Kategorie: 2. Mannschaft

TSV Roßtal II – SC Schwabach 27:41 (17:21)

Sonntag, 29.10.2023, 17 Uhr

Herbe Niederlage für Roßtaler Reserve – Zwädde verliert zweite Halbzeit mit 11 Toren Differenz

Mit der realistischen, aber positiven Ambition, eine bestmögliche Leistung zu zeigen, ging die Mannschaft vom Trainergespann Hitzler/Gerbing in den vergangenen Heimspielsonntag – hatte man mit den Gästen aus Schwabach einen Gegner zu Gast, der sich den Aufstieg in die Landesliga zum Ziel gesetzt hatte.

In der ersten Halbzeit sah es auch tatsächlich zwischenzeitlich so aus, als könnte man die selbst gesteckten Ziele erreichen. Nach anfänglicher Unsicherheit und Schwierigkeiten mit der gegnerischen linken Angriffs-, bzw mit der eigenen rechten Abwehrseite, geriet man früh ins Hintertreffen, konnte sich dann aber wieder heranspielen. Dies gelang auch durch den Einsatz des Rückkehrers (und somit freigespielten) Christoph Nepf sowie Edeljoker Sören Hirschsteiner. So fand man nach und nach ins eigene Spiel und kam immer wieder auf zwei Tore heran. Durch einen unglücklich verspielten letzten Angriff und schnellem Gegentor ging es mit dem Stand von 17:21 in die Halbzeitanalyse.

Besagte Analyse sowie die daraus gezogenen Schlüsse konnten die Gastgeber zunächst leider überhaupt nicht umsetzen. Die Gäste schienen die richtigen Schlüsse gezogen zu haben und nutzten die roßtaler Schwäche aus. In der Folge war die Messe nach 40 Minuten gelesen und die Luft draußen. Folgerichtig stand beim Schlusspfiff ein ernüchterndes 27:41 auf der Anzeigetafel, ehe man sich bei den eigenen Fans entschuldigen/bedanken durfte.

Nun gilt es, den Fokus wieder nach vorne zu richten. Mit Blick auf die Tabelle wird klar, dass sich in den nächsten Partien zeigen wird, wohin die Reise für den BOL-Aufsteiger führen wird. Mit Spielen gegen Rothenburg 2, Weißenburg, Flügelrad und Gunzenhausen beendet man die Hinrunde allesamt mit Spielen gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt – die bis dato aber überwiegend besser punkten konnten als man selbst.

Wir dürfen somit zurecht auf eine Leistungssteigerung im nächsten Test gegen die Tauber- und Ex-Heimatstadt unseres Flügelflitzers, T. Schmidt, Rothenburg hoffen. Zudem stehen die Martinimarktheimspiele in einer langen Tradition kurioser und spannender Begegnungen. Also lohnt es sich auch am Sonntag Abend nach dem Genuss diverser heißer Caipis, den Weg in die Roßtaler Mittelschulhalle anzutreten und seinen Lieblingsverein anzufeuern.

HG Ansbach – TSV Roßtal II 31:31 (14:16)

Auch in Ansbach holt sich die Zwädde keine zwei Punkte, zumindest das Feiern hat die Mannschaft dennoch nicht verlernt. 

Trotz einiger Unsicherheiten, hinten wie vorne, erkämpfte sich die Zwädde in der ersten Halbzeit einen Zwei-Tore-Vorsprung (14:16), den sie kurz nach der Halbzeitpause sogar auf fünf Tore (16:21) ausbauen konnte. Vorne zeigten sich vor allem der, den Ansbachern wohlbekannte, Hightower und das, wie immer überzeugende, Nachwuchstalent Jonas Weinländer für die Führung verantwortlich. Hinten hielt Abwehrchef Thomas Köhler zunächst oft genug die, erneut offensive, Abwehr zusammen. Dennoch machten sich ab der 36. Minute die vielen Ausfälle im Rückraum und die Unsicherheit bemerkbar, die der missglückte Saisonstart mit sich brachte. Den Ansbachern gelang es mit konsequenten Einzelaktionen und Aktionen über den gut aufgelegten Kreisläufer Hartmut Schober, den Abstand zu verringern, bis hin zur 31:30 Führung in der 57. Minute. Zum Glück für die Roßtaler behielt Torsten Schmidt kühlen, kahlen Kopf und glich in der 60. Minute zum 31:31 Endstand aus.

Der anschließende obligatorische Besuch im Café Waldsee machte wieder einmal deutlich: Der Teamzusammenhalt stimmt. Egal wie viel Rotation und egal wie viele (Wieder-) Aushelfer die Zwädde unterstützen, der gemeinsame Gesang sitzt, als hätte man jahrelang geprobt. Jetzt gilt es nur noch ähnliche Eingespieltheit auf dem Spielfeld zu beweisen. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich am Sonntag, dem 29.10.2023, um 17:00 Uhr in der Mittelschule Roßtal gegen den SC 04 Schwabach.

Duschwertung: 2/10. Die Dusche musste unbekleidet über die Zuschauertribüne gewechselt werden, ob zur Freude oder zum Erschrecken der Fans, können wir nicht beurteilen. Auch dann wenige, nicht leicht zu temperierende Duschen. Zumindest kuschelig.

POTT

SG Kernfranken – TSV Roßtal II 43:33 (24:14)

„Wenn man 40 Gegentore kriegt, ist es halt schwer ein Spiel zu gewinnen,“ resümierte Edelfan S. Schuh nach einem gebrauchten Tag für die roßtaler Reserve. Mit diesen Worten ist eigentlich alles gesagt, was über die Auswärtsniederlage in Heilsbronn zu sagen ist. Aber von vorn:

Mit leicht verändertem Kader, verstärkt durch Dave Rößl und Arian Bonakdar, startete die Zwädde in das Spiel. Die Ansage von Coach Hitzler war eindeutig: Vorne ruhig spielen, um zu sicheren Chancen zu gelangen und hinten beherzt zupacken. Beides wichtig, um die mächtig anrollende zweite Welle der Kernfranken zu unterbinden. Beides gelang nicht. Vielmehr gelang der SG in der wohl spielentscheidenden Phase von der 14. bis zur 18. Minute ein 7:0 Lauf von 9:7 auf 16:7. Die Roßtaler schafften es zu keinem Zeitpunkt des weiteren Spiels diesen Abstand wieder aufzuholen, was teils an der eigenen hohen Fehlerquote, teils an der Abgeklärtheit der Gastgeber lag. Zu allem Überfluss musste Lars Brockschmidt in den letzten Spielminuten verletzt ausgewechselt werden. Wir hoffen auf eine schnelle Genesung. Gute Besserung Larsi! x3

Trotz der Enttäuschung, den erneut zahlreich mitgereisten Fans (Danke!) kein unterhaltsames Spiel geboten zu haben, lässt sich abschließend sagen: In Kernfranken liegen nicht die zwei Punkte, die man sich als Aufsteiger holen muss. Jetzt gilt es, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen, die gute Chemie vom Saisonanfang wieder aufzunehmen und in den kommenden Spielen nach und nach die offenen Baustellen zu beseitigen. Am Sonntag dem 08.10. um 17:00 Uhr geht es in heimischer Halle gegen den HG Zirndorf. Auf geht’s!

Duschwertung: 7/10. Toilette in der Dusche, was theoretisch weder den Akt auf dem Lokus noch den Duschvorgang angenehmer macht. Der Kapitän mit leichten Problemen am Temperaturregler und Kritik an der Wassermenge. Die Akustik dafür: Fantastisch, auch wenn der Sirenengesang des Arian ambivalente Reaktionen in den Köpfen und Herzen der Mitduschenden hervorhervorrief.

POTT

TSV Roßtal II – HBC Nürnberg II 27:33 (13:18)

Neue Liga – zweites Saisonspiel. Viel konnte man in Roßtal angesichts der jungen Spielrunde und eines schwer einzuschätzenden Gegners im Vorfeld des ersten Heimspiels der Saison noch nicht prophezeien. Dennoch die Aussichten: Nach einem erkämpften ersten Auswärtspunkt trotz spielerischer Mängel war den Spielern klar, dass sowohl im Angriff wie in der Abwehr präsenter agiert werden musste.

Immer noch urlaubs-/verletzungsbedingt fehlten der Roßtaler Reserve alle gelernten Kreisläufer, was aus eigenen Reihen kompensiert werden musste. Trotzdem konnte man sich in Form von Fabian Bühler und Lukas Franke mit Rückhalt und Erfahrung verstärken. Letztlich waren sich sowohl Coach Hitzler als auch Kapitän Wende einig, dass in Nürnberg auch nur mit Wasser gekocht wird. Beste Voraussetzungen also, um die Mittelschulhalle im schönen Roßtal zum ersten Mal bei bester Kaffee- und Kuchenzeit zu bespielen.

Aber nun zum Spielverlauf: In den ersten zwei Minuten zündete Ture Potjans, Roßtaler Mittelmann, direkt den Turbo und eröffnete das Angriffsspiel mit zwei Toren. Diesen Schwung nahm der Rest der Mannschaft zum Anlass, durch technische Schwächen im Angriff, unplatzierte Abschlüsse, sowie fehlendes Engagement in der Abwehr zu glänzen, sodass Hitzler sich nach acht Minuten beim Stand von 4:7 gezwungen sah, die Timeout-Karte zu zücken und seine Mannschaft an ihre Kernaufgaben zu erinnern. Man fand mehr oder weniger zurück zum eigenen Spiel und konnte sich so über den Verlauf der ersten Halbzeit mehrmals auf drei Tore an die Gäste heranspielen. Nach 20 Minuten zeigte sich, dass die junge Gastmannschaft die Aspekte umsetzte, die man sich selbst vor dem Spiel vornahm. So scheiterte man zu oft an der engagierten Abwehr der Nürnberger und war in der Defensive mit konsequent angreifenden Gästen überfordert. In der Folge ging es mit einem 13:18 Rückstand in die Pause, der nur nicht höher ausfiel, weil Fabi Bühler immer wieder freie Abschlüsse parieren konnte.

Coach Hitzler mit einer frühen Auszeit

Aufgrund des bisherigen Spielverlaufs müssten die Inhalte der Halbzeitansprache klar sein. Diese galt es, in der folgenden halben Stunde umzusetzen. Nach ausgeglichenen acht Spielminuten und einem Stand von 17:22, zeigte man endlich das Gesicht, das man ursprünglich von Anfang an zeigen wollte: Mit einer kompakten und endlich beweglichen Abwehr konnten Ballverluste sowie Fehlwürfe provoziert werden. Dieser Schwung wurde in die Offensive mitgenommen und so kämpfte man sich mit einfachen und schön herausgespielten Toren heran, ehe Edeljoker Lukas Franke zehn Minuten vor Schluss in Unterzahl mit angezeigtem Zeitspiel die gegnerische Abwehr kurz zu Fahnenstangen machte und zum 24:24 ausglich. Ohne eindeutige Erklärung – sei es mangelnde Kondition, Erfahrung oder Konzentration – ließ man von diesem Punkt an wieder deutlich nach und ließ einen 5 zu 1-Lauf der Gäste zu. In den letzten Spielminuten passierte wenig auf Roßtaler Seite, was den Endstand von 27:33 zur Folge hatte.

Nun stellt sich angesichts der frustrierenden Niederlage die Frage, welche Lehren sich aus dem Spiel ziehen lassen können. Schließlich hatte man das Spiel kurz vor Schluss wieder in der Hand. Hier eine Auswahl: Eventuell lässt sich aus einer dreifachen Überzahl etwas besseres herausspielen als ein Stürmerfoul und ein Fehlwurf. Der Niederlagenfluch des Lukas F. wartet immer noch darauf, überwunden zu werden. Wir kochen auch mit Wasser (Wie denn sonst?).

Wir können Handball spielen – manchmal. Die Zwädde hat in beiden bisherigen Saisonspielen Kampfgeist bewiesen und hatte immer wieder Phasen, in denen auch ein schneller und konsequenter Ball gespielt wurde. Fragt sich nur, wann man das über eine längere Zeit abrufen kann. Um es mit den Worten von Coach Hitzler auszudrücken: „Mund abputzen, weiter machen.“

TSV Wendelstein – TSV Roßtal II 28:28 (13:12)

Das erste Spiel der Saison. Ausgerechnet gegen den Tabellenersten der letzten Saison. Ausgerechnet gegen den einzigen Gegner, gegen den man im letzten Jahr zweimal verloren hatte. Ausgerechnet in Wendelstein.

Trotz großen Respekts fuhr die Roschdler Zwädde voller Zuversicht zum Mitaufsteiger. Gude Laune und Teamgeist des letzten Jahres konnten über die spielfreie Zeit getragen werden. Das Team hatte sich kaum verändert. Es wurde lediglich durch einige Spieler aus der Jugend verstärkt. Mit einem überragenden Trainergespann, bestehend aus dem erfahrenen Bernd Hitzler und dem letztjährigen Erfolgscoach Thomas Gerbing, wurde eine Vorbereitungsphase absolviert wie von kaum einer Zwädden je zuvor. Einziger Wehrmutstropfen: Die Urlaubsplanung. Wer gut trainiert, muss auch gut regenerieren, könnte man meinen… aber wirklich zum Saisonstart, am besten die ersten drei Spiele? Zum Glück wusste die Mannschaft den mittelfränkischen Vorlesemeister des Jahres 2004 auf ihrer Seite und wurde zudem von zwei jungen und doch schon erfahrenen Topstars des Vereins und Freunden des Hauses verstärkt.

Harter Kampf um jeden Ball

Das Beste, was sich über das Spiel schreiben lässt, ist, dass es einiges an Spannung mit einem versöhnlichen Endstand für die zahlreich mitgereisten Unterstützerinnen unserer Zwädden bot. Zu Beginn noch einigermaßen über einstudierte Spielzüge erfolgreich, machte sich die Roßtaler Schwäche im Positionsangriff schnell bemerkbar. Zu langsam und zu torungefährlich präsentierte sich die erste sechs von Coach Hitzler. Auch in der Defensive fand man kaum Zugriff, was in einfachen Toren für die schnellen Wendelsteiner und in häufigen Strafen für die Roßtaler mündete. Vorne konnte nur der aushelfende Dave Rößl überzeugen, der die Mannschaft im letzten Jahr zusammen mit Thomas Gerbing zum Aufstieg coachte und spielte. So wurde das Ergebnis eng und das Zeitstrafen-Niveau hochgehalten. Mit dem Spielstand von 13:12 und der Anzahl von vier Feldspielern ging es für die Zwädde in die Halbzeitpause. Die zweite Halbzeit lief weiter, wie die erste aufgehört hatte. Die Roßtaler machten viele Fehler und wenig Druck, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr, was die wendigen Wendelsteiner mit ihrer Erfahrung und Schnelligkeit oft zu nutzen wussten. So stand die Zwädde in der 31. Minute nur noch zu zweit auf dem Feld und die Anzeigetafel in der 50. Minute auf 26:19 für den TSV Wendelstein. Dennoch ließen sich die Roßtaler nicht beirren. Durch gemeinsamen Kampf, einen gut angreifenden Dave Rößl, einen sicheren 7-Meter Schützen Torsten Schmidt, einen Top-Debütanten Jonas Weinländer und einen soliden Keeper Fabian Bühler, schaffte es die Zwädde sich wieder ranzukämpfen und schließlich in der 59. Minute den Ausgleich zum 28:28 Endstand zu erzielen. Die Leistung ist definitiv noch ausbaufähig, aber Teamgeist und Einsatzwille sorgten für einen Punktgewinn in Wendelstein. Schon rein numerisch eine Steigerung zur letzten Saison.

Die Zeitstrafen machen der Zwädden zu schaffen

An die beiden Aushelfer: Danke, ohne euch wäre das Spiel anders verlaufen! An die mitgereisten Fans: Danke, wir versprechen eine Steigerung. Im Laufe der Saison werdet ihr nicht nur spannenden, sondern auch guten Handball geliefert bekommen! An die Urlauber und Unentschuldigten: Wir freuen uns auf eure Rückkehr! 1-2 Kisten und alles ist vergeben :*

Duschwertung: 6,8 also fast schon ein 7-Meter. Wärmeregulation: Top. Platz: Ok. Kritikpunkt: Druckknopf zum Betätigen des Wasserstrahls muss unfassbar fest eingedrückt werden; nichts für kaputte Handballer-Finger. Wir freuen uns auf eine wohlige Dusche in heimischer Halle nach dem Spiel am 23.09. um 15:00Uhr gegen den HBC Nürnberg II.

POTT