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HSC Bad Neustadt – TSV Roßtal 35:31 (14:18)

Am Ende k*ckt der Rotmilan

Ratlose und hängende Köpfe nach dem Auswärtsspiel beim letztjährigen Drittligisten HSC Bad Neustadt. Dass man sauer und wütend war, verloren zu haben, ist eigentlich – so komisch das klingt – einer Wahnsinns-Leistung zu verdanken. Zumindest die ersten 50 Spielminuten! Doch nun der Reihe nach…

Woche für Woche kommt es für den TSV Roßtal zu Topspielen. Letzte Woche der Spitzenreiter, nun die eigentlich auf dem Papier und dem Budget nach zu urteilen eine, wenn nicht DIE Topmannschaft der Liga. Viele internationale und auch bereits höherklassige Spieler sind im Kader der Nordbayern zu finden. Eine wahre Herkulesaufgabe, vor allem wenn man bedenkt, dass gefühlt alle Gegner mindestens einen Kopf größer waren. Aber die Mannen um das Trainergespann Schmidt/Gerbing wuchsen in den ersten 50 Minuten über sich hinaus und zeigten, dass Geld keine Rolex spielt. Leider
ging am Ende die Luft aus.

Die Stimmung war gut und man war sich sicher die Bad Neustädter ärgern zu können! Aggressiv in der Abwehr sein und schnell umschalten – so die Devise! Und es funktionierte!!!! Man ging über den flinken Luke Gruber in Führung! Zwar konnte sich der Hüne Susnjara (2,04 m) am Kreis immer wieder durchsetzen und erzielte „vermeintlich“ leichte Tore oder holte 7 Meter raus, aber Kapitän Nepf machte eine sehr gute Abwehrarbeit und hielt die Abwehr gut zusammen – but you can´t teach height…

Bis zur 20 Minute ging es hin und her und keine der Mannschaften konnte sich absetzen (10:10). Dann zog Roßtal aber an: Es wurden Bälle abgewehrt, Gegenstöße und zweite Welle schwappten über Bad Neustadt und die Heimmannschaft konnte gar nicht so schnell schauen, da stand es zur Halbzeit 14:18 für die Gäste aus Roßtal. Einzig die Ausnahmekönner Wöhler (jahrelang Zweitligaspieler in Eisenach) und Rückraumshooter Kyvala hielten die Heimmannschaft im Spiel. Die Halle war mucksmäuschenstill – die ganze Halle? Nein – eine handvoll treue Fans machten mehr Stimmung als die komplette „Fanbase“ der Heimmannschaft und pushten die erste Männermannschaft! So ging es mit einem komfortablen Vorsprung in die Kabine!

Devise: Weitermachen wie bisher!

Und es wurde eigentlich weiter souverän Handball gespielt. Man ging durch den sicheren 7-Meter Schützen Ehrmann mit 14:19 in Führung. Bis zur 40. Minute konnte der Vorsprung auf ganze 6! Tore ausgebaut werden (19:25). Doch dann stellte Bad Neustadt auf eine doppelte Manndeckung und man verlor etwas den Kopf. Dass 2 Rückraumspieler manngedeckt werden, war seit Jahren nicht mehr eingetreten und so agierte man leider etwas kopflos und verlor im Angriff den Fokus und bekam immer wieder leichte Gegentore.

Man versuchte die auftretenden Lücken im 4 vs. 4 zu nutzen, doch der letzte Ball oder die letzte Entscheidungen war oftmals falsch. So kam Bad Neustadt Tor für Tor heran (48. Minute 24:25). Man wehrte Bälle zwar wieder ab und konnte sich sogar noch einmal auf 3 Tore absetzen (51. Minute 24:27), bekam dann aber 2 sehr bittere und auch selbstverschuldete Zeitstrafen und agierte 3 Minuten vor Schluss in doppelter Unterzahl. Diese kritische Phase nutzten die Gastgeber im Stile einer erfahrenen Mannschaft aus und zogen davon. In der letzten Minute bekam man 3 Gegentore und verliert unglücklich.

Man bekam von allen Seiten Lob – doch davon kann man sich in Roßtal nichts kaufen. Zeit sich endlich mal zu belohnen! Am Ende verliert man zu hoch (35:31) – aber eigentlich darf man das Spiel überhaupt nicht verlieren. Die Tatsache, dass das gesagt werden kann und auch muss, zeigt wie weit sich die Mannschaft in den letzten beiden Jahren entwickelt hat!

So sahen es auch die Trainer: „Man will so etwas jetzt nicht hören, aber ihr habt verdammt guten und geilen Handball gespielt!“ – zumindest die ersten 51 Minuten! Aber man sieht sich immer zweimal und beim Rückspiel steht es wieder 0:0.

Nächste Woche geht schon die Rückrunde los und wie soll es anders sein, das nächste Topspiel steht an. Die Reserve aus Coburg gibt seine Visitenkarte ab und hat auch noch eine Rechnung mit den Jungs aus Roßtal offen, welche überraschend aber verdient auswärts die Punkte mitnahmen! Zusammen mit den besten Fans der Liga sollen die Punkte endlich mal in Roßtal bleiben!

Bis dahin – eure Erschde

HAGW

TSV Roßtal – SG DJK Rimpar II 27:30 (13:14)

Der Spitzenreiter nimmt die 2 Punkte mit nach Würzburg

Nach dem überraschenden, aber nicht unverdienten Sieg am vergangenen Wochenende bei den Adlern aus Regensburg kam schon das nächste Wildtier auf den Speiseplan, die Jungwölfe aus Rimpar – so auf jeden Fall der Plan. Jedoch setzten diese sich am Ende souverän bei den Roßtalern durch (27:30). Am Ende fehlte einfach das gewisse Quäntchen Glück – vorne wie hinten… doch nun der Reihe nach.

Man startete die Woche mit „Siegerfussi“, obwohl man mittlerweile munkelte, dass das vielleicht nicht die beste Strategie sei. Bisher verlor man nach jedem „Siegerfussi“ das danach kommende Spiel. FYI: Das „Siegerfussi“ wurde von „Team Alt“ 4:2 gewonnen. Nach dem verdienten Siegesgesang wurde sich konzertiert auf den Tabellenführer vorbereitet. Man wusste um die Stärken (Torgefahr auf allen Positionen), aber auch Schwächen (Rückzugsverhalten) und wollte sich beides zu Nutzen machen. Es ging auch alles gut los, doch der Fehlerteufel schlich sich immer wieder ein.

Nicht geschafft sich vernünftig abzusetzen

Mit einer gewohnt lautstarken Unterstützung von den Rängen legten die Mannen um das Trainergespann Gerbing und Schmidt gut los. Man hielt mit den Jungwölfen mit und konnte auch immer wieder in Führung gehen. Jedoch bekam man die quirligen aber auch dann wieder wurfgewaltigen Schützen nicht immer in den Griff. Viele Schlag- und Sprungwürfe gingen um Haaresbreite an den ausgestreckten Hände der Abwehrspieler vorbei. Trotz der individuellen Stärke konnte das Kollektiv aus Roßtal immer wieder kontern und vorlegen. So stand es nach 6 Minuten 5:4 und nach 22 Minuten sogar 11:9. Daraufhin nahm der Gast ein wirkungsvolles Timeout und ging mit einem 3:0-Run 11:12 in Führung. Es ging wieder hin und her. Die mehrmals auftretenden Überzahlsituationen wurden wieder einmal zu hektisch oder unkonzentriert gespielt, sodass selten ein Vorteil entstand. Auch das Rimpar mit nur, für die heutige Zeit, bei Unterzahl mit 5 Angriffsspieler agierte, konnte nicht ausgenutzt werden. So fing man sich immer wieder Tore, obwohl man im Angriff und auch in der Abwehr in Überzahl war. Mit noch 50 Sekunden in Halbzeit 1 zu spielen erzielte Rößl den umjubelten Ausgleich – zusätzlich gab es 2 Minuten für den Gegner. Trotzdem erzielten die Gäste das letzte Tor in Halbzeit 1 – noch 5 Sekunden zu spielen und man fing sich einen Schlagwurf UND bekam noch 2 Minuten. Sehr ärgerlich. So ging es mit 13:14 in die Halbzeit.

Die Trainer waren sich einig: hier war heute ein Sieg drinnen! In der Abwehr sich mehr auf die vornehmlich Schlagwürfe einstellen und vorne sich auf die Stärken besinnen – schnell nach vorne Spielen, den Ball laufen lassen und den freien Mann im richtigen Moment bedienen. Im Prinzip ganz einfach. Es ging jedoch gleich mal anders los als gedacht. Man vergab den ersten Ball und bekam im Gegenzug einen fragwürdigen 7-Meter plus 2 Minuten. Der sichere und erfahrene Aufbauspieler Thomann traf – insgesamt erzielte er 7 Siebenmetertore. Man kam immer wieder ran an die Gäste (16:18 / 20:22), aber der Ausgleichstreffer fiel leider nicht. Immer wieder legte der Spitzenreiter im Stile einer Topmannschaft nach. Auch verlor das Schiedsrichtergespann etwas die Kontrolle über das Spiel, fairerweise muss man sagen, es gab fragwürdige Pfiffe auf beiden Seiten. So ging Rimpar insgesamt 8 mal an den Siebenmeterstrich und Roßtal nur einmal… Dabei gab es mehrere Situationen, wo man hätte pfeifen können. Vielleicht muss man einfach etwas mehr schauspielern, auch wenn das gegen das Ego der Spieler geht – wir sind ja schließlich harte Männer!

So war in Minute 49 eigentlich die Messe gelesen (20:25). Aber in Roßtal wird bis zum Schluss um jeden Zentimeter und Ball gekämpft. Man ackerte und kam wieder auf 2 Tore heran. Aber dann machten die Gäste wieder ein Tor und man lag mit 3 hinten (25:27). Am Ende verliert man zwar unglücklich, aber nicht unverdient mit 27:30. Hauptgrund für die Niederlage waren die technischen Fehler. Zu oft wurde der Ball weggeschmissen, vor allem bei der eigenen Überzahl. Wenn man das noch abstellt, kann man solche Spiele für sich entscheiden. Lob bekam man von der Gegenseite, dass man nie aufsteckte und die Halle und deren Atmosphäre beeindruckend fände. Man kommt nicht gerne nach Roßtal – das war letzte Saison noch anders! #machtumhalbacht

Mund abputzen, weitermachen: Am kommenden Samstag muss man schon zur nächsten sehr schwierigen Aufgabe – Bad Neustadt der Saale, welche letztes Jahr noch 3.Liga spielten. Aber man gewann schon einmal bei einem ehemaligen Drittligisten. Also warum nicht nochmal?

HAGW

Roßtal nimmt zwei Eier aus dem Adlerhorst mit

SG Regensburg – TSV Roßtal 29:30 (11:18)

Vor dem schweren Auswärtsspiel in Regensburg dachte man, dass die Rollen klar verteilt wären. Auf der einen Seite die Adler aus der Domstadt, auf der anderen Seite die kleine Marktgemeinde, welche in dem Spiel vielleicht die Rolle des wendigen Kaninchen innehatte. Aber manchmal verhaut das Kaninchen den Adler. Soll selten vorkommen, aber wir sind ja auch keine Ornithologen…

Nach dem ernüchternden Spiel gegen Rothenburg war die Devise klar. So kann und darf man nicht noch einmal auftreten, vor allem nicht gegen eine der Topmannschaften der Liga. Diese ist eigentlich auf allen Position stark besetzt. Wuchtige Rückraumschützen, schnelle, spielgescheite Mittespieler und flinke Außenspieler, ach ja und einen starken Keeper. Eine Herkulesaufgabe für die erste Mannschaft des TSV Roßtals. Doch man wuchs wieder einmal über sich hinaus und gewann am Ende zwar nur mit einem Tor (29:30), war aber zwischenzeitlich mit 11:18 in Führung.

Die erste Halbzeit wie aus dem Lehrbuch

Letzte Woche verschlief man die erste Halbzeit komplett und war lange in Rückstand, die Aufholjagd gelang zwar, war aber kräftezehrend und so verlor man gegen Rothenburg. Dieses Mal war man von Anfang an voll da. Man agierte auf beiden Ende des Spielfelds konzentriert, motiviert und erfolgreich. Am Anfang ging es noch ausgeglichen hin und her. Man konnte sich noch nicht absetzen. So stand es in der zwölften Spielminute 7:7. Dann zog man aber immer weiter davon. Man eroberte Bälle in der Abwehr und konnte so durch schnelles Umschaltspiel einfache Tore erzielen. Vor allem Althase Dominik Schmidt zeichnete sich durch eine 100% Quote in Halbzeit 1 aus. Insgesamt erzielte der Routinier 8 Tore bei nur 2 Fehlwürfen. Im Allgemeinen spielte man ruhig und besonnen und
traf fast immer die richtigen Entscheidungen – außer bei eigener Überzahl. Daran muss definitiv gearbeitet werden. Die Regensburger standen in der Abwehr weit hinten bei 6 Meter und wollten die Roßtaler zu Distanzwürfen zwingen, welche vor allem Dave Rößl nahm und auch traf! Ehrmann und Cissé spielten gewohnt sicher und gut! So wurde in Spielminute 26 der höchste Abstand hergestellt (10:18). Zwar gelang kein erfolgreicher Abschluss mehr, aber man bekam nur noch einen Gegentreffer und ging überraschend mit 7 Toren Führung in die Halbzeitpause.

Devise war klar: Einfach so weitermachen, aber darauf einstellen, dass Regensburg eine Reaktion zeigen muss und wird! Und es kam wie es prophezeit wurde. Die Regensburger Adler kamen mit einer
anderen Einstellung aus der Halbzeit und kamen Tor für Tor heran. Roßtal war aber an dem Tag kein Kaninchen, sondern ein Artgenosse, welcher beschlossen hatte, beide Eier aus dem Horst mit nach Hause zu nehmen. Es entwickelte sich ein intensives Spiel, indem nun Regensburg spielbestimmend war! Aber der erspielte Vorsprung war groß und somit konnte diese Schwächephase abgefedert werden. Zwar kam Regensburg gefährlich nahe (42. Minute 20:21), aber man behielt kühlen Kopf, vor allem bei den 7-Metern, und konnte nun wieder kontern und den Vorsprung ausbauen. So wurde sich wieder mit 3 Toren abgesetzt. In Minute 52 traf Jungadler Ehrmann in seiner unnachahmlicher Manier zum vorentscheidenden 25:29. Nun stellten die Hausadler auf eine aggressive Manndeckung um und ließen freie Würfe zu, welche leider nicht genutzt wurden. So kamen die Regensburger nahe ran, verkürzten mit der Schlusssirene auf ein Tor – aber das reichte nicht.

Man gewann überraschend, aber nicht unverdient. Mit etwas mehr Ruhe in der Schlussphase und mehr Glück bei den Würfen gewinnt man dieses Spiel mit 4 oder 5 Toren Abstand – aber eigentlich auch egal, da man 1 Tor mehr erzielte als die Gastgeber. Die Freude war groß und man tanzte im Kreis! Die Roßtaler stibitzen 2 Eier aus Regensburg und werden diese wie ihren Augapfel hüten. Jeder Punkt ist wichtig, um die Aufstiegsrunde zu erreichen, um den vorzeitigen Klassenerhalt zu sichern.

Luft, um durchzuschnaufen bleibt keine. Am Wochenende kommen die Jungwölfe aus Rimpar nach Roßtal, welche gerade von der Sonne heulen. Aber vielleicht kann der TSV vom Kleinwild zum Jäger werden und den Wölfen die Beute versalzen. Anpfiff ist wie gewohnt um 19:30 Uhr. Bis dahin fliegen die Jungen Adler aus Mittelfranken auf Wolke 7.

HAGW

TSV Roßtal – TSV Rothenburg 22:27 (11:16)

20 schlechte Minuten werden in der Bayernliga gnadenlos bestraft!

Man verschlief die Anfangsphase komplett, bekam mit der sonst so starken offensiven Abwehr keinen Zugriff auf den wurfgewaltigen gegnerischen Angriff und lag in Folge dessen schnell hoch zurück. Zwar konnte man durch eine enorme Willenssteigerung gegen Mitte der zweiten Hälfte in Führung gehen, verlor dann aber Kopf und Spielwitz… Doch nun der Reihe nach.

Es war eine kurze Woche, um sich auf das zweite Derby der Saison vorzubereiten. Am Montag der gleichen Woche spielte man noch das vorgezogene Rückspiel gegen Lohr, welches man auch noch souverän gewann. Somit gab es nur 2 Trainingseinheiten, um sich gegen den Aufsteiger vorzubereiten. Und genau da ging das „Problem“ schon los: In vielen Köpfen war es „nur“ ein Aufsteiger, welcher auch noch 2 seiner ersten 3 Spiele verlor. So war die Vorbereitung nicht ganz so konsequent oder vielleicht auch akribisch, wie sie es sonst ist. Auch gab es den einen oder anderen Krankheitsausfall zu verzeichnen, sodass die Bank nicht allzu tief besetzt war.

Nichtsdestotrotz war die Devise klar! Man verlor bereits das erste Derby gegen Erlangen-Bruck und wollte kein weiteres hergeben – vor allem nicht vor heimischer Kulisse! Trainer Schmidt versprach sogar 2 Kästen Ananas-Maracuja-Schorle, wenn alles nach Plan – ergo ein Sieg – verläuft. Jedoch alles nur Konjunktiv…

Metaverse: Bühler besiegt Rothenburg

Obwohl Kapitän Nepf seine Mannschaft einschwor und eine gewisse Aggressivität forderte, bekam man die Angriffsreihen von Rothenburg rund um die prägende Figur Schneider nicht wirklich in den Griff. Immer wieder wurden Zweikämpfe verloren, was zu freien Würfen und leichten Toren führte. So stand es nach 11 Minuten bereits 4:9 für die Gäste. Sofort wurde die Reißleine vom Trainergespann gezogen und man nahm ein Timeout. Die Abwehr wurde umgestellt und man sollte endlich mal Spannung und Siegeswillen zeigen! Vor allem die Einwechslung von Fabian (The Wall) Bühler sollte sich äußerst positiv auf das Spielgeschehen auswirken. Er hielt von Anfang an viele wichtige Würfe und zusammen mit einer besseren Angriffsleistung konnte man sich
herankämpfen und den Rückstand konstant in einem noch akzeptablen Rahmen halten – nicht ideal, aber besser als nichts. Ein großes Manko an dem Abend: Die Chancenverwertung… Ein altbekanntes Problem trat erstmal in der Saison wieder auf – 5! Siebenmeter wurden verworfen. Sieht man sich das Endergebnis an (22:27), hätte eine 100%-Quote für ein Unentschieden gelangt.
So wurde abwechselnd mal getroffen, mal abgewehrt und so ging man mit einem (zu) hohen Rückstand in die Halbzeitpause. (11:16)

In der Halbzeit wurde sich bemüht, die richtigen Worte zu finden – man war ob des Spielverlaufes doch, milde gesagt, verwundert! Die Trainer fanden offensichtlich die richtigen Worte. Vernünftig auf die Werfer heraustreten und geduldig bis zum Ende spielen und dann die Chancen auch mal zur Abwechslung nutzen!

Zu Beginn machte Bühler dort weiter, wo er in Halbzeit 1 aufhörte – und zwar mit einer Parade und einen scharfen Pass später, machte Nepf Nicolas das Anschlusstor. So wurde mit einer aggressiven und nun auch erfolgreichen Abwehr Tor um Tor aufgeholt. So stand es nach schönen Wurf und Tor vom starken Domi Schmidt in Minute 37 bereits nur noch 16:17. Alles war wieder möglich. In Minute 45 war es dann soweit! Man ging durch Schmidt mit 19:18 in Führung. Die Gäste nahmen, im Nachhinein, eine wirkungsvolle Auszeit. Eine Aufholjagd kostet viele Körner und eine ersatzgeschwächte Bank kann dann leider auch keine qualitativen Pausen für die Spieler schaffen. So kippte das Spiel zu Gunsten der Gäste. Vorne wurden viele klare Chancen liegen gelassen und hinten war man oft den letzten Schritt zu spät oder langsam. Die Beine wurden immer schwerer, die Köpfe müde… So zogen die Gäste Tor um Tor davon (Minute 55 Zwischenstand 22:24). In den letzten Minuten gelang kein
Tor mehr und die Gäste warfen nicht 3. So stand am Ende eine bittere, unnötige aber auch verdiente Niederlage in den Büchern. Die Stimmung war dementsprechend getrübt. Die Trainer vermissten den Hunger und den absoluten Siegeswillen, den diese Mannschaft einfach in jedem Spiel braucht, um gegen jeden Gegner in der Bayernliga eine Chance haben zu wollen.

Im vollen Spielplan hat man aber keine Zeit mal durchzuschnaufen, sondern muss jede Woche gegen eine andere (sehr) gute Mannschaft antreten. So auch nächsten Samstag, wo man zur Topmannschaft aus Regensburg antreten darf. Oft wurde dort noch nicht gewonnen, aber das soll nur noch mehr als Ansporn dienen! Man kennt es ja noch aus diesem einen Buch – David gegen Goliath…