Kategorie: 1. Mannschaft

TV Roßtal – TV Münchberg 32:31 (15:13)

Der TV Roßtal hat seinen kleinen Fehlstart korrigieren können und feierte gegen den TV Münchberg einen denkbar knappen 32:31-Erfolg. Zum Matchwinner avancierte dabei der überragende Thorsten Neukirchen im Tor, der den alles entscheidenden Wurf zum möglichen Ausgleichstreffer zehn Sekunden vor dem Ende parierte und so die beiden Punkte festhielt. [Bilder]
Wenige Sekunden vor der Schlusssirene – die Hausherren führten mit einem hauchdünnen Vorsprung von 32:31 – als Jan Lad, Münchbergs Spielmacher, eine Lücke im Roßtaler Abwehrverband fand und frei vor Schlussmann Thorsten Neukirchen auftauchte. Dieser hatte seine Mannen schon in der gesamten zweiten Halbzeit im Spiel gehalten, und auch den letzten, alles entscheidenden Wurf konnte der 35-Jährige durch einen tollen Reflex neben das Tor lenken. Dass der anschließende Gegenstoß dann noch versiebt wurde, spielte keine Rolle mehr, denn die beiden, zugegebenermaßen etwas glücklichen Punkte waren unter Dach und Fach. Zuvor hatten die Zuschauer eine ausgeglichene erste Halbzeit gesehen, in der auf Roßtaler Seite Lukas Franke mit seinen Treffern aus dem Rückraum herausragte. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte es den Anschein, als könne sich die Peine-Sieben auf einmal absetzen, denn mit drei Toren in Folge zum 15:11 schien man den Gast aus Oberfranken so langsam in den Griff zu bekommen. Vollkommen unnötig brachte man selbigen dann aber wieder zurück ins Spiel, und das bereits vor der Pause. Die Konzentration hatte ein wenig nachgelassen und bei einem Pfostentreffer hatte man zudem Fortuna nicht auf seiner Seite. Münchberg machte es besser und verkürzte prompt auf 15:13.
Nach etwa 40 Minuten hatte man erneut das Gefühl, die „Erschde“ könnte für eine frühzeitige Entscheidung sorgen, denn beim Stande von 22:18 deutete wieder alles auf einen Heimsieg hin. Doch wie schon im ersten Durchgang gelang es den Hausherren nicht, den Deckel draufzumachen. Diesmal war es eine ganze Reihe an Strafzeiten (allein fünf in den letzten 20 Minuten), die dafür sorgten, dass der Vorsprung so langsam dahinschmolz. Ganze sechs Gegentreffer am Stück musste man in dieser Phase kassieren, womit beim 22:24 nun die Gäste ihrerseits die besseren Karten in der Hand hatten. Es folgte eine dramatische Schlussphase, die eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt hätte. Mit dem 27:27 gelang dem TVR erstmals wieder der Ausgleich, beim 31:30 erkämpfte sich die Peine-Sieben die Führung zurück. Nach je einem weiteren Treffer auf beiden Seiten kam es schließlich zum anfangs beschriebenen letzten Angriff der Gäste, den Torhüter Neukirchen wie gesagt glänzend abwehren konnte.
Auch wenn die „Erschde“ alles in allem erneut zu viele Fehler produzierte, sollte der Heimsieg Auftrieb geben für die anstehenden Aufgaben. Bei den heimstarken Partensteinern hängen die Früchte bekanntermaßen hoch. Dass man dort aber durchaus gewinnen kann, und das in sprichwörtlich letzter Sekunde, ist den Roßtalern auch noch in guter Erinnerung.
TVR: Thorsten Neukirchen, Florian Blaßneck – Lukas Franke 8, Dominik Schmidt 7, Dietmar Mathias 4/2, Michael Stockfleth, Simon Wild, Alexander Brandscher 4/2, Reinhold Polster 3, Tobias Hartmann 4, Andreas Schoberth 2, Christoph Nepf, Jochen Pelz.
TVM: Florian Bär, Cenk Uzun – Jan Lad 4, Torsten Krauß 2, Tobias Wilfert 2, Tobias Sammet 2, Christoph Schulz 3, Christoph Bär 6/5, Martin Lad 5, Vit Kalas 7/4, Christian Szwarc.
Zeitstrafen:
TVR 6 (Mathias, 3x Polster, Hartmann, Nepf)
TVM 1 (Schulz)
Siebenmeter:
TVR 4/4
TVM 9/11
Disqualifikation:
Polster (3x2min, 49.)

HC Sulzbach-Rosenberg – TV Roßtal 30:21 (12:11)

TVR weiter zu harmlos
Roßtals Landesliga-Handballer unterliegen bei Spitzenteam
Beim Tabellenführer HC Sulzbach-Rosenberg mussten die Landesliga-Handballer des TV Roßtal ihre zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Sie rangieren nun mit 2:4 Punkten auf Platz elf der Tabelle. 30:21 stand es am Ende – und das Ergebnis war auch verdient. [Bilder]
Nach dem Seitenwechsel hatten die Aufstiegsfavoriten aus der Oberpfalz gezeigt, wie eine Spitzenmannschaft agieren muss. Nur mit 12:11 hatten sie zur Pause geführt und sich eine Gardinenpredigt ihres Trainers anhören müssen. Mit einem Zwischenspurt von 11:3 Toren zog der HC Sulzbach-Rosenberg bis auf 23:14 davon und machte damit schon Mitte der zweiten Hälfte alles klar.
Das wurmte den Roßtaler Trainer Carsten Peine natürlich, zumal sein Team sich zunächst gegenüber der schwachen Leistung vor Wochenfrist beim 30:36 gegen Aufsteiger TV Erlangen/Bruck deutlich verbessert gezeigt hatte. Obwohl in der Offensive auch beste Chancen ausgelassen wurden, so standen die Roßtaler im ersten Durchgang in der Defensive sicher und wussten auf die meisten Angriffe des Favoriten die passende Antwort. „Wir wollten in der zweiten Halbzeit die Verunsicherung des Gegners ausnutzen“, sagte TVR-Trainer Peine nach dem Schlusspfiff. „Allerdings lief es genau in die andere Richtung, und wir haben immer mehr Hundertprozentige liegen lassen.“
Zur eklatanten Abschlussschwäche des TVR kam nun noch Inkonsequenz in der Abwehr hinzu. Die Gastgeber ließen sich nicht bitten und machten den Sack zu. „Wir dürfen jetzt nicht unruhig werden, denn wir sind schon in einem Aufwärtstrend im Vergleich zum letzten Spiel“, resümierte Peine. Ob das stimmt, zeigt sich am Wochenende. Dann gastiert mit dem TV Münchberg ein weiteres Team aus oberen Tabellenregionen in die Roßtaler Schulsporthalle.
TV Roßtal: Neukirchen, Kurrer – Franke 4, Schmidt 2, Matthias 2/1, Stockfleth 2, Nepf, Wild, Roth, Polster 1, Hartmann 2, Brandscher 3/2, Hirschsteiner 3, Schoberth 2
FN/Riedl vom 9.10.12

TV Roßtal – TV Erlangen-Bruck 30:36 (14:18)

Zum verspäteten Heimauftakt traf die 1. Herrenmannschaft am Samstagabend auf den TV 61 Erlangen-Bruck. Dieser verpasste eine Woche zuvor ihren ersten doppelten Punktgewinn gegen den ASV Cham, obwohl sie bis kurz vor Schluss wie der sichere Sieger aussahen. Der TV Roßtal hingegen konnte vor Wochenfrist bei der HSG Lauf/Heroldsberg gewinnen (22:27). Dieses Erfolgserlebnis sollte eigentlich mit in die Partie genommen werden, jedoch klappte dies nur für die ersten Minuten und so musste man sich am Ende den Bruckern geschlagen geben.
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Eigentlich war die Marschroute vor Spielbeginn klar. Nachdem die von Ingo Gömmel trainierte Mannschaft mit lediglich 7 Feldspielern anreiste, sollte von Anfang aus einer sicher stehenden Abwehr ein hohes Tempo gegangen werden. Und so führte man am Anfang relativ schnell mit 4:1. Was dann jedoch folgte, konnte sich keiner so wirklich erklären. Die Mannen von Carsten Peine leisteten sich im Angriff Unkonzentriertheiten und schafften es nicht, mehrere hundertprozentige Tormöglichkeiten im Kasten der Gäste unterzubringen und in der Deckung ließ man die nötige Aggressivität vermissen, was sich vor allem durch einfache Tore aus dem Rückraum und über den Kreis belegen lässt. So konnte der Gegner auf 4:4 ausgleichen. Bis zum Stand von 9:9 blieb die Partie ausgeglichen, dann konnten sich jedoch die Gäste bis auf 14:18 zur Halbzeit absetzen.
Im zweiten Durchgang setzte sich dann der Trend aus Halbzeit Eins fort. Der TVR fand keine Mittel gegen den Gegner. Wurde der Rückraum der Gegner durch eine Manndeckung aus dem Spiel genommen, so gelangen es diesen wieder durch Kombinationen oder das Spiel mit dem Kreis, die Deckung auszuhebeln. Nach vorne ließ die Mannschaft dann oft die nötige Cleverness und Durchschlagskraft vermissen. Was auch gar nicht stattfand, war das Tempospiel, um die wenigen Feldspieler des Gegners müde zu laufen. Und so stand es Mitte der zweiten Halbzeit 20:27 für die Gäste. In der Schlussphase versuchte sich die Mannschaft noch einmal aufzubäumen und konnte bis auf 26:30 verkürzen, war jedoch nicht mehr in der Lage, den Rückstand noch weiter zu verkürzen. Und so endete diese Partie dann auch vollkommen verdient mit 30:36 für den TV Erlangen-Bruck.
Nun heißt es für die Mannschaft abhaken, Mund abwischen und auf die nächsten Aufgaben konzentrieren. So trifft man am nächsten Sonntag, den 07.10 um 16:30 auf einen der Favoriten um die Meisterschaft, den HC Sulzbach.
TVR: Florian Blaßneck, Sebastian Kurrer – Lukas Franke 4, Dominik Schmidt 6, Dietmar Mathias 1, Michael Stockfleth, Simon Wild, Nico Roth, Alexander Brandscher 9/5, Reinhold Polster 3, Tobias Hartmann 2, Andreas Schoberth, Sören Hirschsteiner 2, Christoph Nepf 3
TV 61 Erlangen-Bruck: Bernhard Zapf, Dieter Geck – Sebastian Riedel 3, Stefan Dubois 4, Patrick Egelseer 4/1, Thomas Schmautz 8, Thomas Krauter 5, Tillmann Egelseer 3, Frank Wölfel 8/3
Zeitstrafen:
TVR 2 (Blaßneck, Bank)
TV E-B 4 (2x Krauter, T. Egelseer, Riedel)
Siebenmeter:
TVR 5/5
TV E-B 4/4
Bericht: Dominik Schmidt

HSG Lauf-Heroldsberg – TV Roßtal 22:27

Nachdem der Saisonstart durch den Rückzug von Main-Tauber bekanntlich verschoben werden musste, erfolgte die erste Standortbestimmung nun im Derby gegen die HSG Lauf-Heroldsberg. Die Partien gegen die Spielgemeinschaft sind traditionell hart umkämpft, diesmal konnte sich die „Erschde“ nach einer abgezockten Schlussphase jedoch verdientermaßen durchsetzen.  [Bilder]
Zwar hatten die Peine-Schützlinge bereits etliche Test- sowie zwei Pokalspiele absolviert, nichtsdestotrotz konnte erst der Saisonauftakt zeigen, wo die Mannschaft in etwa steht. Mit Dominik Schmidt, Christoph Nepf, Dietmar Mathias, Torhüter Sebastian Karrer (n.e.) sowie Nico Roth hatte man vier „Neue“ und einen Rückkehrer mit an Bord, die das Team nicht nur in der Breite, sondern mit Sicherheit auch qualitativ verstärken. In den ersten 20 Minuten spielten die Gäste furios, und beim Stand von 4:11 bahnte sich ein regelrechter Kantersieg an. Die Abwehr stand in dieser Phase felsenfest, und auf Torhüter Thorsten Neukirchen war im Zweifelsfall Verlass. Dass man es den Hausherren schwer machte, klare Wurfmöglichkeiten herauszuspielen, davon zeugt die Tatsache, dass von den ersten vier Gegentoren drei aus Siebenmetern resultierten. Im Angriff ließ vor allem Neuzugang Dietmar „Diddi“ Mathias sein Können aufblitzen. Er hielt als Spielmacher nicht nur die Fäden im Angriff in der Hand, sondern zeigte sich auch selbst torgefährlich. Der 6:12-Zwischenstand kurz vor der Pause ließ auf einen entspannten Abend hoffen. Vollkommen unnötigerweise ließ die Konzentration in der Schlussphase jedoch nach, und so brachte man die HSG wieder zurück ins Spiel. Heroldsbergs Bester, Björn Bellert, brachte nun den Roßtaler Angriff ein ums andere Mal zur Verzweiflung, während die Hausherren selbst mit drei Toren am Stück auf 9:12 verkürzen konnten.
Nach dem Wechsel präsentierten sich die Gastgeber nun auf Augenhöhe, und so gelang es der „Erschdn“ lange Zeit nicht, sich abzusetzen. Ganz im Gegenteil: Mit dem 19:20 erzielte die HSG den Anschlusstreffer, womit wir bei Überzahl und Siebenmeter für die HSG wohl bei der spielentscheidenden Szene wären. Keeper Thorsten Neukirchen konnte den Wurf vom ehemaligen Roßtaler Markus Diemann entschärfen, und der darauffolgende Gegenangriff erbrachte nach schöner Einzelleistung von Dominik Schmidt das 19:21. In der Schlussphase konnte das Ergebnis dann noch etwas in die Höhe geschraubt werden, womit ein alles in allem gelungener Saisonauftakt verbucht werden konnte.
Am kommenden Wochenende darf die „Erschde“ dann tatsächlich zum ersten Mal vor eigenem Publikum antreten, und auch im zweiten Spiel wird es zu einem mittelfränkischen Derby kommen. Der Aufsteiger vom TV Erlangen-Bruck hat mit Trainer Ingo Gömmel und Linkshänder Sven Eskofier zwei ehemalige Roßtaler im Team und ist auf gar keinen Fall zu unterschützen.
TVR: Thorsten Neukirchen – Lukas Franke, Dominik Schmidt 6, Michael Stockfleth 1, Dietmar Mathias 7/1, Alexander Brandscher 1/1, Christoph Nepf, Reinhold Polster 4, Tobias Hartmann 1, Andreas Schoberth 2, Simon Wild 2, Sören Hirschsteiner 1, Nico Roth 2.
HSG: Björn Bellert, Peter Faderl – Daniel Laugner 5/1, Phillip Handrick, Dominik Baha, Rainer Widling, Jan Kiewitt 2, Tim Kraft, Markus Ehler, Markus Korn 3, Nils Kemper 1, Philipp Nöth 1, Felix Ehler 4, Markus Diemann 6/3.
Zeitstrafen:
TVR 10 (Franke, Stockfleth, 2x Mathias, Nepf, 3x Polster, Hartmann, Schoberth)
HSG 6 (Baha, 2x Widling, Kraft, 2x F. Ehler)
Siebenmeter:
TVR 2/4
HSG 4/6
Disqualifikation:
Polster (3x2min, 58.)