Schlagwort: Landesliga Nord

TSV Roßtal – ASV Cham 35:27 (17:14)

Revanche geglückt

Nach der bitteren Niederlage gegen Klassenprimus Lauf-Heroldsberg vergangenes Wochenende hatte man nicht viel Zeit sich auf das fast noch wichtigere Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Cham vorzubereiten. Das Hinspiel wurde deutlich mit 28:20 verdient verloren. Coach Peine und seine Jungs bereiteten sich akribisch auf die Spielweise der starken Gäste vor – und kleiner Spoileralarm – mit großem Erfolg. Nach einer schwächeren Anfangsphase kannte der Roßtaler Zug kein Bremsen mehr und fuhr mit einem 8 Tore-Sieg in den Endbahnhof ein. Doch zuerst die Fahrscheine bitte und jeder der Reihe nach…

Zugführer Peine, der bekannt für seine genaue Spielvorbereitung auf die Gegner ist, schwor die Mannschaft auf fast jeden Spielzug der Gäste ein, sodass man bei egal welchen Szenario adäquat reagieren kann.

Kurz vor Spielbeginn war der allgemeine Tenor klar: ein schnelles Umschaltspiel und eine aggressive Abwehr werden heute der Schlüssel zum Erfolg sein. Man habe deutlich mehr Wechselmöglichkeiten und die besseren Spieler.

Vor einer gut gefüllten Halle, in der beide Seiten ihre Fans dabeihatten, begann das Spiel von Beginn an sehr stimmungsvoll und anfangs noch ausgeglichen – mit leichten Tendenzen sogar für die Gäste, die immer wieder vorlegten und zwischenzeitlich mit 3 Toren führten (5:8, 16. Spielminute). Cham hatte auch noch die Möglichkeit auf 4 Tore zu erhöhen, doch Bühler hielt den Strafwurf und das Spiel kippte zu Gunsten der Heimmannschaft. Auf der Gegenseite erzielte der starke Airman (Ehrmann) einen seiner 12 Treffer und verkürzte das Spiel. Nun lief es rund bei der Heimmannschaft. In den nächsten 9 Minuten konnte man dann das Spiel nun endlich gänzlich drehen als Cissé den umjubelten 13:12 Führungstreffer erzielte. Und diese Führung sollte nicht mehr aus der Hand gegeben werden. Man verteidigte nun konsequenter und konnte im Umkehrschluss einfach Tore durch die erste Welle erzielen. Kurz vor Schluss hielt Goalie Schramm einen Wurf von Außen und sorgte dafür für einen verdienten 17:14 Halbzeitstand.

In der Kabine mahnte Coach Peine, dass das Spiel noch nicht gelaufen sei und dass man weiter Gas geben und 100% Einsatz zeigen müsse, um die immens wichtigen zwei Punkte einzufahren. Man habe es letzte Woche am eigenen Leibe erfahren wie schnell ein Vorsprung schmelzen kann, wenn das Momentum auf die falsche Seite kippt. Man führte auch in der Vorwoche gegen Lauf mit 2 Toren, verspielte diese aber innerhalb weniger Minuten in Halbzeit 2 – daher voller Fokus und TEMPO.

Halbzeit 2 hätte nicht besser starten können. Man legte los wie von der Tarantel gestochen. Man erhöhte Tor um Tor den Vorsprung, verteidigte erfolgreich mehrere Abgriffe dank Schramm und konnte fast den eigenen Augen nicht trauen als es nach 10 gespielten Minuten 25:17 stand. Dies zwang den Gästecoach zu einer frühen Auszeit, doch auch die schien nicht zu fruchten. Roßtal zog einfach weiter davon und erhöhte zwischenzeitlich auf 11 Tore. Fast jeder Wurf fand sein Ziel und jeder Spieler bekam Einsatzzeit. Am Ende konnte Cham noch etwas Ergebniskosmetik betrieben und verkürzte kurz vor Schluss auf 8 Tore. Eigentlich nicht schlimm, aber es ist ein kleiner Wehrmutstropfen. Man hätte mit mindesten 9 Toren gewinnen müssen, um den direkten Vergleich zu gewinnen. Hoffen wir mal, dass es nicht auf einen hinausläuft.

Coach Peine, zufrieden mit seinem Heimspieleinstand und der gezeigten Leistung, erlaubte jedem Spieler ein Siegbier und von den anderen wolle er nichts wissen. Ab Montag wird wieder gearbeitet, um das schwere harzlose Spiel in Marktsteft erfolgreich zu gestalten.

Danke wie immer für die phänomenale Unterstützung und bis bald, wenn es wieder heißt: die Macht um halb 8.

HAGW

HSG Lauf/Heroldsberg – TSV Roßtal 34:31 (17:18)

Am Ende sind es eben Nuancen…

 

Das erste von zwei Spitzenspielen innerhalb von 6 Tagen stand an! Es ging gegen den Tabellenersten aus Lauf/Heroldsberg. Das Hinspiel gewann die Marktgemeinde noch mit 27:21. Eine ähnliche Monsterleistung muss wieder her, will man in der „Ferne“ bestehen. Doch eine durchwachsene zweite Hälfte, machte einen möglichen Sieg zunichte. Doch nun der Reihe nach…

 

Eine turbulente Woche nach dem erfolgreichen Sieg gegen Auerbach stand mal wieder an der Tagesordnung. Am Donnerstag wurde ein neuer alter Bekannter als Trainer vorgestellt: Carsten Peine – welcher schon vor einiger Zeit den TSV coachte. Er wird ab sofort den Trainings- und Spielbetrieb leiten. Die Handschrift war auch gleich erkennbar. Er bereitete sich gewohnt akribisch auf den Gegner und seine Wurfbilder vor. Das wird sich sicherlich noch positiv in der Zukunft auswirken. Am Spieltag selbst standen Gömmel und Peine zusammen am Spielfeldrand. Ingo Gömmel wollte sich unbedingt mit einem Sieg verabschieden. Er mahnte vor dem starken Zusammenspiel von Mittelmann und Kreisläufer. Auch vor dem Torwart war man gemahnt. 

 

So begann man gut vor einer ausverkauften Halle in Heroldsberg und konnte immer in Führung gehen und diese auf 2 Tore ausbauen. Doch so wirklich sicher war die Führung nie. Man bekam das vorhin schon angesprochene Zusammenspiel von Laugner und Schindler nie wirklich in den Griff. Insgesamt erzielten die beiden 21 von 34 Treffern. Das ist ärgerlich, da man wusste was auf einen zukommt. Doch in Halbzeit 1 lag man nicht einmal hinten und traf vorne hochprozentig. 20 Sekunden vor Schluss klaute Althase Schmidt den Ball und warf ins leere Tor das umjubelte 18:16. Doch Lauf konnte 3 Sekunden vor Schluss einen Abpraller nutzen, um auf ein Tor zu verkürzen. Etwas ärgerlich, aber man ging mit einem Tor Vorsprung in die Pause. 

 

Die Coaches waren sich einig: Angriff stark effizient, aber in der Abwehr war noch Luft nach oben. 18 Gegentore waren einfach zu viel – auch wurden sie oft zu leicht erzielt. Da noch konsequenter die Kreisanspiele unterbinden und den Schindler früher zumachen. 

 

Der zweite Spielabschnitt hätte gut losgehen können, da man einen Strafwurf zugesprochen bekam, doch am Keeper mit Nachwurf scheiterte. Ein schlechtes Omen, wie sich herausstellen sollte. Das 19:18 war die letzte Führung der Gäste. Nun konnte Lauf immer wieder vorlegen und Bälle abwehren und vorne Treffer erzielen. So gingen die Felle langsam davonschwimmen. Bis zur 39 Minute war das Spiel auf Augenhöhe. Gruber erzielte das 23:23. Doch dann hatte man 10 schlechte Minuten und das wird und wurde in diesem Spitzenspiel gnadenlos bestraft. Lauf zog mit einem 5:0 run innerhalb von 7 Minuten auf 28:23 weg. Wenig später wurde es sogar ein 30:24. Da waren nur noch 10 Minuten zu spielen. Ein Wunder musste her – doch dieses blieb aus. Es konnte noch etwas Ergebniskosmetik betrieben werden, mehr aber eben auch nicht. Am Ende gewinnt Lauf aufgrund der starken zweiten Halbzeit verdient das Spiel mit 34:31. 

 

Viel Zeit die Wunden zu lecken hat man nicht, da am Samstag zur Primetime – leider nicht zu sehen bei Amazon Prime – das nächste nun fast wichtigste Spiel gegen Cham, dem nun Tabellenzweiten ansteht. Es geht für Roßtal nun um Platz 2, welcher zur Aufstiegsrelegation berechtigen würde. Doch davor müssen die starken Gäste erstmal besiegt werden. Ein zusätzliches Ziel muss sein, dass man den direkten Vergleich gewinnt – was sehr sehr schwer sein wird! Das Spiel in Cham verlor man noch relativ deutlich mit 28:20. Doch träumen wird man noch dürfen. Daher der Appell – die Macht um halb 8 wird einmal mehr voll da sein müssen, möchte man zumindest eines der Ziele erreichen! 

HAGW

Carsten Peine übernimmt die „Erschde“

Nachdem Christian Rohrbach aus gesundheitlichen Gründen Anfang November 2023 das Traineramt der Erschden niederlegen musste, übernahm Kreisläufer Christoph Nepf die Mannschaft als Spielertrainer. Unterstützt wurde er insbesondere an den Spieltagen durch Ingo Gömmel und vereinzelt auch Rene Gerbing. Diese Interiminslösung funktionierte zwar, jedoch war allen Beteiligten bewusst, dass es sich nur um eine vorübergehende Lösung handeln kann.

Umso erfreulicher ist nun, dass mit Carsten Peine ein neuer Trainer der ersten Männermannschaft präsentiert werden kann. Peine wird bereits beim Topspiel am Sonntag in Heroldsberg mit auf der Bank sitzen und ab der kommenden Woche das Training übernehmen.

Peine ist natürlich in der mittelfränkischen Handballszene kein Unbekannter. Bereits zwischen 2008 und 2012 war er für die „Erschde“ verantwortlich und feierte neben dem Aufstieg in die Landesliga 2009 auch den Einzug in die erste Runde des DHB-Pokals im Jahr 2011. Aus dieser Zeit kennt der gebürtige Niedersachse noch Dominik Schmidt, Chris Nepf und Wolf Hagen aus der aktuellen Mannschaft.

Carsten Peine trainierte bis zuletzt die Damen des MTV Stadeln in der Bayernliga und feierte mit diesen die inoffizielle nordbayerische Meisterschaft, bevor es in die Play-Offs ging. Zuvor war der B-Lizenz-Inhaber für die zweite Mannschaft des TV Erlangen-Bruck tätig. Weitere Trainerstationen waren der TSV Rothenburg, der HC Erlangen II und die HG Nürnberg. Selbst als Spieler war Peine mehrere Jahre in der Oberliga in Niedersachen aktiv.

Der TSV Roßtal freut sich, dass Carsten Peine für die Trainerposition gewonnen werden konnte und will nun die entscheidenden Spiele in den kommenden Wochen konzentriert angehen.

Herzliche Willkommen zurück, lieber Carsten!

TSV Roßtal – SG Auerbach/Pegnitz 31:27 (15:13)

Start-Ziel-Sieg

Nach einer längeren Pause stand das schwierige Spiel gegen den Aufsteiger aus Auerbach an. Diese Mannschaft steht zwar im unteren Drittel der Tabelle, hat aber eine talentierte und mit starken Einzelspielern gespickte Mannschaft. Das Hinspiel in der Oberpfalz konnte siegreich gestaltet werden, war aber ein harter Kampf – man ist also gewarnt gewesen und lieferte fast eine (gute) konstante Leistung! Am Ende steht ein verdienter Sieg auf der Habenseite in einem Spiel, in dem man nie hinten lag. Doch nun der Reihe nach…

Nach 3 handballfreien Wochen stand das nächste Heimspiel in Zeiten der Wahrheit auf dem Programm. Es folgt ein Hammer nach dem Anderen. Erst musste man das schwere Spiel gegen Auerbach erfolgreich gestalten – was fast Pflicht war – um an den vorderen Plätzen dranzubleiben. Denn nachdem Spiel gegen Auerbach stehen die alles entscheidenden Spiele gegen den Tabellenersten aus Lauf/Heroldsberg und gegen die 3. Platzierten aus Cham an, die eine bessere Punktedifferenz als Roßtal aufweisen, aber ein Spiel weniger haben. Mit diesem Wissen und der damit entstandenen Motivation ging man in das Spiel.

Man legte gut los und gestützt mit der Unterstützung von Goalie Bühler konnte man sich immer ein Polster von 1-2 Toren erkämpfen. Wäre die Abschlussquote etwas besser gewesen, hätte man sich auch eine komfortablere Führung erarbeiten können. So konnte Roßtal immer in den richtigen Momenten wieder die richtigen Antworten geben und lag das ganze Spiel nicht einmal in Rückstand. Auerbach versuchte Spielmacher Ehrmann mit einer engen Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen. Doch Roßtal hat sich in den letzten Jahren auch weiterentwickelt und kann mit solchen Situationen immer besser umgehen. Die Profiteure der Manndeckung war die Rückraumachse Meßthaler und Cissé, die immer wieder durch die Abwehrreihen schnitten und viele Treffer durch gute 1vs1 Aktionen erzielten.

So ging man mit einer 15:13 Führung in die Halbzeit. „An der Abschlussquote arbeiten und in der Abwehr noch konsequenter auf die Schützen heraustreten.“ Mit diesen zusammengefassten Worten entließen Interimscoach Gerbing die Mannschaft um Spielertrainer C. Nepf.

Das Spiel weiter eng umkämpft hin und her. (17:15; 20:18; 22:20; 22:22). Roßtal legte vor und Auerbach konnte immer wieder den Anschluss herstellen. Wichtig in der Phase waren viele Paraden von Schramm, der viele Rückraumwürfe und Bälle von den Außenpositionen vereitelte. Doch als Auerbach den Ausgleich warf, wurde man nicht nervös und konnte sich auf den treffsicheren Haltrich verlassen. Nun zog man Tor um Tor davon. Die wenigen Wechselmöglichkeiten der Gäste forderten nun ihren Tribut. Roßtal wehrte Bälle ab und warf vorne seine Tore. Am Ende erzielte der quirlige Gruber den vielumjubelten Endstand von 31:27.

„Pflicht“ erfüllt, nun folgt die Kür? Am 3.3.23 spielt man gegen den Klassenprimus aus Lauf. In Lauf am Sonntagnachmittag zu spielen, ist nie leicht. Doch man gewann das Hinspiel souverän mit 27:21. Man vergab viele freie Bälle – an dem muss mit Sicherheit gearbeitet werden, um das Spiel erfolgreich zu gestalten. Der Gewinner des Spiels macht einen großen Schritt in Richtung direkten Aufstieg in die Bayernliga! Man darf also gespannt bleiben, wer seine Nerven besser im Grifft hat! Wir sehen uns in Heroldsberg!

HAGW