellenplatz elf, um den es konkret geht, theoretisch auch um einen Abstiegsrang handeln. Der Ernst der Lage ist also unverkennbar. Trotz der Niederlage hatte Jahn Lob für sein Team übrig, sparte gleichzeitig aber nicht an Kritik am Schiedsrichter-Gespann. „Meine Mannschaft hat ein gutes Spiel abgeliefert, aber wir waren nicht stark genug, um auch gegen die Schiedsrichter zu bestehen“, stichelte Jahn. Immer wieder sei seine Mannschaft in entscheidenden Situationen ungerechtfertigt in Unterzahl geraten. Als Beleg für die Einseitigkeit der Unparteiischen führt der Trainer eine Szene an, in der er selbst die Gelbe Karte sah. „Die Begründung war, dass ich dafür sorgen sollte, dass meine Spieler nicht mehr den Schiedsrichter angrinsen“, so Jahn. „Da fällt mir nichts mehr ein.“
Mit 13:9 führten die Roßtaler nach 18 Minuten bereits, als sie immer wieder in Unterzahl gerieten. Bis zum Wechsel gelang dem TVR nur noch ein Tor in zwölf Minuten, so dass der HSV Hochfranken auf 17:14 davonzog.
Im zweiten Spielabschnitt arbeitete sich Roßtal wieder heran und kam beim 27:27 sogar zum Ausgleich. Allerdings reichte die Kraft in den letzten Minuten offenbar nicht mehr. Die Gastgeber aus Oberfranken hatten einen Tick mehr zuzulegen und machten in der Schlussminute den entscheidenden Treffer zum knappen Sieg.
Beim Heimspiel gegen Cham, das drei Punkte mehr auf dem Konto hat als der TVR, muss am Samstag unbedingt ein Sieg her, wenn sich die Krise nicht weiter zuspitzen soll.
HSV: Roch, ab 15. Min. V. Michanek, ab 53. Roch – Becker, Böhme (3), L. Kempf (5), Koranda (1), Kropf, Mocker (4), M. Michanek, Najman (12/6), Schünberner (3), Wiedel (1).
TVR: Neukirchen, Blaßneck; Franke 5, Schmidt 4, Mathias 1, Stockfleth 1, Roth 3, Schuh 9/3, Brandscher 1, Polster, Hartmann 3, Schoberth, Hirschsteiner 1, Gerbing
7-Meter
HSV 7/6
TVR 3/3
2-Minuten
HSV 9
TVR 7
Rot
HSV Böhme 3×2
TVR Schoberth 3×2

TV Roßtal – TSV Partenstein 34:25 (13:12)

Befreiungsschlag im Abstiegskampf?
Erleichterung beim TV Roßtal – Landesliga-Handballer fahren ersten Sieg unter Klaus Jahn ein
Es ist der erste Erfolg des TV Roßtal unter der �?gide von Trainer Klaus Jahn: Mit 34:25 (13:12) setzten sich die Landesliga-Handballer gegen den TSV Partenstein durch. Jetzt hofft der Coach auf einen anhaltend positiven Effekt des Erfolgs. [Bilder]
Der Beginn gehörte den Gästen. über ein 2:0 erspielten sie sich eine 8:5-Führung. Dann nahmen die Gastgeber das Heft in die Hand, erzielten 6 Tore am Stück zum 11:8. Mit 13:12 wurden die Seiten gewechselt.
Die ersten 4 Tore der „Erschdn“ in der zweiten Hälfte zum 17:12 war schon sowas wie eine Vorentscheidung. Partenstein kam noch einmal bis auf 3 Tore heran (19:16) bevor die Gastgeber die Führung kontinuierlich ausbauten. In den letzten 10 Minuten gab sich der Gast praktisch auf und so war das 34:25 die logische Konsequenz.
Wenn ein Spieler acht Tore erzielt, dann ist das im Handball durchaus eine Hausnummer. Dass dies bei den Roßtalern ausgerechnet Rückraumspieler Lukas Franke gelingen würde, war nicht unbedingt zu erwarten. „Er ist aufgewacht“, lobte TVR-Trainer Klaus Jahn seinen Spieler, mit dem er unter der Woche ein Gespräch geführt hatte, nachdem die Leistungen zuletzt durchwachsen waren. „Das war ganz klar Kopfsache“, so Jahn.
Und eine Kopfsache scheint es auch bei den meisten anderen Roßtaler Akteuren gewesen zu sein, die in den ersten vier Spielen unter Jahn nur ein einzigen Punkt hatte herausspringen lassen. Mal war der Abschluss unterdurchschnittlich, mal verließen sich Spieler zu sehr auf den nach längerer Verletzung zurückgekehrten Rückraum-Schützen und Linkshänder Sebastian Schuh. Dass der gegen Partenstein „nur“ auf sieben Treffer – davon drei Siebenmeter – kam, ist unter den aktuellen Bedingungen also keine schlechte Nachricht. Neben Franke liefen auch die beiden Außen Dominik Schmidt und Alexander Brandscher mit sechs und fünf Treffern offensiv zu großer Form auf.
„Der Schlüssel zum Sieg lag aber in der Abwehr“, sagte Jahn. Dort zeigten die Roßtaler eine souveräne Leistung, attackierten trotz eher defensiver 6:0-Ausrichtung aggressiv und konzentrierten sich vor allem darauf, die Nebenspieler von TSV-Torjäger Gabor Farkas (13 Treffer) weitgehend auszuschalten.
So erleichtert Jahn nach dem schlussendlich klaren Sieg auch war, von einem Befreiungsschlag wollte er noch nicht explizit sprechen. „Das mag eine Befreiung sein“, sagte er vorsichtig. „Jetzt gilt es, aus dem Sieg die richtigen Lehren zu ziehen und zu sagen: Ja, wir können hier was reißen.“
Ob die Mannschaft tatsächlich auf einem stabilen Aufwärtskurs ist, kann sie am kommenden Wochenende zeigen. Da reisen die Roßtaler zum zwölftplatzierten HSV Hochfranken nach Selb, ein Sieg brächte den TVR wieder in Richtung des gesicherten Mittelfelds.
TV Roßtal: Neukirchen, Blaßneck; Franke 8, Schmidt 6, Matthias 1, Stockfleth, Roth 2, Schuh 7/3, Brandscher 5, Polster 2, Hartmann 2, Nepf 1

Riedl/FN

TV Münchberg – TV Roßtal 31:29 (13:11)

Landesliga-Handballer in Münchberg knapp geschlagen
Die Landesliga-Handballer des TV Roßtal warten nach der 29:31-Niederlage beim TV Münchberg noch immer auf das erste Erfolgserlebnis seit dem Trainerwechsel.

Drei Niederlagen, ein Unentschieden – das ist die Bilanz von Klaus Jahn nach vier Spielen als Trainer des TV Roßtal. „Das sieht natürlich auf dem Papier nicht gut aus“, sagte Jahn nach der Partie gegen den Tabellendritten, relativierte aber: „Wir haben alle Spiele knapp gestaltet und gegen Mannschaften aus dem vorderen Tabellendrittel gespielt.“ Ein Zeichen für die gute Stimmung in der Mannschaft sei es gewesen, dass die Spieler verärgert darüber waren, dass es wieder nicht gereicht habe, so die Interpretation des Trainers.
Wie auch immer der Gemütszustand der Roßtaler nach dem Spiel war, während der vorangegangenen 60 Minuten hatten sie es versäumt, die Partie für sich zu entscheiden. Bis zur 25. Minute lagen sie praktisch stets in Führung, doch in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte brachten Unkonzentriertheiten die Gastgeber wieder ins Spiel, sodass Münchberg zum Seitenwechsel mit 13:11 in Führung lag.
„Einstellung stimmt“
Auch im zweiten Durchgang zeigten sich die Roßtaler zunächst nicht richtig bei der Sache. Die Münchberger zogen bis zur 34. Minute bis auf 16:11 davon. „Dieser Durchhänger hat uns im Prinzip den Sieg gekostet“, resümierte Jahn. Denn in der Folgezeit gelang es den Roßtalern zwar, bis zur 47. Minute auf 22:21 heranzukommen, doch ein Remis schafften die Gäste nicht mehr. Die Partie wogte in der Folge hin und hier, der TVB nutzte seine Chance zum Ausgleich nicht, stattdessen ging Münchberg mit 23:21 in Führung und brachte diesen Zweitore-Vorsprung letztlich über die Zeit.
„Die Einstellung stimmt und in der Abwehr hat sich meine Mannschaft gesteigert“, sagte Jahn. „Nun müssen wir daran arbeiten, die Fehlerquote zu senken, dann werden wir auch wie- der Siege einfahren.“ Das wird auch nötig sein, denn den TVR trennen derzeit nur noch zwei Pünktchen vor den Abstiegsrängen – eine Situation, die der letztjährige Tabellendritte so nicht erwartet hatte. Und mit dem TSV Partenstein empfangen die Roßtaler am kommenden Samstag den Tabellenfünften und damit sicher keinen leichten Aufbaugegner.
Roßtal: Neukirchen, Blaßneck – Franke 4, Schmidt 3, Matthias 4, Stockfleth 1, WHd 1, Roth, Brandscher 8/1, Polster 4, Hartmann 2, Nepf 2
rie/FN

TV Roßtal – HC Sulzbach-Rosenberg 28:29 (13:13)

Roßtal ärgert den Favoriten
TVR hält gegen Sulzbach lange gut mit, verliert aber knapp
Im Spiel gegen den HC Sulzbach-Rosenberg standen die Landesliga-Handballer des TV Roßtal knapp vor einer Sensation, mussten sich dem Favoriten am Ende aber mit 28:29 geschlagen geben. [Bilder]
Sollten sie nun weinen oder lachen? Diese Frage dürften sich die Handballer des TV Roßtal nach dem Ende der Begegnung mit dem starken Tabellenführer gestellt haben. Sie hatten dem Favoriten einen großen Kampf geliefert, kurz vor Schluss sogar noch mit zwei Toren in Führung gelegen, doch zum ersehnten Heimsieg reichte es letztlich nicht.
Auch Klaus Jahn wusste nicht so genau, ob er die Niederlage bedauern oder ob er sich ?ber die starke Leistung seines Teams freuen sollte. „Wir haben nicht nur dem Gegner, sondern auch uns so gut wie alles abverlangt“, sagte der TVR-Trainer und spielte damit auf die etlichen angeschlagenen oder erkrankten Spieler an, die entweder trotz ihrer Blessuren spielten oder ganz ausfielen. Als nach wenigen Minuten noch Tobias Hartmann nach einem Foul mit einer stark blutenden Nase ausfiel, standen die Chancen, den Favoriten zu ärgern, extrem schlecht. „Aber der verbliebene Rest ging bis an seine Grenze und hat eine tolle Leistung abgeliefert“, so Jahn.

Überragender Torhüter

Der TVR hielt die Partie über die gesamte Spielzeit offen. Maximal mit zwei Toren lagen beide Teams abwechselnd in Führung, meist betrug der Vorsprung nur einen Treffer. Der Halbzeitstand von 13:13 war für die ausgeglichene Partie symptomatisch. Allerdings ließ der TVR alleine in der ersten Hälfte drei Siebenmeter liegen und verpasste dadurch die Möglichkeit, sich weiter abzusetzen.
Rückraumspieler Sebastian Schuh, Kreisläufer Christoph Nepf und ein überragend haltender Thorsten Neukirchen zwischen den Pfosten waren auch nach dem Wechsel die Garanten dafür, dass es spannend blieb. Sechs Minuten vor dem Ende führte der TVR sogar mit 28:26. Bei einem Gegenstoß hätte der TVR sich auf drei Tore absetzen können, vertändelte die Gelegenheit jedoch. Weil in der Folge weiterhin zu überhastet abgeschlossen wurde und Bälle dadurch verloren gingen, kamen die Gäste wieder auf 28:28 heran. Auch beim entscheidenden Treffer zum 28:29 half Roßtal durch einen unnötigen Ballverlust mit.
„Heute hätten wir nicht gewinnen müssen, aber gewinnen können“, resümierte Jahn, der auch das Verhalten seines Teams bei Abprallern kritisierte. „Die bekam fast immer der Gegner.“
Roßtal: Neukirchen, Blaßneck – Franke 1, Schmidt 5, Matthias 2, Wild, Roth, Schuh 10/1, Brandscher 2, Hartmann 1, Hirschsteiner 2, Nepf 5
Markus Riedl/FN

TV Erlangen-Bruck – TV Roßtal 32:28 (13:12)

„Das ist reine Kopfsache“
Trotz Schuhs Comeback: TVR-Handballer treffen zu selten

Der Rückrundenauftakt verläuft für die Landesliga-Handballer des TV Roßtal weiter unbefriedigend. Am Wochenende setzte es beim TV Erlangen/Bruck eine 28:32-Niederlage. [Bilder]
Es war ein Comeback, auf dass sie in Roßtal lange gewartet hatten, das aber nicht ganz so verlief wie erhofft. Nach langer Verletzungspause trat für den TVR wieder Rückraumspieler Sebastian Schuh an. Er hatte unter der Woche voll mittrainiert und sich auch aufgrund der Verletzungen von Reinhold Polster und Simon Wild bereit erklärt, wieder ins Roßtaler Trikot zu schlüpfen. Schuh gelangen dann auch sechs Treffer, doch sein Auftritt hatte auch einen unangenehmen Nebeneffekt. „Schuh war sicherlich die Spielerpersönlichkeit auf dem Feld“, lobte TVR-Trainer Klaus Jahn, „aber seine Präsenz hat auch dazu geführt, dass sich einige andere Spieler hinter ihm versteckt haben. Das hat mir nicht gefallen.“
So konnte auch Schuhs Mitwirken die Niederlage in Erlangen nicht verhindern. „Bis zur Halbzeit standen wir noch gut in der Abwehr“, sagte Jahn nach dem Schlusspfiff. Auf diese Leistung, habe er seinem Team in der Kabine gesagt, könne man aufbauen. 13:12 für Erlangen stand es zur Pause. „Hätten wir auch in der zweiten Halbzeit nur 13 Tore bekommen, hätten wir gewonnen“, so Jahn.
Doch es kam anders, denn im zweiten Durchgang wurde die Roßtaler Abwehr löchriger. Zunächst allerdings führte der TVR nach gut 40 Minuten mit 21:19, aber viele Fehler in der Folgezeit, vor allem auch überhastete, wenig durchdachte Abschlüsse, ermöglichten es dem Gegner, das Spiel zu drehen und fünf Minuten vor dem Ende mit 28:26 in Führung zu gehen. Wegen einer Zweiminutenstrafe und weiterhin zu geringer Effektivität im Angriff kam der TVR nicht mehr heran. Stattdessen erhöhte Erlangen in den Schlussminuten sogar noch auf vier Treffer Differenz. „Wir hatten eine Angriffseffektivität von nur gut 50 Prozent und insgesamt 26 Fehlwürfe“, kritisierte Jahn. „Das ist reine Kopfsache.“ Der Coachwill nun vor der nächsten Partie gegen Tabellenführer HC Sulzbach-Rosenberg Aufbauarbeit leisten. „Vor allem konditionell und beim Selbstvertrauen müssen wir einiges tun.“
Roßtal: Blaßneck, Neukirchen – Franke 2, Schmidt 6, Matthias, Stockfleth 1, Roth, Schuh 6/1, Brandscher 6/2, Hartmann 1, Schoberth, Hirschsteiner 4, Nepf 2
Bericht Riedl/FN