Kategorie: 2. Mannschaft

TSV Altenfurt – TV Roßtal II 28:31

Nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat sich die Zweite im Nachholspiel gegen den TSV Altenfurt. Es war ein wirklich hartes Stück Arbeit, doch am Ende konnten die Roßtaler trotz zum Teil haarsträubender Fehler die beiden Punkte mit nach Hause nehmen.
War es die ungewohnte Anwurfzeit oder schlichtweg mangelnde Konzentration, jedenfalls unterliefen der Schuh-Sieben in den ersten 30 Minuten so viele technische Fehler wie in noch keinem Spiel zuvor. Zwar kam man mit 0:2-Toren zunächst gut in die Partie, doch ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein knapper Schlagabtausch. Immer wieder ließ man fahrlässig Großchancen liegen oder setzte Gegenstoßpässe ins Nirvana. Die Gastgeber hatten jedenfalls längst Lunte gerochen und wollten die Chance nutzen, die Zähler in Altenfurt zu behalten. Jede Roßtaler Nachlässigkeit wurde durch die Mannschaft von Wolfgang Wirth bestraft und so brachte sich diese kurz vor der Pause von 13:13 auf 15:13 in Front.
Die Zweite war nach dem Seitenwechsel nun eindeutig gefordert, und so änderte man in der Pause auch die Taktik. Es wurde von einer 5:1 auf eine 6:0-Deckung gewechselt und im Angriff sollten zwei Kreisläufer die Wende gegen die offensiv ausgerichtete Abwehr der Hausherren bringen. Zunächst fanden diese aber besser zurück in die Partie und erhöhten prompt auf 17:13. Immerhin muss man der jungen Roßtaler Reserve großen Respekt zollen, dass sie in dieser Phase ruhig blieb, und weiter an sich glaubte. Die neue Taktik begann nämlich bald schon zu fruchten. Bereits beim 18:19 hatte man die Führung zurückerobert. Doch wieder geriet der TVR in eine Phase, in der man aufgrund zahlreicher Leichtsinnsfehler mit sich hadern musste. Beim 26:24 aus Sicht der Hausherren sah man seine Felle bereits davonschwimmen. Doch plötzlich, in den Schlussminuten wendete sich das Blatt zugunsten der Gäste, und das ziemlich rasant. Fünf Minuten vor Schluss egalisierte man zum 26:26, ehe man seine erste Überzahlsituation in diesem Spiel überhaupt zur endgültigen Entscheidung nutzte. Nun fielen die Tore wie am Fließband und beim 26:29 in der 58. Minute war das Spiel schließlich entschieden.
TVR: Tobias Gerbing – Marco Prenzel 1, Kai Haltrich 4, Philipp Ahner, Wilhelm Tschuri, Moritz Fröschel 10/1, Christoph Nepf 5, Manuel Erben 2, Thomas Köhler 2, Simon Halmen 1, Christoph Heldauer 5/2.
Bericht: Manuel Erben

TSV Rothenburg II – TV Roßtal II 25:25 (12:11)

In einem echten Handball-Krimi fuhr die Schuh-Truppe beim Tabellenführer aus Rothenburg ein alles in allem gerechtes Unentschieden und somit immerhin einen Zähler ein.
Die Tauberstädter sind so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Während alle anderen Teams aus dem vorderen Tableau zuletzt ordentlich Punkte ließen, setzte sich die Landesligareserve aus Rothenburg klammheimlich an der Tabellenspitze fest. Ohnehin ist die Mannschaft von Trainer Markus Hörner zu Hause, wo sie bis dato noch keinen einzigen Zähler abgegeben hatte, eine wahre Macht. Aus diesem Grund fuhren die Roßtaler auch nicht unbedingt als Favorit in die Touristenhochburg aus Westmittelfranken.
Gleich zu Beginn wurde die junge Roßtaler Mannschaft kalt erwischt. Im Angriff lief zunächst wenig zusammen, und auch in der Abwehr benötigte man einige Minuten, um die Abstimmung zu finden. Rothenburg führte schnell mit 4:1 Toren, doch ab diesem Zeitpunkt war der TVR endgültig auch mit dem Kopf in Rothenburg angekommen. Mit vier Treffern am Stück ging man nun seinerseits mit 4:5 in Führung. Diese hielt der TVR bis zum 9:11 kurz vor der Pause, bevor die Hausherren pünktlich zur Halbzeitsirene die Führung zurückeroberten. Beide Mannschaften hatten im ersten Durchgang eine aggressive Abwehr gespielt. Am Ende mussten die Roßtaler zehn Siebenmeter hinnehmen, die Rothenburg allesamt erfolgreich verwandelte. Im Angriff zeigte man sich im Vergleich zum 24:22-Hinspielsieg nun etwas variabler. Während damals Christoph Heldauer die Hälfte aller Tore erzielt hatte, bekam er nun auch von der anderen Halbposition Unterstützung. Simon Halmen kam am Ende auf starke sechs Treffer aus dem Feld.
Im zweiten Abschnitt deutete vorerst alles auf einen Heimsieg hin. Der TSV führte bis zum 22:19 durchgehend mit zwei bis drei Toren, ehe Roßtal so richtig aufdrehte. Mit einem 6:1-Lauf sah die Schuh-Sieben beim 23:25 drei Minuten vor dem Ende der erhofften Überraschung entgegen. Im Basketball würde man nun von der sogenannten „Crunch Time“ sprechen, in der sich bei knappem Spielstand oft die größere Erfahrung durchsetzt. Und so war es auch an diesem Sonntagnachmittag. Die routinierten Rothenburger  suchten nun clever die Eins-gegen-Eins-Situationen, während die Roßtaler Zweite unnötige Zeitstrafen kassierte. So auch vier Sekunden vor dem Ende, als es beim Stand von 24:25 obendrein einen Siebenmeter für die Gastgeber gab. Dies sollte die allerletzte Situation des Spieles werden. Im Duelle Andreas Kulas gegen Frank Meyer behielt der Rothenburger wie die neun Male zuvor die Nerven und sorgte, wenn man die gesamte Spielzeit betrachtet, für eine gerechte Punkteteilung.
Mit einer Niederlage und dem nun erreichten Unentschieden legen die Roßtaler einen mit dem Saisonstart vergleichbaren Auftakt in die Rückrunde hin. Damals folgte bekanntlich eine kleine Siegesserie, die man zweifelsohne gerne wiederholen möchte. Die erste Chance dazu hat man bereits am morgigen Mittwoch beim TSV Altenfurt, der für den TVR jedoch ein bisher gänzlich unbekannter Gegner ist. Es handelt sich um ein Wiederholungsspiel aus der Hinserie, als man einem gleichzeitig angesetzten Fußballturnier weichen musste.
 
TVR: Frank Meyer, Tobias Gerbing – Marco Prenzel 3, Philipp Ahner, Andreas Raum, Lukas Gruber 1, Wilhelm Tschuri, Simon Halmen 6, Patrick Wild, Dominik Herbst, Manuel Erben, Kai Haltrich 4, Torsten Schmidt 3/1, Christoph Heldauer 8/2.
 
Bericht: Manuel Erben

TV Bad Windsheim – TV Roßtal II 17:15

Start ins neue Jahr missglückt
Mit guten Vorsätzen in die Rückrunde gestartet, wartete gleich ein unmittelbarer Verfolger auf die Schuh – Auswahl, TV 1860 Bad Windsheim. Mit einem vollem Kader und Vorfreude reiste man also in die Ferne, doch man musste lernen, dass man auch mit einer guten Abwehrleistung ein Spiel nicht gewinnen kann…
Die ersten zwei Tore im neuen Jahr gelangen der Heimmannschaft, doch die Roßtaler konnten diesen Rückstand relativ zügig wieder neutralisieren und gingen mit 2:3 in Führung. Spätestens in der 10. Minute war jedem klar, dass das Endergebnis wohl eher an ein weibliches Jugendspiel mit 50 Minuten Spielzeit erinnern wird als an ein Männerspiel in der Bezirksliga. Beide Abwehrreihen standen sicher, ließen wenige Chancen zu. Auf Roßtaler Seite konnte sich die Erfahrung im Tor in Form von Frank Meyer ein ums andere Mal durchsetzen und verhinderte somit über lange Zeit den Rückstand. Da Franz Büttner seine Mannschaft auf Rückraumschützen Christoph Heldauer eingestellt hatte, war dieser ab der ersten Minute aus dem Spiel genommen und wurde zu schwierigen Würfen gezwungen. Freie Würfe aufs Tor der Zwädden wurden entweder vom Torwart oder von Konzentrationsschwächen vereitelt. Nach einem kurzen Zwischensprint durch Linkshänder Simon Halmen konnten sich Roßtaler bis zur Halbzeit mit 3 Toren absetzen. Um die sehr guten Abwehrleistungen beider Mannschaften herauszuheben, sind wohl die Spielstände während der ersten Auszeit (18. Minute) mit 4:3 und das Halbzeitergebnis mit 5:8 am aussagekräftigsten.
Die zweite Halbzeit war genauso umkämpft wie die erste, dennoch gelang es Bad Windsheim den Rückstand aufzuholen und zum 9:9 und 13:13 auszugleichen. In der letzten viertel Stunde (immerhin sind noch 6 Tore gefallen!!!) gab der Gastgeber die dann erreichte Führung nicht mehr her. Chancen zum Ausgleich gab es für die Roschdler Reserve zwar noch, diese wurde abermals vom Schlussmann pariert.
Wir mussten schmerzhaft feststellen, dass eine alte Weisheit leider nicht immer zutrifft.
„Spiele gewinnt man in der Abwehr“
Mit 17 Gegentoren sollte man durchaus ein Spiel gewinnen können, nur reichen nach Adam Riese 15 Tore dafür nicht aus. So musste die Zwädde ohne Punkte die Heimreise antreten. Nächstes Wochenende steht das nächste Auswärtsspiel in Rothenburg auf dem Kalender.
MfG Domi
T. Gerbing, F. Meyer, Halmen 4, Schmidt, M. Meyer, Eggen 1, Wick 2, Wild, Jordan 1, Haltrich 2, Köhler, Ahner, Heldauer 1, Prenzel 1

TSV Altenfurt – TV Roßtal II – Spiel verlegt auf 21.01. 20:00 –

Das alte Leid zur Winterzeit
Nachdem es für die Fußballer draußen langsam zu ungemütlich ist, suchen sie Zuflucht in den Hallen. Für die Handballer bedeutet das, sich mit den Rasensportlern zu einigen, wer den Zuspruch für die Halle bekommt. In Altenfurt gab es da anscheinend Missverständnisse und die Halle wurde doppelt Belegt. Die Handballer zogen hier scheinbar den Kürzeren und das Spiel gegen die „Zwädde“ wird vorerst auf Eis gelegt.
NEUER TERMIN: 21.01. 20:00 in Altenfurt

TV Roßtal II – HSG Lauf/Heroldsberg II 32:31

In einem Handballkrimi ergattert die „Zwädde“ zwei Punkte gegen den Tabellenführer
Nachdem man in der Vorwoche beim Tabellenzweiten eine sehr magere Leistung abgeliefert hatte und deutlich verlor, war gegen den Tabellenersten eine enorme Leistungssteigerung nötig, um nicht wieder unter die Räder zu kommen.
Von Beginn an zeigten beide Teams, dass sie auch beide Punkte für sich beanspruchen wollten. In einem Körperbetonten und schnellen Spiel schenkten sich beide Teams nur wenig. Im Gegensatz zum Spiel gegen den TSV Stein, wo sich vor allem die Torhüter auszeichneten, agierten  diesmal besonders beide Angriffsreihen sehr konsequent vorm gegnerischen Tor. Dennoch gelang dem TVR der etwas bessere Start. Über 2:2 setzten sich die Gastgeber bei 6:3 das erste Mal mit drei Toren ab und verwalteten diesen Vorsprung vorerst. Es zeigte sich jedoch, wenn man in diesem Spiel nur kurz etwas unkonzentrierter spielte, könnte das am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden. Beim Spielstand von 10:9 verkürzten die Gäste wieder auf ein Tor, ehe die „Zwädde“ wieder auf drei Tore erhöhte (14:11). Bis zum Halbzeitpfiff änderte sich nicht viel, jeder Fehler einer Mannschaft wurde vom Gegner sofort bestraft. Mit 19:17 wechselte man schließlich die Seiten.
In einer intensiven ersten Halbzeit legte Roßtal zwar immer vor, vermochte es jedoch nicht sich von den starken Gästen abzusetzen. Die Zuschauer durften also auf weitere spannende 30 Minuten hoffen und sie wurden nicht enttäuscht.
Die zweite Hälfte begann wie die erste, nur dass diesmal die Landesligareserve aus Lauf mit 4:1 Toren die Führung übernahm (20:21) und nun ihrerseits immer vorlegte. Der TVR lies sich jedoch nicht abschütteln und glich mehrfach im Spielverlauf aus, ohne aber selber wieder in Führung zu gehen. Die letzten 5 Minuten waren dann an Spannung kaum zu überbieten. Lauf/Heroldsberg hatte zwei Tore mehr auf der Anzeige (28:30). Roßtal ergatterte zweimal den Ball und vergab zweimal die Chance auf ein Tor heran zu kommen. Beim Spielstand von 28:31, ca. 3 Minuten vor Schluss schien die Messe gelesen. Jedoch schaffte es der Gastgeber in den letzten Minuten das eigene Tor zu vernageln, netzte selber noch viermal ein und erzielte damit kurz vor dem Schlusspfiff sogar den Siegtreffer.
Mit diesem Ergebnis wird der Kampf um die Herbstmeisterschaft noch einmal richtig spannend. Die HSG Lauf/Heroldsberg II rutscht auf Grund der schlechteren Tordifferenz auf Platz zwei hinter den TSV Rothenburg II. Beide Mannschaften werden den Titel des Herbstmeisters im letzten Hinrundenspiel, am kommenden Wochenende, also unter sich aus machen. Zwei Punkte dahinter ringt der TSV Stein (daheim gegen den MTV Stadeln II) und die TuS Feuchtwangen (daheim gegen TV Bad Windsheim) um Platz drei. Der Aufsteiger aus Feuchtwangen hat bei einer Niederlage der Rothenburger sogar die Chance, auf Grund des besseren direkten Vergleichs, auf Platz zwei zu überwintern. Mit nur einem Punkt Abstand, hat auch der TVR noch Anschluss zur Spitzengruppe und will sich gegen den TSV Altenfurt natürlich keine Blöße geben, um den Anschluss auch zu halten. Man darf also einen spannenden letzten Spieltag erwarten.
P.S. Bei einer so spannenden Tabellenkonstellation, ist die richtige Tabelle natürlich sehr interessant, daher hier der Link zur Tabelle auf den Schiedsrichterseiten (hier zählt bei Punktgleichheit der relevante, direkte Vergleich, anders wie auf nuLiga, wo die Tordifferenz den Ausschlag gibt)
TVR: Gerbing T. – Nepf 1, Gerbing N. 6, Gruber 2, Meyer M., Fröschel 7, Eggen, Wick 4/1, Wild, Erben 2, Halmen, Ahner, Heldauer 7, Haltrich 3.
Thomas Köhler