Kategorie: 2. Mannschaft

ESV Flügelrad II – TSV Roßtal II 31:34 (15:18)

Roßtal startet mit Auswärtssieg gegen Flügelrad – Starke Torhüter sichern 34:31-Erfolg

Zum Auftakt der neuen Saison in der Bezirksliga konnte die Zwädde des TSV Roßtal einen hart erkämpften 34:31-Auswärtssieg gegen den ESV Flügelrad einfahren. Nach dem Abstieg und einer durchwachsenen Vorbereitung, die vor allem von Problemen im Rückraum geprägt war, trat die Mannschaft trotz personeller Sorgen selbstbewusst an. Der Abgang von Simon Halmen sowie weitere verletzte Spieler, die erst nach der Winterpause wieder einsatzbereit sein werden, machten die Aufgabe nicht einfacher.

Trotzdem legte Roßtal einen beeindruckenden Start hin und spielte wie entfesselt auf. Mit hohem Tempo und viel Einsatz erspielten sie sich früh eine Führung. Flügelrad hielt zwar gut dagegen, aber vor allem die überragende Leistung der Roßtaler Torhüter Dinnebier und Wolff machte es den Gastgebern schwer, sich entscheidend abzusetzen. Besonders in der zweiten Halbzeit konnten beide Torhüter mit starken Paraden immer wieder wichtige Akzente setzen und sicherten den knappen Vorsprung.

Die erfahrenen Spieler von Flügelrad brachten im Verlauf des Spiels mehr Struktur ins Angriffsspiel der Gastgeber, was das Spiel zu einem spannenden Schlagabtausch machte. Roßtal hatte in dieser Phase im Angriff immer wieder Probleme, die Chancen konsequent zu nutzen, und zeigte Schwächen im Abschluss. Doch die Defensive stand insgesamt solide und zusammen mit den bärenstarken Torhütern hielt Roßtal den Gegner auf Distanz.

Am Ende stand ein verdienter 34:31-Sieg zu Buche, der für den weiteren Saisonverlauf Hoffnung macht. Während die Angriffsleistung noch Luft nach oben lässt, ist die Leistung der Torhüter ein klarer Pluspunkt, der der Mannschaft viel Sicherheit verleiht. Sollten die Roßtaler es schaffen, ihre Chancenverwertung zu verbessern, könnte der Auftaktsieg der Beginn einer erfolgreichen Saison sein.

Duschwertung: Solide 6/10. Kuschelig warm und ein wenig eng, bot die Kabine ein schwitziges, aber gemütliches Erlebnis. Ein schöner, intensiver Einstieg, der für Vorfreude auf die kommenden Spiele sorgt – besonders, wenn die Erlebnisse auf dem Feld so hitzig weitergehen wie in diesem ersten Saisonspiel.

TV Gunzenhausen – TSV Roßtal II 34:39 (16:19)

Am Abend zuvor sicherte sich der TSV Altenberg im Spiel gegen den MTV Stadeln II den Aufstieg von der Bezirksliga in die Bezirksoberliga. Somit war eines klar: Unsere Zwädde war sicher abgestiegen, genau wie der TV Gunzenhausen. Dennoch wollte die Zwädde sich mit einer guten Leistung aus der BOL Verabschieden.

Das gelang auch einigermaßen. Gegen eine gute Mischung aus erfahrenen Gunzenhausnern, wie u.a. Exroßtaler und Freund des Vereins Benni Franz x333333333 und jungen Wilden, war die Zwädde auch mal wieder das etwas cleverere, etwas glücklichere Team.

Das Spiel begann mit den altbekannten Fehlern wie inkonsequenter Abwehr und einfachen Fehlern im Angriff, was dazu führte, dass die Mannschaft von Anfang an einem Rückstand hinterherlief. Doch ab der 27. Minute änderte sich die Dynamik, als die Mannschaft die erste Führung nach dem 0:1 erzielte. Das 14:15 wurde von zahlreichen Fans, die mitgereist waren, bejubelt, und von diesem Zeitpunkt an gab die Mannschaft die Führung nicht mehr aus der Hand. Das Spiel beschleunigte sich insgesamt, und auf beiden Seiten kam es bereits nach wenigen Pässen zu Abschlüssen. Auf Seiten der Roßtaler fanden Abwehr und Torwart besser ins Spiel, was es ermöglichte, durch einige Gegenstöße die Hausherren nicht wieder in Führung kommen zu lassen. Durch die vielen Konter konnten vor allem die schnellen Spieler der Gäste brillieren. Das pfeilschnelle Trio Hennersdorf, Grillenberger und Weinländer trug so zu 21 der 39 erzielten Treffer bei. Mitte der zweiten Hälfte kam es allerdings noch zu einer Schrecksekunde, in der unser Keeper einen schmerzhaften Zusammenprall erlebte. Zum Glück kann die Mannschaft immer auf den erfahrensten, zuverlässigsten Mann mit den süßesten Grübchen zurückgreifen: Frank the Tank überbrückt solide die zum Glück kurze Phase, in der sich Wolff erholen muss. Spätestens mit seinem Zurückkommen in der ca. 52 Minute mit einer Glanzvereitelung einer 100%igen schiebt unser MV die Mannschaft Richtung Sieg. Insgesamt kann man so trotz der 34 Gegentreffer von einer guten Abwehrleistung sprechen.

Vielen Dank an die Fans, die uns trotz einer durchwachsenen Saison stehts, großartig unterstützt haben. Vielen dank an die Spieler aus Erschder, Dritter und Vierter, die aushalfen, wenn es möglich und nötig war und die (sowohl Dritte als auch Vierte) dank uns trotz eigener solider Saison nicht aufsteigen können. Vielen Dank an das großartige Coachduo Hitzler/ Gerbing (und Schmaddus), die mit uns auch die vor uns liegende Bezirksligasaison bestreiten werden, was die gesamte Mannschaft trotz Abstieg hoch motiviert in die Spielpause gehen lässt.

Duschwertung: 8,5. Grundlegend überzeugendes Konzept, einzige Negativaspekte: Hall und Abfluss auf der rechten Seite leicht verstopft. Der Rest rundum positiv. 5 Duschen, alle voll funktionsfähig.  Farbkonzept: Eierschalenfarben mit durchgehendem Akzent über Kopfhöhe, konsequent durchgezogen von Duschvorraum bis zum Separee sorgt für ein angenehmes Geborgenheitsgefühl. Gut verfugte, in die Wand eingelassene Ablagen für etwaige Duschutensilien. Kaum Schimmel.

Halmen/Potjans

TSV Roßtal II – SC 04 Schwabach 39:29 (19:12)

Für den Tabellenzweiten der BOL reicht es (noch?) nicht.

Der SC Schwabach startete als klarer Favorit in die zweite Begegnung der Saison mit unserer Zwädden. Sowohl das Ergebnis des Hinspiels (27:41) als auch die Tabellensituation (Tabellenzweiter mit vier Minuspunkten gegen den Tabellensiebten mit 22 Minuspunkten) wiesen in eine klare Richtung. Gerade deshalb freute sich die Roßtaler Mannschaft jedoch auf das letzte Spiel der Saison ohne Druck, bevor es in den weniger entspannten Kampf um den Klassenerhalt geht. Befreit aufspielen, aber dennoch alles geben und vielleicht für eine Überraschung sorgen. Das war die Ansage der Trainer.

Die Umsetzung klappte teilweise. Bis zur 14. Minute konnte die Zwädde, zumindest was den Spielstand betraf, mithalten. Dank des schnellen Spiels von Mittelmann Jonas Weinländer und dank treffsicherer Außen, auf die immer wieder abgeräumt wurde, blieb das Spiel bis zum Stand von 9:8 in der 14. Minute eng. Jedoch zeichnete sich hier bereits ab, was sich durchs ganze Spiel ziehen würde: Eine zu schwache Abwehr der Roßtaler, sowohl gegen die zweite Welle als auch im sechs gegen sechs. Nachdem im Anschluss auch noch die Zielstrebigkeit und Treffsicherheit im Angriff litt, ging es mit einem 19:12 für Schwabach in die Halbzeitpause.

In der Halbzeitansprache appellierte Coach Hitzler noch einmal an den Willen der Mannschaft. Ein Rückstand gegen die, oft überlegenen, Schwabacher sei vertretbar, nur 70% zu geben jedoch nicht. Die Mannschaft nahm sich die Worte in der zweiten Halbzeit zu Herzen und fand zu einigen gelungenen Aktionen. Besonders Christoph Wende und Simon Halmen, der sich auch vorne durch einige strake Treffer auszeichnen konnte, brachten im Abwehr-Doppelpack mehr Aggressivität und Laufbereitschaft in die Mannschaft. Dennoch zeigte sich gerade in den engagiertesten Phasen der Zwädden die Klasse der Schwabacher. Selbst wenn man die Kombination aus Rückraum und Kreis vermeintlich stoppen konnte, fand der Ball einen Abnehmer auf Außen und von dort aus zielsicher seinen Weg ins Tor. Hinzu kam, dass die Zwädde sich typischerweise zu selten für gelungene Aktionen belohnte. Erkämpfte Bälle mündeten oft in technischen Fehlern oder Fehlwürfen. So kam schließlich das sehr hohe Endergebnis von 39:29 zustande. Eine verdiente, aber gefühlt etwas zu hohe Niederlage. Zu erwähnen bleibt noch die außergewöhnliche Leistung des Tim Hennersdorf, der, laut scharfer Beobachtung seiner Mitspieler, „[…] im ganzen Spiel 5 Bälle bekommt, davon 3 verwirft und dann mit 7 Treffern Topscorer wird“, Respekt!

Mitgenommen werden können einige guten Aktionen, ein Spiel, das nicht so katastrophal anzusehen war, wie es das Ergebnis vermuten lässt und der Gedanke: Eine eingespieltere Zwädde mit etwas mehr Cleverness und konsequenter Abwehrarbeit, kann möglicherweise im nächsten Jahr ein solches Spiel mitgestalten. Dafür muss aber zunächst die Klasse gehalten werden. Das erste von zwei Entscheidungsspielen findet kommenden Sonntag um 18Uhr in heimischer Halle statt. Hier geht es gegen den ESV Flügelrad, der zuletzt den HG Ansbach schlagen konnte und damit momentan einen Punkt mehr vorzuweisen hat als unsere Zwädde. Ein spannendes, umkämpftes Spiel ist vorprogrammiert…

Duschwertung: 6,5. Etwas wenig Wasserdruck und selbst bei wärmster Stufe etwas kühl. Dafür schön geräumige Kabine. Unser Inneneinrichtungsvorschlag: Lieber eine Dusche mehr als das vorhandene zweite Waschbecken.

TSV Roßtal II – TSV Weißenburg 31:30 (15:12)

Die Zwädde siegt auf unnachahmliche Zwädde-Art.

Team und Trainer gehen motiviert in eines der wichtigsten Spiele der Saison: Das Rückspiel gegen Mitaufsteiger und Tabellen-Schlusslicht TSV Weißenburg. Um die Klasse, bzw. zumindest einen sicheren Abstand zum letzten Tabellenplatz, zu halten, muss das Spiel gewonnen werden. Wie immer gibt es ein paar personelle Veränderungen. Auf zwei der drei Linkshänder, Simon -die linke Klebe- Halmen und Sven -der schnellste Haken der Liga- Wörner, muss die Zwädde verzichten, was natürlich enorme taktische Umstellungen bedeutet. Dafür bringt einmal mehr der erfahrene Lukas Franke, der zuletzt einen wichtigen Erfolg im Topspiel der Dritten zu verzeichnen hat, Sicherheit in die Reihen. Beste Voraussetzungen also für ein saisongemäßes, wildes Hin-und-Her.

Genau das boten die beiden Mannschaften den Zuschauerinnen, die den Adrenalinkick offensichtlich brauchen. (Warum sonst sollten sie immer wieder zurückkommen?) Nach einem eher mäßigen Start der Zwädden und einem drei-Tore-Rückstand (3:6) in der zehnten Minute, zeichnete sich vor allem einer aus: Goldjunge Tim Hennersdorf -der dies bereits selbstbewusst beim obligatorischen gemeinsamen Toilettengang vor dem Spiel angekündigt hatte- traf und traf und traf. Seine acht Tore über die gesamte Partie konnten auf Roßtaler Seite nur von Top-Scorer Jonas Weinländer (9 Tore) übertroffen werden, der auch den wichtigen Treffer zur Pausensirene zum 15:12 landete.

Der Start in die zweite Hälfte schien der Zwädden zunächst zu gelingen. So konnte der Vorsprung auf eine fünf-Tore-Führung ausgebaut werden (19:14; 35. Spielminute). Insgesamt gelang es der Zwädden ungewöhnlich oft die Außen-Spieler in Szene zu setzen. Dies hatte man sich schon seit einigen Spielen vorgenommen, heute klappte es. Die Abwehr ließ jedoch immer wieder einfache Tore zu und schließlich trat die in jedem Spiel wiederkehrende Phase der Ideen- und Torlosigkeit im Angriff ein, zu der auch die 7-Meter-Quote (1/4) ihren Teil beitrug. So konnten die Gäste aus Weißenburg aufholen bis hin zum Unentschieden (20:20 in der 43. Minute) und sich sogar eine zwei-Tore-Führung (23:25 in der 51. Minute) erarbeiten. Im Anschluss berappelte sich die Roßtaler Offensive und bis zum Schlusspfiff wechselte die Führung immer wieder hin und her. Glück und Coolness blieben jedoch in Person von Hannes Ortner auf der Roßtaler Seite. Er netzte den entscheidenden Ball mit all seiner Abgewichstheit lässig zum 31:30 Endstand ein. Damit hält er die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben.

Die Zwädde hat diesen nun selbst in der Hand. In den letzten beiden Spielen trifft sie auf die beiden direkten Konkurrenten, den ESV Flügelrad und den TV Gunzenhausen. Beide konnten im Hinspiel zwar jeweils knapp geschlagen werden, sind jedoch bekannt für ihren stets kämpferischen Einsatz. Spannende Partien sind garantiert. Zuvor geht es noch zum Tabellenzweiten nach Schwabach. Hier kann hoffentlich befreit aufgespielt werden, vor allem aufgrund der überragenden Neuigkeit, die das Trainerteam in der letzten Woche für die Mannschaft bereithielt: Das legendäre Trainergespann Hitzler/Gerbing bleibt der Zwädden für die Saison 2024/25 erhalten. Das sollte doch genug Motivation liefern, um in den letzten Spielen der Saison alles zu geben…