Kategorie: Herren

DJK Waldbüttelbrunn II – TSV Roßtal 21:44 (9:21) vom 07.02.2026

Start – Ziel – Sieg

Dass Pflichtaufgaben nicht immer leicht zu erledigen sind, weiß wohl jeder. Es kann nerven, aber sie müssen gemacht werden. Und wenn man es versaut, ist es doppel-ärgerlich und eigentlich ist es aus Roßtaler Sicht verboten zu verlieren. Aber das ist nur ein worst case szenario, das abgebildet wurde. Praktisch hat man seine Hausaufgaben – zur Freude aller – mehr als erfolgreich gestaltet. Ein nie gefährdeter Start-Ziel-Sieg stand am Ende in den Büchern. Man hat viel für seine Tordifferenz getan, alle haben viel gespielt und man ist nun im sicheren Mittelfeld der Liga. Wobei das Wort „sicher“ mit Vorsicht genossen werden muss. Doch wie gewohnt erstmal der Reihe nach…

 

Man gewann in der Vorwoche gegen Konkurrent Rödental/Neustadt mehr oder weniger souverän und diesen Aufwind galt es in das nächste vermeintlich „leichte“ Auswärtsspiel mitzunehmen. Man schaute Video, versuchte bei der zweiten Garde von Waldbüttelbrunn eine Spielidee zu entdecken und kam zu dem Schluss mit einer defensiven 5:1 Deckung und einem schnellen Tempospiel zum Erfolg zu kommen! Der Innenblock um die Gebrüder Nepf wurde darauf geimpft sehr passiv zu agieren und sich nicht durch die wahrscheinlich langen Angriffe aus der Reserve locken zu lassen. Beim Kreis bleiben und geduldig sein. Der Rest wird schon folgen…

 

Im heutigen Spiel trat das Team aus Roßtal in einer beeindruckenden Form auf und ließ dem Gegner keine Chance. Schon zu Beginn der Partie war klar, dass Roßtal heute nicht nur die Punkte holen wollte, sondern mit einer konstanten Leistung überzeugen wollte. Die Mannschaft machte von Anfang an einen konzentrierten Eindruck und spielte mit einer hohen Intensität.

In der Abwehr stand Roßtal in einem aggressiven, aber geduldigen 5:1-System, das die gegnerische Offensive immer wieder vor Probleme stellte. Besonders hervorzuheben war die Leistung von Speerspitze Haltrich, der mit seiner Präsenz und seinem Einsatz in der Defensive die gegnerischen Angriffe effektiv neutralisierte.

In der Offensive zeigte sich Roßtal extrem flexibel, sowohl in der ersten als auch in der zweiten Welle. Immer wieder fielen schnelle Tempogegenstöße und Tore aus der ersten sowie der zweiten Welle, die den Gegner überforderten. Trotz des klaren Vorsprungs gab es kurz zu Beginn der zweiten Halbzeit einen kleinen Durchhänger. Technische Fehler und fehlende Konzentration ermöglichten dem Gegner einige einfache Tore, doch Roßtal ließ sich nicht beirren.

Ein wichtiger Wendepunkt war der starke Auftritt von Torwart Bühler, der mit einigen parierten Bällen nicht nur das Team im Spiel hielt, sondern auch der Mannschaft neuen Schwung gab. Mit mehr Fokus und der gewohnten Defensivstärke setzte sich Roßtal wieder ab und baute den Vorsprung kontinuierlich aus.

Am Ende stand ein klarer 44:21-Sieg zu Buche – ein verdienter Erfolg, der nie in Gefahr geriet. Roßtal zeigte sich in allen Belangen überlegen und setzte sich mit einer überragenden Leistung durch.

Nun hat man eine Wochen Zeit etwas zu regenerieren bevor es zum heißen Derby gegen den Mitabsteiger aus der Regionalliga Lauf/Heroldsberg geht. Beide Mannschaften spielen nicht die Rolle in der Liga, welche sie gerne inne hätten und spielen um den Klassenerhalt. Das Hinspiel gewann man. Es war aber gewohnt hitzig und ein 7-Meter Festival. Man wird an Stellschrauben drehen und alles dran setzen auch das dritte Spiel in Folge erfolgreich zu gestalten. Wenn das gelingt, steht man im gesicherten Mittelfeld.

HAGW

TSV Roßtal – HSG Rödental/Neustadt 35:30 (12:12) vom 31.01.2026

Und jährlich grüßt der Gömmel – äh – das Murmeltier

Jedes Jahr gibt es den Zeitpunkt, wo der eigentliche Trainer unpässlich, die Tabellensituation angespannt und der Druck hoch ist. Diese Momente liebt und braucht er –  dann kommt seine Zeit: Ingo Gömmel schnürt wieder seine Trainerschuhe, begrüßt die Mannschaft „herzlich“, lässt inflationär viele Burpees zur allgemeinen Freude machen, holt die 2 Punkte am Wochenende, verschwindet von der Bildoberfläche und gibt, wenn es der Terminkalender erlaubt, bei Heimspielen seine Weisheiten wie Gandalf wider (ähnliches Alter). So auch dieses Mal. Man musste gegen die SG Rödental gewinnen und tat dies. „Vidit, venit, vicit. Er kam, er sah, er siegte.“  Doch erst mal der Reihe nach…

 

Nach der bitteren Pleite in der Vorwoche gegen die Jungwölfe aus Rimpar, musste man schnell wieder den Kopf frei bekommen und sich auf das immens wichtige Spiel gegen die SG Rödental/Neustadt vorbereiten. Rödental lag vor dem Spiel 2 Punkte vor den Roschdlern. Im Hinspiel wurden sich die Punkte geteilt. Das Bittere war: man verlor eindeutig diesen einen Punkt. Nach einer 6 Tore Führung Anfang der zweiten Hälfte, fing man sich kurz vor Schluss noch den letzten Gegentreffer ein und fuhr bedient nach Hause. Man hatte also noch eine Rechnung offen. Man bereitete sich gewohnt gewissenhaft vor: vor allem auf Andreas Wolf (Obacht: nur mit einem „f“), welcher die Liga seziert und über 11 Tore im Durchschnitt pro Spiel wirft, wurde sich intensiv vorbereitet. Und es funktionierte: man hielt ihn bei lediglich „7“ Treffern – und diese musste er sich hart erkämpfen und brauchte zudem auch viele Würfe.

 

Die Anfangsphase wurde geprägt von guten Abwehrreihen und noch besseren Torhütern. Nach 18 Minuten stand es gerade erst mal 4:4. Schramm hielt immer wieder wichtige Würfe. Das war in der Phase auch sehr wichtig, da man selbst immer wieder klarste Bälle liegen ließ. Es war nicht der schönste Angriffshandball, dafür war das Spiel von harten aber meist fairen Zweikämpfen geprägt. Doch dann nahm das Spiel auch noch etwas Fahrt auf. In den letzten 10 Minuten fielen 16 Tore und man ging mit einem leistungsgerechten 12:12 in die Halbzeitpause. Marcel Cissé erzielte 4 Sekunden vor dem Pausentee den umjubelten Ausgleich.

 

Die Kabinenansprache lässt sich schnell zusammenfassen: „Es war nicht alles gut, aber auch nicht alles schlecht.“

Man solle sich noch konsequenter an den Plan halten, mehr Tempo machen und mehr Konzentration im Abschluss. Also voran.

 

Man startete ungewohnt fokussiert und konzentriert in den zweiten Spielabschnitt. Man hielt sich an Sensei Gömmel seine Vorgaben und zog Tor für Tor davon. In der 45 Minute stellte Wirbelwind Gruber durch einen Doppelschlag auf ungewohnter Rechtsaußenposition auf 23:17. Vorentscheidung? Irgendwie schon. Man hielt die ganze Zeit den Vorsprung zwischen 5 und 7 Toren. Es hätte deutlicher ausfallen können, doch Fortuna war nicht immer auf der Seite der Heimmannschaft (stimmt´s Timo?)

So konnte ein Sieg umjubelter Sieg eingefahren werden, doch er hätte entspannter sein können. Doch man möchte nicht klagen. Man gewann den direkten Vergleich und zog somit an Rödental vorbei. Nun steht man im Mittelfeld der Liga und kann etwas, aber nur etwas durchatmen!

 

Dieser Sieg war sehr wichtig und eine Sache ist wohl nun wieder sicher wie das Amen in der Kirche und es wird auf seinem Grabstein in Roßtals Krypta stehen: der Gömmel auf seinem weißen Schimmel (Pleonasmus) wird´s schon richten. So war es und so wird es auch nochmal kommende Woche sein, wenn die vermeintliche „Pflichtaufgabe“ gegen das punktlose Schlusslicht aus Waldbüttelbrunn II ansteht. Man muss das Spiel gewinnen – und jeder weiß: das macht es umso schwieriger. Man wird sich gewohnt gewissenhaft auf die Gegner einstellen und hoffentlich einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Danke für die gewohnt überragende Kulisse! <3

HAGW

TSV Roßtal – HC Erlangen III 26:36 (13:17) vom 15.11.2025 (etwas verspätet)

A apple a day keeps the doctor away – außer es ist ein Wurm drin – so wie bei der Erschden

 

Es stand ein Derby der besonderen Art an. Der große HC Erlangen gab seine Visitenkarte in der Mittelschule in Roßtal ab. Natürlich handelte es sich nicht um den einzigen bayrischen Erstligisten, sondern um die dritte Garde – die U21. Trainiert wird diese Mannschaft von Erlanger Urlegende Tobias Wannemacher, der auf ein großes Arsenal von jungen Spielern zurückgreifen konnte. Eine bunte Mischung aus A-Jugendbundesliga und Drittligaspielern, welche alle munter Spielpraxis sammeln wollten und auch sollten. Auf der anderen Seite waren die dezimierten „alten“ Roßtaler. Verletzungen und volle Lazarettstätten ließen nur eine bedingt eingespielte Rotation zu. Ehrmann erholt sich von einem Muskelfaserriss, Krach fiel krankheitsbedingt aus, Neuzugang Waßmann verletzte sich nach dem ersten Saisonspiel saisonbeendend am Knie und die wirklichn alten Schmidt & Gruber weilten an anderen Ende der Welt. Ach ja – und der Coach der Erschden blieb aus persönlichen Gründen daheim. Interimsmäßig übernahm Bonakder. Alles in allem keine idealen Voraussetzungen. Doch erstmal der Reihe nach…

 

Nachdem man in der Vorwoche gegen den Aufsteiger aus Forchheim am Ende knapp, aber verdient verlor, stand eine sehr trainingsintensive Woche bevor. Es wurde viel Konditionsarbeit und schneller Handball trainiert. Warum? Man wollte den HC Erlangen mit seinen eigenen Waffen schlagen. Keine Mannschaft spielt in der Landesliga wohl einen schnelleren Handball. Klappt die erste Welle nicht, wird eine zweite oder dritte Welle gespielt. Darauf wappnete man sich! Vorne im Angriff sollte man versuchen „den Mann unter Buben“ Bühler anzuspielen. Den Rest sollte er dann schon machen! Kapitän und emotionaler Leader Chris Nepf lief auf der ungewohnten Position des Spielmachers aus. Gott ist dieser Mann flexibel! In der Abwehr vertraute man Spezialist Meßthaler und seine flinken Hände. Man war sich durchaus bewusst, dass das alles wird, außer einfach – aber verdammt: bei Heimspielen ist man höchst motiviert!

 

Das Spiel begann auch auf beiden Seiten ausgeglichen. Zwar ärgerte man sich immer wieder mal über klare vergebene Chancen, aber alles in allem war es ok. So stand es nach 11 Minuten 5:4 für die Hausherren. Doch dann machte man auf der Erlanger Bank ernst und wechselte Moritz Moser ein. Ein Spieler, der normalerweise in der zweiten Mannschaft des HC spielt – und ja – das sah man.

 

 

Kleine historische Einordnung: Sachen, die passiert sind, seitdem Marcel Cissé das letzte Mal einen direkten Zweikampf verlor:

 

  • Es gab noch keine Smartphones
  • Die World Trade Center Türme standen noch
  • Es gab noch eine Mauer in Berlin
  • Abraham Lincoln war noch Präsident der Vereinigten Staaten

 

Aber es soll ja immer noch Wunder geben. Blöd, dass es nur ein blaues war und gegen Roßtal sich wandte. Moser erzielte insgesamt 10 Tore und verhalf den Gästen immer wieder zu Toren, wenn sie sie brauchten. Was man auf der Roßtaler Bank brauchte, aber nicht hatte: ein Sauerstoffgerät. Es wurde munter alle 2 Minuten gewechselt, weil Luft ein rares Hab und Gut war. Es war zum Mäusemelken – während man selbst nicht wusste wie man 60 Minuten durchhalten sollte, kannte man in Erlangen nur ein Gas – Vollgas.

 

Aber bis zum Halbzeitpfiff war man immer noch in Schlagdistanz. Mit 13:17 ging es in die Katakomben. Coach Ari und Assistent Ehrmann vertieften nochmal die Strategie: “Spielt den Bü an.“ So die jugendfreie Version.

 

Gesagt und fast nie umgesetzt. Blöderweise kam der HC Express jetzt erst so richtig ins Rollen und dieser entschied das Spiel in der 35 Minuten quasi vorzeitig (13:21). Zwar gab man sich nie auf und versuchte so gut es ging dagegenzuhalten, aber mehr als ein Aufbäumen war es nicht – zu viele Fehlwürfe, zu viele technische Fehler und zu viele schnelle Gegentore ließen am Ende ein leistungsgerechtes 26:36 auf der Anzeige aufleuchten. In Erlangen freute man sich kurz und analysierte bereits wenige Minuten nach Spielende, wie man so kräftige Kreisläufer noch besser abschirmen könne. Die Gastgeber aus Roßtal schlichen in die Kabine und finden sich im unteren Tabellenkeller wieder. Man hatte 3 Heimspiele in Folge und nimmt keinen einzigen Punkt mit. Das nennt man wohl eine Serie – eine Niederlagenserie.

Doch es kommt Schlag auf Schlag – am kommenden Samstag spielt man bereits bei der Überraschungsmannschaft Helmbrechts. Diese standen lange am Platz der Sonne und tragen ihre Heimspiele auch noch ohne das geliebte Haftmittel aus. Es wird also spannend. Aber wie sagt man so schön: „Aufgegeben wird nur die Post.“

HAGW

TSV Roßtal II – TuS Feuchtwangen 46:26 (27:14)

Nach den zuletzt gezeigten Leistung seit Jahreswechsel gegen Stadeln und Ansbach ist die Zwädde gewillt diesen Trend fortzusetzen und weiter auszubauen. Mit Zuversicht blickte man auf das bevorstehende Duell gegen Feuchtwangen, welches freitags kurz auf der Kippe stand und dennoch am Samstag stattfinden sollte.

  1. Halbzeit

Es war angerichtet. Ein großer Heimspieltag: Die Zwädde zwischen Damen 1 und der Erschden. Somit war die Halle bereits zum Anpfiff gut besucht. Mit viel positiver Energie und gelassenen Trainern wollte man das Spiel beginnen. Ehe man sich versah, leistete sich die Zwädde die immer wieder aufkommende Abschlussschwäche und verhalf Feuchtwangen zu ersten einfachen Treffern. Dies ging so weit, dass unser Trainergespann nach wahnsinnigen 4 gespielten Minuten die erste Auszeit nehmen musste. Zu diesem Zeitpunkt lief man einem Drei-Tore-Rückstand hinterher.

Die Ansprache zeigte Wirkung. Deutlich verbessert trat die Zwädde nun auf der Platte auf. Über den Ausgleich, (10:10) in der 13. Minute, hinaus konnte man dann noch sage und schreibe weitere 17 Tore in den restlichen 17 Minuten erzielen. Dies war auch nun endlich sauber vorgetragenen ersten und zweiten Wellen zu verdanken. In dieser Zeit schafften es die Gegner selbst nur noch 4 Mal unseren gut aufgelegten Niggo zu überwinden. Zur Halbzeitpause schien das Spiel gemessen am Spielstand von 27:14 bereits entschieden.

  1. Halbzeit

In der zweiten Hälfte ließen es die Jungs etwas ruhiger angehen. Dies merkte man hin und wieder in vereinzelten Aktionen in Angriff und Abwehr. Dennoch konnte man weitere 19 Tore erzielen und ließ nur noch 12 Tore zu. Ein überaus verdienter Sieg in Höhe von 46:26 stand zum Schlusspfiff zu Buche.

Nun heißt es die Konzentration hochzuhalten und gegen Altenberg am kommenden Sonntag möglichst die nächsten zwei Punkte zu entführen. Hoher Besuch hat sich mit Fahrradanreise angekündigt 😉

HG Ansbach II – TSV Roßtal II 18:31 (11:13)

Der Anti-Wolf und seine „Gelbwoschd“

Samstagnachmittag, 16:00 Uhr. Eine Wundervolle Zeit, um bei Minusgraden die Beckenweiherhalle in Ansbach zu besuchen, egal ob groß oder klein. Eine kleine Fandelegation aus Roßtal hat sich hierzu in der Halle zusammengefunden, um ein reinstes Torwart-Spektakel zu erleben. Aber zuallererst müssen wir ein paar Tage zurück spulen und uns die Worte unseres Nationaltorhüters Andi Wolff in Erinnerung rufen: „Österreich spielt einen Anti Handball.“. Hmm… dass Andi Wolff einer der besten Torhüter seiner Zeit ist, brauchen wir nicht zu diskutieren, ABER Österreich und Anti Handball???? Was, wenn ausgerechnet ein Wolf Österreicher und auch Torwart in einem ist?

Erstmal zurück zum Spiel. Die Ansprache des entspannten, noch nicht hitzigen Trainers Hitzler, klang eindeutig: Lasst uns das Spiel gewinnen und Platz 3 festigen! Doch so ging das Spiel leider nicht los. Nach 5 Minuten stand es 1:1. Bis dahin war es ein reines Torhüterduell und ausgerechnet AntiHagen hielt den Kasten mit 3 Paraden sauber. Gegenüberliegend, im Angriff, schaffte man es nicht, den Ball in der Kiste zu verräumen. Auch bei den Gegenstößen hatte man so seine Probleme. Wiedemann mit super Geschwindigkeit, aber leider auch einem Wurf, der anscheinend durch den Torwart hindurch ins Tor gehen sollte. Auch bis Minute 11 wurde das Spiel weiterhin von beiden Torhütern bestimmt. Und auch da zeigte sich wieder: Wolf bleibt Wolf. Die Paraden bis dahin: 5! Bei einem Spielstand von 3:5. Hitzler nahm die Auszeit, um die junge Truppe etwas wachzurütteln. Doch es ging schief, was nur schief gehen konnte. Vorne Ballverluste, sodass Ansbach knapp nach der Auszeit auf 5:5 verkürzen konnte. Ansbach mit vielen, erfahrenen Jungsenioren wie Liebich, Seiler, Hofmann und Krause, zeigte der jungen Truppe aus Roßtal, dass nicht immer nur das Tempo den heutigen Handball attraktiv aussehen lässt, sondern auch kontrollierte Pässe und geduldiges durchspielen zu Torerfolgen führen kann. So dröppelte das Spiel relativ unspektakulär von einem 8:8 in der 18. Minute zu einer 11:13 Pausenführung für die Roßtaler dahin. Lediglich die rote Karte für den Ansbacher Hofmann, nach einer gepflegten Schelle wie aus dem Lehrbuch an Tim Hennersdörfer, gab dem Spiel etwas Schwung mit.

Während der Halbzeit wurde in der roßtaler Kabine der Masterplan ausgeheckt und der kann in nur einem Wort beschrieben werden: TEMPO! In der Halle Wurde Schatz von Olschewski und J. Ortner warm gemacht. Ob diese Jungs dem Spiel ihren Stempel aufdrücken können?

Start in Halbzeit 2! Und wie! Stabile Abwehr, Torhüter-Paraden, die man sich im Traum nicht ausdenken könnte und vor allem TEMPO par excellence. Mit einem 0:7 Lauf für die Zwädde, strahlten vor allem Potjans (3) und Ortner (4) mit schnellem, intelligentem und präzisem Spiel. Ja, Ortner warf 4 Tore, doch muss man dazu erwähnen, dass es sich um Hannes, den älteren der Ortner Bros. handelte. Die Zwädde hörte nicht auf mit ihrer genialen Abwehr und dem Tempo nach vorne, sodass man weiter nicht viel über das Spiel berichten muss. In der 50. Minute bekam AntiWolf Hagen seinen höchst verdienten Feierabend und Nicolas „Niggo“ Schatz bekam seine Minuten. Einer unsere kleinsten Fans erkannte den Torhüter sofort und freute sich riesig, seinen Theken-Helfer, den „Gelbwoschd Niggo“, wiederzuerkennen. Und auch unser kleinster sollte nicht zu sehr enttäuscht werden. Zwar gab es diesmal keine „Gelbwoschd“ von ihm, aber Schatz hütete den Kasten so sauber wie die Wurst und Käseabteilung des heimischen Supermarktes. Auch Ortner J. konnte sich noch in die Torschützenliste eintragen. So blieb das Aufwärmen in der Halbzeit nicht umsonst. Nach 60 Spielminuten nahm die Zwädde 2 Punkte mit in die eiskalte Dusche der Bezirkshauptstadt. Dank einer Brillanten Torhüterleistung und einer allgemeinen sportlichen Leistungssteigerung in Halbzeit 2 steht es am Ende verdient 18:31.

Für den TSV: Hagen, Schatz (beide Tor), Thorak, H. Ortner (5), J. Ortner (1), Potjans (5), Olschewski, Hennersdorf (8 + Goldener Lukas), Ahner (1), Wiedemann (3), Schöner, Brockschmidt (8)