Kategorie: 1. Mannschaft

TV Roßtal – HSG Lauf-Heroldsberg 26:26 (14:14)

Nur ein Punkt zu Jahns Einstand
Roßtals Landesliga-Handballer kassieren Ausgleich in den letzten Sekunden
Mit einem 26:26 (14:14)-Unentschieden gegen die HSG Lauf/Heroldsberg ist der TV Roßtal unter seinem neuen Trainer Klaus Jahn in die Rückrunde der Handball-Landesliga Nord der Männer gestartet. Das Remis kam aus Roßtaler Sicht äußerst unglücklich zu Stande. Kurz vor Schluss der vermeintliche Siegtreffer durch Alex Brandscher [Bilder]
Nur drei Sekunden fehlten am Ende, und Klaus Jahn hätte seine Amtszeit beim TV Roßtal mit einem Sieg begonnen. Aber im Handball kann auch in drei Sekunden viel passieren. 59:57 Minuten Spielzeit und einen Zwischenstand von 26:25 für den TVR dokumentierte die Anzeigetafel, als die Gäste sich ein Herz nahmen und einen letzten Freiwurf, den sie kurz vor Ende zugesprochen bekommen hatten, direkt verwandelten.
„Auch wenn das Remis im Grunde gerecht ist, darf so etwas kurz vor Schluss eigentlich nicht passieren“, ärgerte sich Jahn. Während sich die Gäste über den unverhofften Ausgleich freuten, herrschte beim TVR direkt nach Spielende zunächst eher eine Stimmung, als hätte man die Partie verloren.
Allerdings hatte Jahn über die gesamte Spielzeit auch eine starke Abwehrleistung seines Teams gesehen. „Nur unsere Schwächen im Angriff haben uns letztendlich den Punkt zum Sieg gekostet“, fasste der Neu-Coach zusammen.
Schnell war der TVR mit 3:0 vorne gelegen, doch die Gäste ließen sich nicht weiter abschütteln und hielten die Partie in der Folge eng. Auch einen Zwischenspurt der Gastgeber zum Stand von 12:8 zehn Minuten vor der Halbzeitpause konterten die Gäste und gingen mit einem 14:14 in die Kabine.
Weil der TVR im zweiten Durchgang zunächst zu viele Bälle im Angriff verlor, gingen die Gäste ihrerseits in Führung. Doch der TVR fand wieder ins Spiel zurück, machte den Ausgleich und lag kurz vor dem Ende mit einem Treffer vorne, ehe der erwähnte Fauxpas passierte.
Das nächste Spiel bestreiten die Roßtaler bereits am kommenden Freitag um 20.15 Uhr beim TV Erlangen/Bruck. Jahn fordert einen Sieg. „Dann k�nnen wir in Ruhe weiter arbeiten.“
Roßtal: Blaßneck, Neukirchen – Franke 4, Schmidt 2, Matthias, Stockfleth 1, Wild 5, Roth 1, Brandscher 8/4, Hartmann 3, Schoberth, Hirschsteiner, Nepf 2
Bericht Riedl/FN

TV Roßtal – HG Ansbach 27:27 (13:16)

Wenn der Bezirkspokal-Sieger von 2010 den Deutschen Meister von 1962 fordert, schwingt stets eine gewisse Brisanz mit. Wie in allen vergangenen Aufeinandertreffen war die Partie gegen die HG Ansbach auch diesmal bis zum Schluss ein wahrer Handballkrimi, der am Ende keinen Sieger fand. [Bilder]
Zwar hatte man mit dem TV Erlangen-Bruck und der HG Lauf/Heroldsberg bereits zwei mittelfränkische Gegner in dieser Saison, das „echte“ Derby ließ aber bis zum letzten Spieltag auf sich warten. Roßtal gegen Ansbach war in den vergangenen Jahren ein seltenes Duell, das immer Hochspannung und Derby-Atmosphäre garantierte. Die Gastgeber traten nach dem 33:22-Erfolg gegen Gerolzhofen mit breiter Brust aufs Parkett machten zunächst alles richtig. Die 5:1-Abwehr der Rezatstädter stellte die Peine-Sieben vor keine größeren Probleme. Die eigene Abwehr arbeitete aggressiv und konzentriert, und so kam es, dass die Hausherren bereits nach kurzer Zeit mit 7:2 einen komfortablen Vorsprung erarbeitetet hatten. Der ehemalige Roßtaler Coach Bernd Hitzler – inzwischen verantwortlich für die Grün-Weißen – zückte prompt die erste Timeout-Karte und stellte seine Abwehr fortan um. Mit einer doppelten Manndeckung gegen Lukas Franke und Dietmar Mathias versuchte Ansbach, das Roßtaler Angriffsspiel entscheidend zu stören. Wie so oft in solchen Fällen fruchtete die Maßnahme auf Anhieb. Verwunderlich war nur, dass es der TVR auch nach einigen Minuten nicht schaffte, sich auf die neue Situation einzustellen. Die Verantwortung lag nun komplett auf Simon Wild auf der RR-Position, der zwar das Beste daraus machen sollte, im Laufe der Spielzeit aber viel zu wenig Unterstützung von der linken Seite bekam. Nach einem 3:10-Lauf lagen urplätzlich die Bezirkshauptstädter mit 10:12 in Front. Deren Möglichkeiten im Angriff sind zwar im Wesentlichen auf zwei Spieler limitiert, doch da einer von beiden regelrecht über sich hinauswuchs, kam Ansbach selbst nach angezeigtem Zeitspiel immer irgendwie zum Torerfolg. Frank Greiner-Schwed hielt mit am Ende 15 Treffern seine Farben im Spiel und traf nach Belieben. Mit einem 13:16-Pausenrückstand hatte die „Erschde“ eine schwere Aufgabe für die zweite Halbzeit vor der Brust.
Bernd Hitzler änderte auch nach dem Wechsel nichts an seiner Taktik, doch noch immer kam von der linken Seite keine Bewegung ohne Ball. Glücklicherweise arbeitete nun die Defensive wieder bärenstark, so dass Ansbach lange brauchte, um den ersten Treffer zu erzielen. Bis dahin hatte Roßtal die Führung wieder an sich gerissen (17:16), konnte sich jedoch in der Folgezeit nie mit mehr als zwei Toren absetzen. Dennoch glaubte beim 27:25 niemand mehr, dass die Punkte an diesem Abend in die Bezirkshauptstadt gehen würden. Doch ausgerechnet in der Schlussphase schlichen sich wieder Nachlässigkeiten ein, wodurch die HG tatsächlich noch einmal zum Ausgleich kam. Ein Happy End hätte es trotzdem werden können, wenn nicht sogar müssen. Als Dominik Schmidt im letzten Angriff von Linksaußen eingelaufen war, scheiterte der ansonsten so abgebrühte Spieler mit dem finalen Wurf des Tages an Gästetorhüter Golla. Die Ansbacher versuchten in den verbleibenden zehn Sekunden gar nicht erst, noch einen Angriff zu starten, und während die Gäste den Ausgang wie einen Sieg feierten, ließen die meisten Roßtaler Spieler die Köpfe hängen. „Das war eine gefühlte Niederlage“, resümierte Carsten Peine enttäuscht. „In den entscheidenden Phasen leistete sich meine Mannschaft viele Unkonzentriertheiten und gab so letztendlich den entscheidenden Punkt aus der Hand.“
TVR: Thorsten Neukirchen, Florian Blaßneck – Lukas Franke 1, Dominik Schmidt 2, Dietmar Mathias 3/1, Matthias Prenzel, Simon Wild 6, Alexander Brandscher 5/4, Reinhold Polster 1, Tobias Hartmann 4, Andreas Schoberth 5, Sören Hirschsteiner, Christoph Nepf.
HGA: Oliver Höntsch, Matthias Bär, Raimund Golla – Sebastian Schuh, Christopher Zintl 3, Christopher Schuh 3, Hardy Schober 2, Michael Liebich, Patrick Braun, Michael Segerer, Bernd Stiegler, Michael Zimmermann 4, Frank Greiner-Schwed 15/7, Stefan Schmid.
Zeitstrafen:
TVR 2 (Polster, Franke)
HGA 3 (Zintl, Liebich, Braun)
Siebenmeter:
TVR 5/8
TVH 7/8
Disqualifikation:
–

Manuel Erben

TV Roßtal – TV Gerolzhofen 33:22 (12:13)

Neukirchen vernagelt das Roßtaler Tor
Peine-Sieben befreit sich durch Heimsieg vor weiterem Ungemach. Nach holprigem Start sprang für die Landesliga-Handballer des TV Roßtal gegen den TV Gerolzhofen noch ein sicherer 33:22-Sieg heraus.
[Bilder]
Damit hat der TVR wieder Luft zwischen sich und die Abstiegsränge gebracht. Dass die letzten Partien mit vier Niederlagen in Folge ihre Spuren bei der Roßtaler Mannschaft hinterlassen hatten, war dem Team vor allen Dingen in der ersten Halbzeit anzumerken. Gerade gegen einen personell dezimiert angereisten Gegner wie Gerolzhofen, der diesen Nachteil durch Kampf und Willen auszugleichen suchte, tat sich die Sieben von Carsten Peine schwer. „Gerolzhofen hat alles gegeben und sich sehr teuer verkauft“, sagte der Roßtaler Coach. So geriet der TVR, der zu Beginn verkrampft wirkte, bereits nach elf Minuten mit 4:7 ins Hintertreffen. Peine nahm eine Auszeit, appellierte eindringlich an seine Spieler, und die stellten in der Folgezeit prompt den Anschluss her. Zum Seitenwechsel lag Gerolzhofen nur noch mit einem Treffer in Führung.
In der Kabine durften sich die Roßtaler eine weitere deutliche Predigt von anhören. Darüber hinaus tauschte der Trainer den Torwart, und der eingewechselte Thorsten Neukirchen „vernagelte den Kasten in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit förmlich zu“, wie Peine es schilderte. So glich der TVR zunächst aus, ehe er in Führung ging und diese Tor um Tor ausbaute. Spätestens beim 26:18 war die Messe endgültig gelesen, auch weil die Gäste aus dem Landkreis Schweinfurt ihrem dünnen Kader Tribut zollen mussten und konditionell abbauten.
Mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 12:12 geht der TVR am kommenden Wochenende in die letzte Partie der Vorrunde gegen die HG Ansbach, die vor zwei Wochen immerhin ihren Konkurrenten im Abstiegskampf, den HSV Hochfranken, mit 32:19 deklassiert hat. ß“Der Sieg war das richtige Signal vor dem Derby“, meint Peine. Zuletzt fehlten im Training immer wieder Spieler aufgrund privater oder beruflicher Verpflichtungen. Das muss sich ändern. Denn mit einem Sieg gegen den Tabellenletzten wäre das Punktekonto wieder positiv und der Abstiegskampf, den Peine vor Wochenfrist ausgerufen hatte, fürs Erste wieder erledigt.
Roßtal: Neukirchen, Blaßneck, Kurrer; Franke 7, Schmidt 1, Matthias 3, Stockfleth 3, Wild 1, Nepf 1, Hartmann, Schoberth, Brandscher 8/1, Polster 9/4

Markus Riedl/FN

HSG Fichtelgebirge – TV Roßtal 34:27 (19:15)

Die Landesliga-Handballer des TV Roßtal geraten nach der vierten Niederlage in Folge langsam aber sicher in ernsthafte Schwierigkeiten. Bei der HSG Fichtelgebirge im oberfränkischen Marktredwitz setzte es ein 27:34.
Garsten Feine redete erst gar nicht lange um den heißen Brei herum. „Die Mannschaft muss erkennen, dass es jetzt gegen den Abstieg geht“, sagte der Roßtaler Trainer nach der Niederlage im Fichtelgebirge. In der Tat ist der TYR mittlerweile auf Tabellenplatz neun abgerutscht und hat sogar auf den Letzten, die HG Ansbach, nur noch drei Pünktchen Vorsprung.
Die Partie gegen die HSG, einer Spielgemeinschaft der Handballabteilungen aus Marktredwitz und Wunsiedel, harte ausgeglichen begonnen. Bis zum 9:9 wechselten sich beide Teams mit der Führung ab. Dann jedoch kassierten die Roßtaler eine Negativserie von 1:8 Toren, und beim 17:10 für die Gastgeber „war die Messe eigentlich schon gelesen“, wie es Peine formulierte
Nach einigen Minuten in der zweiten Halbzeit merkten die Roßtaler offensichtlich, dass auch die einheimische Mannschaft durchaus ihre Schwächen hat, und kamen zunächst Tor um Tor wieder heran. Beim Stand von 20:24 agierten die Roßtaler dann sogar in doppelter Überzahl, konnten diese Situation allerdings nicht für sich nutzen. Die Folge: Die HSG stabilisierte sich wieder, baute den Vorsprung wieder auf die alte Höhe aus und entschied die Partie damit endgültig. „Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden, die Mannschaft ist verunsichert und weiß nicht, wo sie steht“, resümierte Peine.
Mit dem TV Gerolzhofen erwartet die Peine-Sieben am kommenden Samstag um 19 Uhr in der Roßtaler Hauptschulsporthalle ein Team, das in der Tabelle noch hinter dem TVR rangiert und lediglich vier Zähler auf der Habenseite verzeichnet. Sollte es dennoch auch gegen die Unterfranken eine Niederlage geben, wäre Roßtal endgültig im Tabellenkeller angekommen.
Roßtal: Neukirchen, Blaßneck; Franke 7, Schmidt 6, Matthias 3/1, Stockfleth, Wild, Brandscher 7/3, Polster 1, Hartmann 2, Hirschsteiner 1, Nepf 1
Bericht Riedl/FN

TV Roßtal – TSV Winkelhaid 27:31 (14:15)

TVR bricht gegen Ende ein
Der TV Roßtal hat in der Handball-Landesliga Nord die dritte Niederlage in Folge kassiert und musste sich dem TSV Winkelhaid mit 27:31 (14:15) Toren geschlagen geben. Mit einem vorderen Tabellenplatz, zurzeit steht mit 8:10 Punkten Rang acht zu Buche, dürfte es wohl in naher Zukunft nichts mehr werden. [Bilder]
Natürlich war der Tabellenzweite aus Winkelhaid in Roßtal favorisiert und die Gäste zeigten auch, dass sie zu Recht oben angesiedelt sind. Sie wurden mit zunehmender Spieldauer immer dominierender. „Wir waren durch die vielen beruflichen oder gesundheitlichen Ausfälle der letzten Wochen noch etwas geschwächt und konnten nicht über die gesamte Spielzeit voll mithalten. Der Kräfteverschleiß war in den letzten 20 Minuten unübersehbar“, sagte TVR-Trainer Carsten Peine zum Zustand seiner Mannschaft.
In der ersten Spielhälfte wechselte die Führung ständig, wobei zunächst Roßtal vorn lag. Die Heimmannschaft hatte den gefährlichen Winkelhaider Rückraum mit Sebastian Piller und Ingo Kundmüller zunächst gut im Griff und war auch im Angriff variabel und durchschlagkräftig. Die Gäste kamen aber immer wieder heran, konnten ausgleichen um dann kurz vor der Halbzeit sogar in Führung zu gehen.
Nach der Pause ging es bis zum Stand von 17:17 zunächst so ausgeglichen weiter. Dann kam ein Bruch ins Spiel der Roßtaler, die Konzentration nahm ab und die Fehlerquote gleichzeitig zu. Die Gäste nutzten diese Schwäche rigoros aus und setzten sich über 17:20 immer mehr ab. Beim Stand von 21:27 war dann die Vorentscheidung gefallen. TVR-Trainer Peine zeigte sich dennoch einigermaßen zufrieden: „Die Einstellung hat jedenfalls gestimmt.“
TVR: Neukirchen, Blaßneck – Franke 3, Schmidt 13, Mathias 5/1, Stockfleth, S. Wild, Brandscher 1/1, Polster 3/1, Hartmann 2, Nepf, Hirschsteiner, Schobert
7m
TVR 5/3
TSV 3/3
2Min
TVR 1
TSV 3

Bericht Riedl/FN