Chancenlos im Bibertgrund
Das man beim Meisterschaftsanwärter der HG Zirndorf nicht unbedingt auf Punkte hoffen muss, war vor dem Spiel allen klar, dennoch wollte man sich so gut es geht verkaufen – dass, vorweggenommen, hat nicht funktioniert. Die Männer aus der Bibertstadt waren den Spielern der „Zwäddn“ in allen Bereichen weit überlegen. Vor allem körperlich hatte man wenig entgegenzusetzen, was sich vor allem im Angriff wiederspiegelte. Der große Mittelblock der Gastgeber entschärfte fast jeden Wurfversuch aus dem Rückraum, noch bevor Pfrengle im Tor überhaupt eingreifen muss. Die Versuche die Abwehr spielerisch in Bewegung zu bekommen oder im Eins-gegen-Eins zu überwinden scheiterten stehts an der körperlichen Überlegenheit der Zirndorfer. Die logische Folge waren viele Ballverluste, welche zugleich mit Gegenstößen bestraft wurden. Somit sah die Landesligareserve von Beginn an kein Land und lag schnell uneinholbar hinten. Positive Schlussfolgerungen aus diesem Spiel zu ziehen fällt schwer, lediglich Wolff im Tor zeigte eine ansprechende Leistung. Und hatte man die HG einmal im Positionsangriff, mussten sich die Gastgeber ihren Torerfolg zumindest die ersten 40 Minuten erkämpfen. Doch auf Grund der miserablen Angriffsleistung, fällt das in der Endabrechnung Dank der vielen Gegentore in der ersten und zweiten Welle nicht ins Gewicht. Schlussendlich steht eine verdiente 32:10-Niederlage zu Buche.
Auch wenn die Niederlage eine herbe Klatsche darstellt, ist sie für die „Zwädde“ nicht so dramatisch – im Abstiegskampf muss man gegen solche Gegner nicht gewinnen. Letztendlich verliert man lieber deutlich gegen die Spitzenteams der Liga, als dass man knapp gegen einen direkten Konkurrenten verliert. Deshalb heißt es Mund abputzen und nicht die Moral verlieren, denn am kommenden Sonntag empfängt man mit dem Mitaufsteiger TSV Wendelstein einen solchen direkten Konkurenten. Dann zählt es, will man im Abstiegskampf nicht schon früh mit dem Rücken zur Wandstehen, müssen in diesem Vierpunktespiel alle Kräfte mobilisiert werden und auf den Platz gebracht werden, um die ersten Zähler zu erkämpfen. Anpfiff ist um 18 Uhr.
TVR: Wolff (Tor); Wende, Pelz, Jordan, Potjans 1, Haltrich M., Gerbing N. 4/3, Köhler 1, Heldauer 1, Lunau 2, Olschewski, Schmidt T. 1.
Köhler Thomas
Kategorie: 2. Mannschaft
TSV Roßtal II – TV Bad Windsheim 24:26
Viel Licht und viel Schatten
Wer kennt das nicht, die Saison startet, die Vorbereitung lief mal so, mal so, das Saisonziel -Klassenerhalt- ist gesteckt, aber so richtig weiß man sich noch nicht in der Liga einzuordnen. Als Fünftplatzierter in der Bezirksliga, stieg die roschdler „Zwädde“ erst als Nachzügler in die BOL auf, nachdem Gunzenhausen auf den Aufstieg verzichtete.
Für Coach Jochen Pelz bestand die Aufgabe über die Sommerpause eine BOL taugliche Mannschaft aufzubauen. Nachdem es letzte Saison doch eine reges Spielerkarussell mit am Ende über 30 verschieden Spielern während der Saison gab und dementsprechend sehr durchwachsene Leistungen zu sehen war, soll es dieses Jahr in der „Zwäddn“ einen festen Kern geben, der mit A-Jugendspieler verstärkt wird, um sie an den Männerhandball heranzuführen.
Ebenfalls ein großer Umbruch vollzog sich bei den Gästen aus Bad Windsheim. Im Laufe der Sommerpause wurde bekannt, dass die TuS Feuchtwangen und der TV Bad Windsheim ihre Kräfte bündeln werden und in dieser Saison gemeinsame Sache machen. Somit steht Trainer Uwe De Angelis ein starker Kader, unter anderem mit dem letztjährigen Torschützenkönig Markus Lindörfer zur Verfügung.
Die ersten Minuten bis zum 2:3, begannen recht ausgeglichen. Doch im weiteren Verlauf agierte die 6:0-Abwehr des TSV zu passiv gegen den Gästerückraum. Auf der anderen Seite wirkte der Angriff noch nicht wirklich eingespielt und somit zogen die Gäste bis zur 20. Minute auf 4:9 davon. Nach einer Zweiminutenstrafe und einer roten Karte für die Gäste, spielten die Männer um Jochen Pelz fast zwei Minuten in doppelter Überzahl. Doch selbst daraus konnte nicht wirklich Profit geschlagen werden – ein mickriges Törchen brachte diese Überzahl. Bis zur Halbzeit konnte der Abstand gehalten werden und somit ging es beim Spielstand von 10:13 in die Kabine.
Den besseren Start in die zweite Hälfte hatten den Gästen. Bis zur 37. Minute bauten sie den Vorsprung auf fünf Zähler aus (13:18), doch die roschdler Reserve kämpfte unverdrossen weiter. Die Abwehr bekam im weiteren Verlauf mehr Zugriff auf den Rückraum der Gäste und auch der Angriff wurde zumindest etwas koordinierter. Folglich holten die Hausherren Tor um Tor auf bis schließlich Christoph Heldauer zum umjubelten 22:22 einnetzte (52. Minute). In dieser Phase hätte das Spiel durchaus kippen können, doch in den letzten Spielminuten war es dann Matthias Freier im Gehäuse der Kurstädter, welcher mehrere freie Würfe wegnahm und somit seine Vordermänner vor einem Rückstand bewahrte. Trotz vieler 100%-Chancen gelang dem TSV geschlagene sieben Minuten kein Tor und die Gäste zogen eineinhalb Minuten vor Abpfiff auf ein vorendscheidendes 22:25 davon. Beim 24:26 ertönte schließlich die Schlusssirene.
Der Kampfgeist stimmt bereits bei der „Zwäddn“, auch die Abwehr präsentierte sich teilweise sehr solide. In den kommenden Wochen muss nun noch am Angriff gefeilt werden, um dort auch mehr Struktur und Konstanz hineinzubekommen.
Bis zum nächsten Saisonspielt hat man nun zwei Wochen Zeit, um sich gerade im Angriff zu verbessern, ehe man zum Derby bei der HG Zirndorf empfangen wird. Am kommenden Wochenende hat man die Chance im Pokal gegen den die Spvgg Mögeldorf bereits die Chance im Angriff einiges auszuprobieren.
TVR: Dinnebier, Wolff (beide Tor); Grillenberger 1, Wende 2, Meyer 2, Potjans, Schmidt M. 2/1, Schmidt T. 4, Köhler 2, Herbst 1, Lunau 1, Rößl 1, Heldauer 6, Bonakdar 2/1
TV Roßtal II – TV Gunzenhausen 22:22
„Zwädde“ verliert nach dem Schlusspfiff noch einen Punkt
Wie berichtet ist der Kampf um die Aufstiegsplätze in der Bezirksliga Mittelfranken dieses Jahr an Spannung kaum zu überbieten. Fünf Mannschaften kämpfen um die begehrten drei Plätze, wobei vor diesem Spiel vier dieser Teams lediglich einen Punkt trennten. Den Mannen um (Spieler-)Trainer Jochen Pelz war also bewusst, jeder Verlustpunkt kann am Ende den Aufstiegsplatz kosten und somit ist die Devise für die letzten Spiele – nur ein Sieg ist gut genug, auch wenn, oder gerade wenn mit dem heutigem Gegner der Tabellenführer vom Altmühlsee, TV Gunzenhausen, seine Visitenkarte in der Roßtaler Mittelschulhalle abgeben würde. no images were found
Das Spiel startete äußerst Torarm, somit stand es nach einer viertel Stunde erst 4:5 für die Gäste. Dies hatte zwei Gründe. Auf der einen Seite stellten die Roßtaler eine äußerst stabile Abwehr auf die Platte, welche es den „Gunners“ äußerst schwer machte zu aussichtsreichen Torchancen zu kommen, auf der anderen Seite verzweifelten die Hausherren an dem starken Torhütergespann Tiefenthaler und Beck. Denn trotz etlicher hochkarätigen Chancen, sowohl aus dem Spielaufbau heraus, als auch im Tempogegenstoß, oder vom Strich – am Ende scheiterte man zu oft an den beiden überragenden Gunzenhausener Schlussmännern. Somit stand zur Halbzeit ein 8:7 auf der Anzeigetafel.
Auch in den zweiten 30 Minuten hatte man den Angriff der Gäste weitestgehend im Griff, lediglich in Unterzahl wussten sich die Altmühlstädter durchzusetzen. Daher vielen 50 Prozent der Gegentreffen, in den sechs Minuten, als der TVR in Unterzahl spielen musste. Die Fehler waren somit ausschließlich im Angriff zu suchen und hier viel der Hauptanteil erneut auf die Chancenverwertung. Denn an aussichtsreichen Wurfmöglichkeiten mangelte es auch im zweiten Durchgang nicht. Am Ende standen vier vergebene 7-Meter, mehr als fünf vergebene Gegenstöße und etliche freie Würfe aus dem Spiel heraus, welche nicht den Weg ins Tor fanden. Somit muss man sich am Ende an die eigene Nase fassen, dass man das Spiel bis zum Schlusspfiff nicht schon längst entschieden hatte. Der letzte Angriff der Hausherren führte somit, exemplarisch für dieses Spiel, nicht zum Torerfolg und man musste in den letzten 20 Sekunden den Eintorevorsprung über die Zeit retten. Doch so exemplarisch der letzte Angriff der Gastgeber war, so beispielhaft war auch die letzte Abwehraktion. Die „Gunners“ wollten unbedingt noch den Ausgleich, rannten sich aber mehrfach im Roßtaler Abwehrbollwerk fest, diese ließen bis zum Schlusspfiff keine Torchance mehr zu. Doch als sich der TVG schon über die Niederlage ärgerte und der TVR über die gewonnen zwei Punkte freute, entschieden die Unparteiischen nach etwas zögern, ohne ersichtlichen Grund, auf Strafwurf, welchen Albingier letztlich ganz abgebrüht verwandelte und somit das Tor zum 22:22-Endstand erzielte.
Nach diesem Unentschieden ist im Aufstiegskampf immer noch nichts entschieden, jedoch hat man es nun nicht mehr in der eigenen Hand und muss darauf hoffen, dass die Konkurrenten in den nächsten Spielen Federn lassen. Für die „Zwädde“ heißt es jetzt „nur nicht den Sand in den Kopf stecken“, wie Matthäus sagen würde, sondern weiter den Blick nach vorne richten. Die Chance vieles besser zu machen besteht am kommendes Wochenende, beim Doppelderby, wenn man in Heilsbronn gegen die zweite Mannschaft der SG Kernfranken antritt.
TVR: Wolff, Wolf (beide Tor, und ja, sie werden unterschiedlich geschrieben); Schatz, Cisse 3, Wiedemann 1, Meßthaler 3, Krach 3/1, Pelz 5/1, Haltrich 2, Lunau, Hofer 3, Olschewski, Bonakdar, Schmidt T. (2/2).
Köhler Thomas
TSV Rothenburg II – TV Roßtal II 26:22
Bericht folgt . . .
TV Roßtal – TSV Altenberg 30:22
Am Samstag, dem 03.03., trat unsere „Zwädde“ daheim – zur gewohnten Uhrzeit – gegen den TSV Altenberg an. Ungewohnt dagegen war – wie gewohnt – die Mannschaftsaufstellung. Die A-Jugend erkämpfte sich zeitgleich ihren letzten Punkt der Saison in Erlangen und konnte die Männer somit nicht unterstützen. Dank Verletzungspech, Urlaub und anderen Handballaktivitäten, fiel auch der Stammkader der Zwädden etwas dünner aus, als in den Spielen zuvor. Dafür konnte man auf Unterstützung aus der „Erschdn“ bauen. Armin Hofer und Nicolas Nepf trugen ihr Möglichstes bei, um für ein gelungenes Spiel zu sorgen.
Die Niederlage aus dem vorangegangenen Spiel gegen den TSV Wendelstein noch in den Köpfen, zeigte sich die Mannschaft in der ersten Halbzeit hoch konzentriert. Dank einer couragierten Abwehr und konsequentem Angriffsspiel stand es nach gut 15 Minuten 13:2 für den TV ähm TSV Roßtal united. Auch in der restlichen Halbzeit erlaubte sich die Mannschaft keine größeren Aussetzer und so lautete der Halbzeitstand: 19:8. Hervorzuheben ist noch der äußerst gelungene Überzahlspielzug, welchen die Mannschaft in der vorherigen Woche im Training eingeübt hatte und der wie aus dem Lehrbuch gelang.
Trotz der komfortablen Führung, wusste die Mannschaft, dass sie sich in der zweiten Halbzeit nicht ausruhen durfte. Bereits im Hinspiel und in den unzähligen Begegnungen zuvor hatte der TSV Altenberg bewiesen, dass er kein zu unterschätzender Gegner ist. Dementsprechend motiviert ging es in die zweite Halbzeit. Nichtsdestotrotz gelang es der „Zwädden“ in der „zwädden“ Halbzeit nicht ganz ihr, konsequentes Spiel aufrecht zu erhalten. Somit gestaltete sich die zweiten 30 Minuten ausgeglichener. Dennoch blieb das Spiel der Roschdler einigermaßen stabil und es gelang dem Gegner nie auf weniger als 7 Tore Unterschied heranzukommen. Das Spiel endete 30:22 für den TSV. Also Roßtal.
Wir gratulieren herzlichst unserer Ersten Mannschaft, die es im nachfolgenden Spiel gegen den TSV Bad Windsheim schaffte, ihren Aufstieg in die Landesliga sicher zu machen!
TVR: Dinnebier, Wolff (beide Tor); Halmen 6, Meyer, Potjans 3, Ortner, Meßthaler 3, Haltrich K. 4, Lunau 2, Pelz, Hofer 3, Nepf N. 2, Olschewski 3, Schmidt T. 4/3.
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Ture Potjans
