Kategorie: Damen

HC 03 Bamberg – Damen I

Knapper Sieg gegen Mitaufsteiger 

Nach dem harten Kampf in der letzten Woche und der dünnen Personaldecke sollte es dieses Wochenende (zumindest im Rückraum) wieder besser aussehen. Am Sonntag Nachmittag fuhren wir nach Oberfranken zu den Mitaufsteigerinnen aus Bamberg. Die Devise war klar: das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn die Bambergerinnen wollten mit Sicherheit vor Ihrem Heimpublikum die ersten Punkte der Saison einfahren.

Leider begann die Partie nicht wie gewünscht. Nach zehn Minuten konnten wir den Ball noch nicht im Tor der Bambergerinnen unterbringen und es stand bereits 3:0. Unsere Coaches zückten hier bereits das erste Mal die Time Out Karte, um die schlechte Abschlussquote zu bemängeln. Die Auszeit zeigte Wirkung und es entwickelte sich bis zur Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel (9:9).

Nach der Halbzeit gelang es uns die Abwehr besser zu stellen, um so einen ruhigeren und gezielteren Spielaufbau nach vorne zu generieren. Die Angriffe wurden besser ausgespielt und endeten immer mit einem erfolgreichen Torabschluss. Nach 46min setzten wir uns mit sieben Toren zum zwischenzeitlichen 14:21 ab. Dann zeigte allerdings die Auszeit der Heimmannschaft Wirkung und die HC´lerinnen legten einen Endspurt hin. Wir hingegen agierten wieder hudelig und nicht konsequent genug. Bamberg verkürzte bis zum Ende auf drei Tore zum Endstand von 20:23.

Das war sicherlich keine lobenswerte Leistung, auf welcher es aufzubauen gilt. Trotzdem sind zwei Punkte eingefahren, das Spiel abgehakt und der Blick geht bereits nach vorne. Da wir kommendes Wochenende spielfrei sind, können die Trainer die nächsten zwei Wochen im Training an einigen Stellschrauben drehen.

Dann steht am 09.11.2024 unser geliebtes Martinimarkt Heimspiel an. ACHTUNG: wir spielen bereits um 15 Uhr gegen die Damen des HC Sulzbach-Rosenberg.

 

Für den TSV: Jessica Kaiser (Tor); Brandscher Carolin (2), Mailänder Mareike (4), Eisgedt Melanie, Meßthaler Lena, Strecker Simone (4), Peipp Annika (3), Raum Andrea, Schönfeld Antonia (1), Spreiter Ricarda (5), Becker Sandra (1), Marion Schrader (3)

Coaches: Brandscher Alexander und Herbst Dominik

HaSpo Bayreuth – TSV Roßtal I 35:31 (19:19)

TSV Roßtal unterliegt knapp in einem torreichen Duell

Am vergangenen Samstag ging es für die Damen des TSV Roßtal nach Bayreuth. Durch die 4 Punkte, die wir bereits holen konnten, waren die Mannschaft und die Trainer hochmotiviert zu gewinnen.

Unser Rückraum war leider immer noch nicht vollständig, da Meike und Ricci fehlten. Zusätzlich fühlte sich Andi bereits bei der Fahrt nicht gut. Das hat aber unserer Stimmung nichts abgetan. Wir haben die Saison schon in einer noch schlechteren Besetzung Punkte geholt und so wollten wir auch in Bayreuth zeigen was wir können.

Die Mädels des Haspo Bayreuth waren aber mindestens genauso heiß und super vorbereitet. Mit einer stark offensiven Abwehr, mit der sie unsere Halbspielerinnen teils komplett rausgenommen haben, konnten sie stark in Führung gehen. Nach 8 Minuten Spielzeit lag der TSV 7:1 hinten. In einer Auszeit versuchte unser Trainer Alex uns weiter zu motivieren und gab Anregungen für Lösungen gegen die starke Abwehr. Und das haben wir umgesetzt. Annika hat uns aus der Pleite rausgeholt mit ganzen fünf Toren in nur 3 Minuten!! Ab da an war die Mannschaft im Spiel drin und es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Vom Rückraum, von außen oder vom Kreis sind die Tore nur so gefallen, aber die Gegner haben genauso stark getroffen. Durch einen 7-Meter in der 17.Minute konnten wir einmal kurzzeitig in Führung gehen, ansonsten war es bis zur Halbzeit immer ein Hin und Her. Durch ein Tor durch Andi in der 30. Minute konnten wir schließlich mit 19:19 in die Halbzeit gehen.

In den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit ging es da weiter, wo wir aufgehört hatten. Es war ein Hin und Her und keine Mannschaft konnte sich klar absetzen. Dann kam leider ein Wendepunkt. Caro verletzte sich und musste raus. Andi hatte starke Kreislaufprobleme wie bereits vor dem Spiel und musste raus. Da wir keine Wechselspieler im Rückraum dabei hatten, musste somit Marion im Rückraum aushelfen. Wir haben in einer Aufstellung gespielt, die wenig eintrainiert war. Noch dazu haben manche Spielerinnen fast komplett durchgespielt. Das machten sich die Mädels vom Haspo Bayreuth zunutze. In den nächsten 10 Minuten fielen 7 Tore für Bayreuth und keines für Roßtal. In der 55.Minute lagen die roschdler Mädels mit 7 Toren hinten (33:26). Alex nutze seine letzte Auszeit und motivierte die Mannschaft nochmal. Wir haben uns so gut geschlagen und sollen nochmal alles geben. Wir sind auf jeden Fall konkurrenzfähig, aber einfach personell zu sehr geschwächt. Trotzdem hieß es dann Backen zusammenkneifen und nochmal 5 Minuten Gas geben. Wir haben alles gegeben und nochmal 5 Tore aufgeholt und somit das Ergebnis auf 4 Tore verkürzt. Dennoch müssen wir uns geschlagen geben mit 35:31.

Das Spiel war eine Achterbahn der Gefühle. Wir waren ganz lange ganz knapp am Sieg dran. Am Ende mussten wir uns wegen fehlenden Spielerinnen, Verletzungen und Krankheit dann leider doch geschlagen geben. Aber es gibt zum Glück noch ein Rückspiel und da haben wir auf jeden Fall eine Chance auf 2 Punkte!

Eure Damen 1

 

 

 

 

 

 

TSV Roßtal I – TV Marktsteft 26:15 (11:8)

Am vergangenen Wochenende traten die Damen des TSV Roßtal gegen den TV Marktsteft an. Bereits vor dem Spiel herrschte eine aufgeregte Atmosphäre in der Halle. Die Zuschauer und Zuschauerinnen füllten die Ränge, während einige Spielerinnen der Heimmannschaft gespannt das Spiel der Zwädden Männermannschaft verfolgten. Nebenbei wurden mit Haaren flechten, Bronte trinken und kurzen Taktik Besprechungen letzte Vorbereitungen getroffen. Die Spannung in der Halle wuchs spürbar.

In der Kabine richtete Trainer Brandscher einige motivierende Worte an sein Team: „Wir gehen heute hier doch nicht ohne Punkte raus, zeigen denen, was wir können und lassen uns nicht unterschätzen.“ Diese Worte schienen ihre Wirkung nicht zu verfehlen, denn bereits nach 53 Sekunden fiel das erste Tor der Partie – erzielt von Peipp, die damit einen fulminanten Start für den TSV Roßtal hinlegte.

Mit dem Motivationsruf „3, 2, 1… SCHEPPERN“ ging das Team in ein abwehrdominiertes Spiel. Hier gelang es zunächst, trotz den Abschlüssen von Brandscher, keinem der beiden Teams, sich abzusetzen. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem jeder Angriff auf das gegnerische Tor, prompt mit einem Ausgleich beantwortet wurde.

Nach einem Team-Timeout des TV Marktsteft übernahm dieser in der 21. Minute sogar kurzzeitig die Führung. Doch der TSV Roßtal reagierte sofort und stellte zur Halbzeit auf einen 11:8 Vorsprung.

Der TSV Roßtal nutzte in der zweiten Halbzeit geschickt die Schwächen der Absprache in der Abwehr der Gäste. Durch kluge Laufwege von Schönfeld, Becker und Kuchlbauer gelang es, gleich 6 Tore über den Kreis zu erzielen.

Auch der Rückraum bewies seine Klasse: Eisgedt, Raum und Peipp steuerten zusammen 12 Tore aus der Distanz bei. Besonders herausragend war Peipp, die insgesamt 7 Treffer aus dem Rückraum erzielte und damit maßgeblich zum Erfolg beitrug. Auch im Tor sorgte Kaiser für Sicherheit und einem immer größer werdenden Abstand zu der Gastmannschaft. Die 47te Spielminute wurde somit mit einer Führung von sechs Toren (20:14) eingeleitet.

Diesen Abstand konnte uns keiner nehmen. Selbstsicher und konzentriert folgte ein fünf zu null Lauf, der uns einem Abstand von zehn Toren ermöglichte. Mit einer souveränen Abwehr, den schnellen Reaktionen der Mitspielerinnen und einem abschließend gut platzierten Siebenmeter gelang es dem TSV Roßtal das Spiel mit 26:15 deutlich zu gewinnen.

Nach dem Spiel war die Freude unübersehbar: Das Siegerfoto wurde mit einem lauten „JAAAA“ eingeleitet, welches durch die Halle hallte, die Spielerinnen feierten mit roten Köpfen und einem breiten Grinsen, klatschten sich ab, umarmten einander und ließen den Sieg gebührend ausklingen.

Doch Trainer Brandscher erinnerte seine Mannschaft daran, dass „nach dem Spiel […] vor dem Spiel“ ist. Die Vorbereitungen auf das nächste Auswärtsspiel gegen den HaSpo Bayreuth laufen bereits. Das Team blickt zuversichtlich auf die kommende Herausforderung und freut sich auf das nächste Spiel.

TSV Roßtal – HSG Pleichach 23:28 (10:17)

Noch gut gepusht von unserem erfolgreichen ersten Saisonspiel in der Oberliga, vergangenes Wochenende gegen Oberviechtach, stand dieses Wochenende unser erstes Heimspiel an. Mit Pleichach besuchte uns ein erfahrener Oberligist (oder früher: Landesligist), der dementsprechend durchaus mit Harz am Ball vertraut ist. In der Vorbereitung konnten wir schon gut mit der klebrigen Angelegenheit warm werden, jetzt hieß es aber, dies auch im Spiel zu zeigen.

Leider fehlten und mit Meike und Ricci im Rückraum und Simmi und Caro auf den Außenpositionen vier wichtige Spieler und schickte unseren Rückraum ohne Auswechsler ins Spiel. Doch wir hatten schon oft bewiesen, dass  man auch mit wenig Auswechslern viel aus einem Spiel rausholen kann.

Um 17 Uhr ertönte der Anpfiff in der Mittelschule Roßtal und unsere Gäste gingen zunächst mit zwei Toren in Führung. In der 3. Minute setzte Marina über die Rechtsaußenposition das erste Tor dagegen, doch Pleichach durchbrach unsere 6:0 Abwehr noch weitere 3 Mal, bevor unsere Coaches in der 9. Minute die erste Auszeit nahmen. Wir machten es den anderen deutlich zu einfach. Durch unkonzentrierte Abschlüsse und Ballverluste gelangten unsere Gäste viel zu schnell in den Ballbesitz und nutzen ihre Chancen. Also ab jetzt: Konzentration und viel mehr trauen! So holten wir in den darauffolgenden 10 Minuten durch schöne Kreisanspiele oder Rückraumwürfe auch auf einen Spielstand von 6:9 auf, bis Pleichach in der 20. Minute seine erste Auszeit nahm. Hätten wir das Spiel so weitergespielt, wären wir vielleicht mit einem knapperen Halbzeitstand in die Pause gegangen, doch auf ein Tor von uns folgten in der Regel mindestens zwei und einmal sogar vier Gegentore, was uns mit 7:10 in die Pause schickte.

Die Ansagen in der Kabine waren klar: Verantwortung in die Hand nehmen, Fehler vermeiden und vor allem: den Kopf oben lassen! Ein Spiel war noch nie in der Halbzeit gewonnen oder verloren und trotz lästiger Harzfehler schlugen wir uns nicht schlecht. Unsere Abwehr stand gut, wir mussten zwar teilweise noch etwas schneller auf den Beinen sein, aber das Spiel verbauten wir uns mal wieder im Angriff. Also nichts, dass sich nicht lösen lässt.

Die zweite Halbzeit startete wild. Es vielen nur wenige Tore, doch nach 7:33 Minuten standen nach drei relativ kurz aufeinanderfolgenden 2-Minuten-Strafen gleich nur noch vier Feldspieler von uns und 5 von Pleichach auf dem Platz. Im Schnitt blieb der 7-Tore-Vorsprung unserer Gegnerinnen leider gleich, doch im Angriff wurden wir kreativer und gefährlicher. In den letzten 10 Minuten kamen wir durch einen 4-Tore-Lauf sogar mit 20:24 wieder ran, doch setzten uns unsere Gäste ab dann leider wieder jedem Tor eines oder zwei entgegen, sodass wir uns letztendlich mit 23:28 geschlagen geben mussten. Besonders in der zweiten Halbzeit konnten wir jedoch sehen, dass wir durchaus in der Lage sind in der Oberliga mitzuhalten, sofern wir natürlich unsere Chancenverwertung optimieren und dem Harz weniger Fehler zugestehen. Motiviert sind wir auf jeden Fall, erst recht, da wir kommendes Wochenende mit Zirndorf auf einen sehr wohl vertrauten Gegner stoßen, dem wir gerne ein weiteres Mal die Stirn bieten wollen. Um 19 Uhr sind wir dort zu Gast und hoffen, auf die Unterstützung des ein oder anderen unserer treuen Fans hoffen zu dürfen. Bis dann!

Eure Damen 1

HV Oberviechtach – TSV Roßtal 20:32 (12:14)

Endlich heißt es wieder…

…3, 2, 1 SCHEPPERN…!!

So wird es am 21.09.2024 im entfernten Oberviechtach in der Oberpfalz geschrien, und zwar so laut, dass es bis in die Heimat gehört werden kann.
Die Aufsteigerinnen des TSV Roßtal Handballs müssen sich für den Saisonauftakt erst einmal knappe 90 Minuten auf den Weg zwischen Täler und Berge machen, um der Mannschaft des HV Oberviechtach gegenüber treten zu können. Dass der Aufstieg verdient und nicht nur dem Absteigen des HG Zirndorfs 1 geschuldet war, sollte -und konnte- hier bewiesen werden.

Die Saison beginnt mit einem Auftakt, den sich die Damen 1 des TSV Roßtals nicht besser wünschen konnten. Angefangen mit einem drei zu null Lauf basierend auf den ersten zwei Treffern durch unsere Rückraumspielerin Mailänder war die Stimmung auf der Bank und auf dem Feld aufgeheizt worden. Bis zum ersten Timeout konnte sich mit Hilfe herausragender Defensivarbeit und Sicherheit in den Abschlüssen auf ein 4:8 abgesetzt werden. Die Führung der Heimmannschaft wussten die Rückraumspielerinnen Raum, Peipp und Eisgeth, sowie Außenspielerinnen Schrader und Petzold mit ihren untereinander aufgeteilten Treffern zu unterbinden. Das Timeout dennoch effektiv genutzt, konnten sich die Gastgeberinnen, mit Hilfe einer Umstellung in der Abwehr und einer Verbesserung im Angriff, auf 12:14 heranarbeiten.

Dies führte aber zu alles anderem als Unmut. Durch die mit motivierenden Worten angeführte Halbzeitansprache konnten das Trainerduo Brandscher / Herbst ihre Spielerinnen noch einmal dafür begeistern alles -und noch mehr- zu geben. „… konzentriert euch, rennt dem Ball hinterher. Wir wollen diesen Ball verdammt nochmal haben und bitte, fangt diese Abpraller, wenn die Jessi schon so geile Paraden hinlegt“ war die Anweisung. Glaubt man seinen Trainern schafft man es gelegentlich auch sich im dritten Viertel des Spieles noch einmal mit 16:22 abzusetzen.

Dies ist verschiedenen Variationen im Angriff sowie sauberer Verschiebungsarbeit in der Abwehr zu verdanken, denn eins gilt es zu erwähnen… die Tricks zum Spielen in Unterzahl durften nicht aufgespart werden. Das Spiel war nämlich auffällig von Zeitstrafen durchzogen. Durch die beständig stehende und physisch geprägte Abwehr staubten wir achtmal zwei Minuten Strafen ab und vier Spielerinnen waren dem roten Karton so, gar nicht weit entfernt. Doch das hat wohl nicht davon abgehalten trotzdem zu scheppern. Während die 20 Tore der Heimmannschaft ab der fünfzigsten Spielminute beständig blieben, konnten die Scheppergörls weitere neun Tore auf ihrer Seite der Spielanzeige vermerken. Zu verdanken war dies den schnellen Kontern und Paraden durch die Torhüterin Kaiser. Aber auch unsere Spielerin auf der rechten Außenposition Strecker hat mit ihren fünf Toren zum herausragenden Endspurt von 20:32 beigetragen.

Mit erhobener Brust, einem weiten Grinsen und Freudenschreien laufen die Sekunden nach dem Abpfiff an. Auf dem Spielfeld schon die ersten Umarmungen und ein Siegerbild gefolgt vom Siegerselfie in der Kabine. Wir sind alle mächtig stolz auf die heute erbrachte „Teamleistung, die von allen Spielerinnen kommt. Auch von denen, die nur drei oder fünf Minuten am Feld waren, Lösungen für unsere Probleme gefunden haben und abgeliefert haben“ so Brandscher.
Das erste Spiel vorbei, die Aufregung auf das nächste bleibt. Wir sind eingeharzt und freuen uns auf Pleichach am 28.09.2024 bei uns daheim.

Eure Damen 1